Schädliche Tiere

Einfaches Hausmittel schützt Pflanzen vor Schnecken – die Dosis ist entscheidend

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Schnecken sind im Garten unerwünschte Gäste. Denn manche Schneckenarten schaden den Pflanzen. Wie können Hobbygärtner die Tiere bekämpfen?

Hamm - Schnecken ernähren sich gerne von zarten, grünen Blättern – und zerstören auf diese Weise zum Beispiel den Salat aus dem eigenen Garten. Viele Hobbygärtner wollen die schleimigen Tiere deshalb aus ihrem Garten vertreiben. Hausmittel und einfache Tricks können die Schnecken von den geliebten Pflanzen fernhalten. Welche das sind, zeigt wa.de in einer Übersicht.

Einfaches Hausmittel schützt Pflanzen vor Schnecken – die Dosis ist entscheidend

Nicht alle Schneckenarten fressen sich durch Salatblätter und weitere Pflanzenteile und werden dadurch zum Problem für Hobbygärtner. Lediglich Nacktschnecken haben diese störenden Eigenschaften. Es gibt laut Öko-Test einfache Tipps, mit denen diese Schnecken ferngehalten werden können:

  • Pflanzen morgens punktuell gießen: je trockener der Untergrund um die Pflanzen, desto schwerer können Schädlinge ihr Ziel erreichen;
  • Beete umrahmen: ein zusätzlicher Rahmen um Gemüse- und Zierpflanzenbeete aus Rasen, Rindenmulch, Sägemehl, Sand, Gesteinsmehl oder Kalk kann helfen;
  • Schneckenzaun aufbauen: einen Zaun mit nach außen gebogenem Rand können Schnecken meist nicht überwinden;
  • Kaffeesatz verstreuen: geringe Konzentrationen halten Tiere vom Fressen ab oder vertreiben sie – große Konzentrationen können für Schnecken allerdings tödlich sein;
  • Salatfalle aufstellen: eine Handvoll nasser Salatblätter in einer Ecke des Gartens auslegen und am nächsten Tag Salatblätter und Schnecken aufsammeln und wegbringen;
  • Hochbeet bepflanzen: erschwert Schnecken den Zugang zu Pflanzen.

Zusätzlich zu diesen Tipps gilt es als besonders effektiv und tierfreundlich, die Schnecken im eigenen Garten einzusammeln und weit weg wieder auszusetzen, rät der Naturschutzbund (Nabu). Das gilt übrigens auch für Schneckeneier. Auch eine Barriere aus Kronkorken kann helfen, wie Merkur.de berichtet.

Auf Gift als Abwehrmittel gegen Schnecken sollte man laut der Tierschutzorganisation PETA komplett verzichten. Dieses tötet nicht nur die Schnecken, es kann auch für andere Tiere und im Garten spielende Kleinkinder gefährlich sein. Auch auf Bierfallen sollten Hobbygärtner besser verzichten. Das Bier kann nämlich auch Schnecken aus Nachbargärten anlocken, in den Bierbecher fallen am Ende aber nur wenige der angelockten Schnecken.

Tatsächlich schaden einige Schneckenarten dem heimischen Garten gar nicht, vielmehr sind sie sogar nützliche Helfer. Die meisten Gehäuseschnecken fressen nämlich verwesende Pflanzenteile sowie tote Tiere und zersetzen Pflanzenreste. Damit helfen sie bei der Humusbildung, erklärt der Nabu.

Welche Schnecke ist das? Schädliche und nützliche Schnecken im Garten unterscheiden

Eine Nacktschnecke im Garten frisst ein Salatblatt.
Der kriechende Erzfeind für Hobbygärtner: Die Spanische Wegschnecke ist ein Ureinwohner und keine invasive Art. Sie tritt oft in Massen auf und lässt kein Blatt auf dem anderen. © Zoonar/Imago
Rote Nacktschnecke, Arion rufus, unterwegs auf einem regennassen Waldweg
Die Rote Nacktschnecke (Arion rufus) wird oft mit der Spanischen Wegschnecke verwechselt und wurde inzwischen von dieser ziemlich verdrängt. Sie bevorzugt allerdings abgefallene Pflanzenteile gegenüber Jungpflanzen. © Panthermedia/Imago
Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum)
Auch die Genetzte Ackerschnecke ist ein Hauptverusacher von Fraßschäden an Blumen und Gemüse – sie macht weder vor Blüten noch Wurzeln Halt und vermehrt sich rasant. © blickwinkel/Imago
Frosch sitzt neben Gartenwegschnecke (Arion distinctus).
Die Gartenwegschnecke (Arion distinctus) ist auch nicht jedermanns Liebling. Sie ist nur etwa vier Zentimeter lang, dunkelgrau oder schwarz. Und sie bevorzugt leider Wurzeln und Wurzelgemüse. © agefotostock/Imago
Junge beobachtet Schwarze Wegschnecke
Die braune Form der Schwarzen Wegschnecke (Arion ater) sieht der Spanischen Wegschnecke oft sehr ähnlich. Aber auch wenn sie manchmal tiefschwarz ist – sie verursacht keine nennenswerten Schäden, sondern vertilgt sogar Artgenossen. © Nature Picture Library/Imago
Tigerschnegel (Limax maximus) auf Grashalm
Die meisten Schnegelarten, wie der Tigerschnegel, sind nützlich. Dieser ist sogar einer der wenigen natürlichen Feinde der unbeliebten Spanischen Wegschnecke. © imagebroker/Imago
Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) auf Laubblättern
Der Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) sieht mit seinen bis zu 20 Zentimetern Länge nicht sehr sympathisch aus, aber er leistet im Garten gute Dienste. © Panthermedia/Imago
Weinbergschnecke auf Hand eines Kindes
Weinbergschnecken sind oftmals groß, aber harmlos. Und sie stehen in Deutschland unter Naturschutz. Man kann sich also freuen, sie im Garten zu finden und darf sie weder töten noch essen. © Westend61/Imago
Zwei weißmündige Bänderschnecken (Cepaea hortensis), kriechen auf einem mit Flechten bewachsenen Zweig im Wasser.
Garten-Schnirkel- oder -Bänderschnecken gibt es mit rosa oder gelbem Gehäuse, mal mit Linien oder ohne. Sie dienen Vögeln als lebenswichtige Nahrung. Der Nützling säubert den Garten von Pflanzenabfall und Aas. © blickwinkel/Imago
Garten-Bänderschnecken und zwei Weinbergschnecken
Ein Artentreffen der Guten: Ein paar Weinbergschnecken und Bänderschnecken in ihrer ganzen Farbvielfalt sind noch keine Schneckenplage. © Zoonar/Imago

Neben Schnecken sind auch viele weitere Tiere im Garten anzutreffen. Dazu zählt zum Beispiel auch der Rosenkäfer. Ist das schillernde Insekt für Pflanzen nützlich oder schädlich?

Rubriklistenbild: © imageBROKER / alimdi / Arterra / Johan De Meester / imago

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