Entspanntes Sonnenbad

Sonnencreme je nach Hauttyp: Welcher Lichtschutzfaktor passt zu mir?

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Viele kennen es: Trotz Sonnencreme entsteht ein Sonnenbrand. Schuld daran ist oft der falsche Lichtschutzfaktor – so finden Sie den richtigen Schutz für Ihre Haut.

Kassel – Am Strand liegen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und am besten mit einer schönen Sommerbräune aus dem Urlaub zurückkommen. Um das Sonnenbad richtig genießen zu können und einem Sonnenbrand vorzubeugen, sollte die Haut geschützt werden. Das ist gerade jetzt, wo für Juli eine Hitze-Welle erwartet wird, besonders wichtig. Für den optimalen Schutz sorgt der richtige Lichtschutzfaktor (LSF).

Lichtschutzfaktor: Eigener Hauttyp entscheidend

Um den passenden Sonnenschutz zu wählen, sollte man den eigenen Hauttyp kennen. Der bestimmt nämlich, wie lange sich die Haut selbst vor der Sonne schützen kann. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) werden dabei sechs Hauttypen unterschieden:

HauttypMerkmaleEigenschutzzeit
1. Sehr heller HauttypSehr helle, empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar, häufig mit Sommersprossen. Dieser Hauttyp bräunt nie, ist besonders empfindlich und bekommt schnell einen Sonnenbrand.5-10 Minuten
2. Heller HauttypHelle, empfindliche Haut, helle Augen, blonde bis hellbraune Haare, Sommersprossen. Der Hauttyp bräunt kaum bis mäßig und bekommt häufig einen Sonnenbrand.10-20 Minuten
3. MischtypHelle bis hellbraune Haut, graue / braune Augen, dunkelblonde bis braune Haare. Der Mischtyp bräunt etwas schneller.20-30 Minuten
4. Bräunlicher HauttypHellbraune, olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen, braunes Haar. Der bräunliche Hauttyp bräunt schnell.30-45 Minuten
5. Dunkler HauttypDunkelbraune Haut und Haare, dunkelbraunes bis schwarzes Haar. 45-60 Minuten
6. Sehr dunkler HauttypDunkelbraune bis schwarze Haut, dunkle Augen und schwarze Haare.60-90 Minuten

Dazu kommt der UV-Index. Er beschreibt laut BfS, wie stark die UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 10 ist. Je höher der Wert, desto schneller kann ein Sonnenbrand auftreten.

Sonnenschutz schützt die Haut vor UV-Strahlen. Doch verwenden Sie auch den richtigen Lichtschutzfaktor?

Sonnencreme: Wie finde ich den richtigen Lichtschutzfaktor?

Der richtige Lichtschutzfaktor lässt sich ganz einfach ausrechnen: Der aktuelle UV-Index wird durch eine Suchanfrage bei Google schnell gefunden. Diesen dann einfach entsprechend dem Hauttyp multiplizieren, so ntv.de. Bei Typ 1 mal vier, Typ 2 mal drei, Typ 3 mal zwei. Wenn sich nun also eine Person mit Hauttyp 2 (Heller Hauttyp) in einer Region mit UV-Index 6 aufhält, rechnet man sechs mal drei und kommt auf 18. Der Lichtschutzfaktor wäre also LSF 20.

Doch auch die Zeitspanne ist beim Sonnenschutz ausschlaggebend. Multipliziert man die Eigenschutzzeit des Hauttyps mit dem Lichtschutzfaktor, erhält man die Zeitspanne, in der die Haut geschützt ist, so fitforfun.de. Hauttyp 2 kann sich etwa 15 Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalten. Wenn dieser Hauttyp also (wie im oberen Beispiel) LSF 20 verwendet, verlängert sich der Schutz auf 300 Minuten.

Der richtige Lichtschutzfaktor: Wann Sie nachcremen sollten

Wichtig ist auch: Nachcremen! Denn durch Schweiß, Wasser und Reibung geht Schutz verloren. Laut ntv.de sind nach vier Stunden nur noch etwa 60 Prozent Sonnenschutz vorhanden. Die Empfehlung ist daher nach zwei bis drei Stunden oder spätestens nach vier Stunden nach zu cremen.

Wer das häufig vergisst, ist mit einem höheren Lichtschutzfaktor besser beraten. Laut fitforfun.de raten Hautärzte dazu, einen LSF 30 – oder, besser sogar 50 zu verwenden. Das gilt auch für dunklere Hauttypen. Übrigens: Der eigene Hauttyp bleibt immer der gleiche. Auch bei einer stärkeren Bräune sollte kein geringerer Schutz verwendet werden.

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Tipps gegen Hitze: Finger Weg von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Denn Koffein kann den Kreislauf in der Sommerhitze belasten. © Kristina Köller/wa.de
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Tipps gegen Hitze: Meiden Sie Alkohol. Selbst wenn es verlockend ist, sich mit einem Glas Wein oder einem Cocktail auf den Balkon oder die Terrasse zu setzen. Alkohol entzieht dem Körper Mineralstoffe - gar nicht gut bei Hitze. © picture alliance/dpa/Pau Venteo
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Die Vorteile des Wetters auch mal genießen. Ob Freibad oder Badesee - eine Abkühlung im Wasser macht heiße Tage besonders. © Jacob King/dpa

So viel Sonnencreme sollten Sie verwenden

Auch die Menge an Sonnencreme ist ausschlaggebend für einen ausreichenden UV-Schutz – doch das wird oft unterschätzt. Laut ntv.de sollten etwa 30 Gramm Sonnencreme verwendet werden, das ist eine ganze Hand voll Sonnenschutzlotion. Wer eine Woche in den Urlaub fährt, sollte also mit etwa zwei Tuben Sonnenschutz rechnen.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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