Heißer August

Schweiß-Gefahr durch Hitzewelle: Sechs ungesunde Fehler im Alltag

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Die hohen Temperaturen im Sommer führen zu vermehrtem Schwitzen, doch auch bestimmte Lebensmittel und Getränke können die Schweißproduktion anregen. Vorsicht ist geboten.

Kassel – Der Sommer schreitet voran – mit hohen Temperaturen und vielen heißen Tagen. Die Hitze ist eine Ursache für eine erhöhte Schweißproduktion, doch auch andere Dinge fördern übermäßiges Schwitzen. Das kann gefährlich werden.

Kaffee führt zu Kreislaufbelastung

Frischer Kaffee regt den Kreislauf stark an und hat zudem eine harntreibende Wirkung, was bei großer Hitze zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust führen kann. Da der Körper bei hohen Temperaturen ohnehin schon viel Wasser verliert, ist es sinnvoll, den Kaffeekonsum im Sommer zu reduzieren und stattdessen auf andere Getränke umzusteigen – wie etwa Mineralwasser.

Alkoholkonsum belastet zusätzlich

Übermäßiger Alkoholkonsum, etwa an Strandbars, entzieht dem Körper Flüssigkeit und belastet ihn zusätzlich, da der Abbauprozess die Durchblutung anregt. Dies führt zu einer erhöhten Körpertemperatur und vermehrtem Schwitzen. An heißen Tagen ist es daher mehr als ratsam, auf alkoholische Getränke zu verzichten, um unnötigen Schweiß und somit Verlust von Körperflüssigkeit zu vermeiden.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, heizen sich Räume schnell auf. Mit ein paar Tricks lässt sich die Wohnung aber kühl halten.

Scharfes Essen führt in die Schweißfalle

Scharfe Speisen erhöhen durch enthaltenes Capsaicin die Körpertemperatur und regen die Schweißproduktion an. Der Körper reagiert auf die wahrgenommene „Hitze“ mit vermehrten Schwitzen, um die Temperatur zu regulieren. An besonders heißen Tagen sollte man deshalb besser auf stark gewürzte Mahlzeiten, vor allem asiatischer und mexikanischer Rezeptur, verzichten.

Klimaanlage ist Kreislaufstress

Zu hohe Temperaturen, vor allem deren Unterschiede wie beispielsweise beim Ein- und Aussteigen in ein Auto, können den Kreislauf belasten und dadurch vermehrtes Schwitzen verursachen. Dies wird vor allem durch Klimaanlagen und Lüftungsgebläse hervorgerufen. Es ist daher sinnvoll, die Klimaanlage nicht zu kalt einzustellen, um den Körper nicht unnötig zu stressen und die Schweißproduktion nicht weiter anzuregen.

Kaltes Duschen als falscher Impuls

Eine kalte Dusche kann besonders am Ende harter Arbeit kurzfristig erfrischend wirken, führt aber dazu, dass der Körper seine Temperatur erhöhen will, was wiederum zu verstärktem Schwitzen führt. Eine lauwarme Dusche ist in der Regel effektiver, um den Körper bei Hitze nicht zusätzlich zu belasten und die Schweißproduktion zu reduzieren.

Schnelles Schwitzen durch Fastfood

Die Verbindung zwischen Fast Food und vermehrtem Schwitzen ist kein Zufall. Der hohe Salzgehalt bindet Wasser im Körper, was die Nieren zur verstärkten Arbeit anregt. Die Folge: Wir schwitzen mehr. Auch die fettreichen Zutaten belasten die Verdauung und können zu einer erhöhten Körpertemperatur führen. Hinzu kommt, dass viele Fast-Food-Gerichte stark gewürzt sind, was den Stoffwechsel zusätzlich ankurbelt. Doch nicht nur die unmittelbaren Auswirkungen sind problematisch. Langfristig kann eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren und Zucker ist, zu Übergewicht, Bluthochdruck und anderen gesundheitlichen Beschwerden führen.

Tipps für Vielschwitzer

Auch der Blick auf weitere Ursachen lohnt sich. So leiden in Deutschland etwa ein bis zwei Prozent der Menschen an „Hyperhidrose“, einer Krankheit, die zu krankhaftem Schwitzen führt. Wie die AOK berichtet, kämpfen Betroffene nicht nur an den Stellen mit besonders vielen Schweißdrüsen – wie unter den Achseln, an Händen, Füßen oder Stirn sowie der Leiste – damit, sondern häufig auch mit einem unangenehmen Geruch.

Rubriklistenbild: © Eckhard Stengel/Imago

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