Erholsamer Schlaf: So finden Sie ihn wieder

Schlummertrunk? Welche Schlafräuber auch in Ihrer Abendroutine vorkommen

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Zum „Runterkommen“ greifen viele auf Alkohol zurück. Schlaffördernde Wirkung soll er entfalten – doch das stimmt nur bedingt.
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Wenn Sie Probleme beim Ein- oder Durchschlafen haben, könnte dies auf eine falsche Abendroutine hindeuten.

Der Körper braucht Schlaf, um sich zu erholen und Energie für den kommenden Tag zu tanken. Wenn diese Ruhephase jedoch regelmäßig zu kurz oder gestört ist, können verschiedene Beschwerden auftreten. Dazu gehören ein geschwächtes Immunsystem, Konzentrationsprobleme, anhaltender Stress, chronische Kopf- und Rückenschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck. Daher sollte man schlechten Schlaf nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv dagegen vorgehen.

Kennen Sie? Vier Routinen, die den Schlaf rauben

Doch genau hier liegt bei vielen Menschen das Problem. Wer schlafraubende Gewohnheiten nicht als solche erkennt, raubt sich oft ganz unbewusst selbst den Schlaf. Eine Übersicht über Schlafräuber-Routinen, die für eine unruhige Nacht sorgen:

1. Alkohol vor dem Schlafengehen

Ein Glas Wein oder Bier am Abend mag entspannend wirken, doch Alkohol stört den Schlafzyklus. Obwohl er das Einschlafen erleichtern kann, führt er zu einem weniger erholsamen Schlaf und häufigem Erwachen in der Nacht. Wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert, überspringt der Körper nach dem abendlichen Konsum von Alkohol eine REM-Schlafphase und geht direkt in den Tiefschlaf über. Lässt die Wirkung von Alkohol nach, wird der Tiefschlaf unterbrochen und damit auch die körperliche Regeneration. Vor allem in den frühen Morgenstunden hätte das zur Folge, dass man unruhig schläft und sich nicht gut erholen kann.

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2. Die abendliche Lieblingsserie

„The Office“, „King of Queens“ oder „Scrubs“: Die Lieblingsserie wirkt entspannend, was oft das Einschlafen auf dem Sofa zur Folge hat. Doch nicht immer. Oftmals liegt man müde vor dem Fernseher und findet dennoch nicht in den Schlaf. Das liegt auch am blauen Licht, das Smartphones, Tablets und Fernseher abstrahlen. Dieses gaukelt dem Körper Tageslicht vor, was die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Infolge kann man schlecht einschlafen und der Schlafrhythmus wird gestört.

3. Schlafenszeit nur dann, wenn man müde ist

Einfach ins Bett gehen, wenn man müde ist: Eine Regel, die plausibel klingt, aber auf Dauer keine gute Idee ist. Denn ein inkonsistenter Schlaf-Wach-Rhythmus, beispielsweise durch wechselnde Schlafenszeiten, kann die innere Uhr des Körpers durcheinanderbringen. Dies erschwert das Ein- und Durchschlafen. ​Besser: Gehen Sie jeden Tag zur selben Uhrzeit ins Bett und stellen Sie sich auch Ihren Wecker immer zur selben Zeit – auch am Wochenende.

4. „Nach dem Essen sollst du ruhn ...

... oder 1.000 Schritte tun“ – Der erste Teil der Binsenweisheit gilt für die Nachtruhe nur dann, wenn man leichte Kost zu sich genommen hat. Schweres Essen kurz vor dem Zubettgehen zwingt den Körper zur Verdauungsarbeit, was das Einschlafen erschweren kann. Besonders fettreiche oder stark gewürzte Speisen sollten vermieden werden. ​Besser ist es, abends auf leichte Kost zu setzen und nicht zu spät zu essen. Hungrig sollte man allerdings besser nicht ins Bett gehen – frühmorgendliches Aufwachen könnte die Folge sein oder der mitternächtliche Gang zum Kühlschrank.

Ideale Abendroutine finden

Wichtig ist, sich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Gewohnheiten, die über Jahre hinweg bestehen, zu ändern, ist nicht einfach. Beginnen Sie mit kleinen Schritten, wie zum Beispiel, Smartphone, Fernseher und andere elektronische Geräte rund zwei Stunden vor dem Zubettgehen zu meiden oder jeden Tag zur selben Uhrzeit ins Bett zu gehen. In unserem PDF-Ratgeber für gesunden Schlaf erfahren Sie, welche Verhaltensweisen Ihnen zu besserem Schlaf verhelfen – und wie Sie Ihre ideale Abendroutine gestalten können.

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