Venengesundheit

Schwere Beine: Fünf Tipps, die bei Venenschwäche helfen

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Eine Venenschwäche kann zu Schwere- und Spannungsgefühlen in den Beinen führen. Mit ein paar Tipps können Sie dem Leiden jedoch entgegenwirken.

Bei einer Venenschwäche ist die Funktion der Venen gestört. Sie entsteht meist durch einen behinderten Blutabfluss und betrifft in der Regel die Venen an den Beinen. Bemerkbar macht sie sich durch Schwere- und Spannungsgefühlen in den Beinen, Juckreiz, Kribbeln und Brennen der Haut oder Wadenkrämpfe. Um schweren Beinen vorzubeugen und die Folgen einer Venenschwäche abzumindern, können jedoch folgende Tipps behilflich sein.

1. Bewegung verbessert den Blutfluss in den Venen

Bewegung ist das A und O bei Venenschwäche.

Um den Blutfluss zu verbessern und Wassereinlagerungen vorzubeugen hilft vor allem eines: Bewegung. Mit Sport oder Fußgymnastik können Sie die Muskelpumpe in Ihren Waden aktivieren. Hierfür eignen sich beispielsweise Fußkreisen, Wadenbeugen sowie einfache Bewegungen wie Zehen- und Fersenstand im Wechsel. Durch den wechselnden Druck auf die Venen wird der Transport des Blutes in Richtung Herz unterstützt.

Muskelmasse aufbauen: Sportarten, die Ihnen einen straffen Körper bescheren

Frau trainiert mit einem Kettlebell
Beim Crossfit geht es darum, den Körper ganzheitlich zu trainieren. Das wird durch Eigengewicht-Übungen erreicht, aber auch durch Training mit Geräten. Ursprünglich sollte das Workout Polizisten während ihrer Ausbildung fit machen. Mittlerweile ist das funktionelle Training allerdings im Breitensport angelangt. „Crossfit ist ein Mix aus Kraft-, Bodyweight- und Ausdauer-Training. Hinzu kommt der geniale Nebeneffekt, dass du mit dieser speziellen Art des Functional Trainings auch die gewünschten optischen Effekte herbeirufst“, wird Ulrike Glöckner, Trainerin und Crossfit-Athletin, vom Magazin Women‘s Health zitiert. Eine Crossfit-Einheit dauert rund eine Stunde und beinhaltet Aufwärmübungen, ein „Workout of the day“ und Stretching am Ende des Trainings. © Josep Suria/Imago
Frau steht vor verschiedenen Hanteln
Mithilfe von Krafttraining mit Geräten lässt sich effektiv Muskulatur aufbauen. Im Fitnessstudio, aber auch im heimischen Fitnessraum, lässt sich mithilfe von Hanteln, Klimmzugstange, Bauchroller bis Kettlebell ein individuelles Krafttraining absolvieren.  © Sergio Nievas/Imago
Frauen machen Übungen in einem EMS-Studio
EMS steht für Elektromyostimulation oder Elektro-Muskel-Stimulation. Die Muskeln werden hier während spezieller Übungen durch leichte Stromschläge angeregt, zu wachsen. Die EMS kommt ursprünglich aus dem Bereich der Physiotherapie. Therapeuten nutzen die Methode, um nach Verletzungen oder Unfällen Muskulatur gezielt wieder aufzubauen. Aber auch für gesunde Erwachsene kann das Training sinnvoll sein. Wie die Barmer Krankenkasse informiert, ist das EMS-Training im Studio zwar verhältnismäßig teuer. Aber für Menschen, die ihre Muskeln trainieren wollen, aber wenig Zeit haben, sei der Fitness-Trend EMS allein aus Zeitgründen eine interessante Option. „Jede Übung wird intensiviert, effizientes Ganzkörpertraining dauert damit lediglich 15 bis 20 Minuten“, zitiert das Magazin Woman‘s Health den Sportwissenschaftler Dr. Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln. (Symbolbild) © Imago
Frau macht Ballett
Ballett-Workout, auch Barre genannt, ist weit weniger bekannt als der typische Kraftsport am Gerät. Doch der Effekt auf die Muskulatur kann sich sehenlassen. Auch tiefliegende Muskulatur wird gestärkt und gedehnt, positiver Nebeneffekt: eine straffe Silhouette. © Imago
Eine junge Frau macht Dehnungsübungen
Pilates trainiert auch die tiefliegenden Muskeln in Bauch und Rücken. Kontrollierte Bewegungen und viele Eigengewichtübungen machen den Sport für alle Altersgruppen empfehlenswert. Viele sehen in Pilates einen wenig anstrengenden „Frauensport“, was Andy Dalton, Quarterback in der Profi-Liga im American-Football dem Magazin GQ zufolge wie folgt kommentiert: „Du denkst, Pilates sei eher eine Übung für Frauen, dann machst du es einmal und stellst fest, dass diese Mädchen dir in den Arsch treten, weil sie vor allem die kleinen Muskelgruppen trainieren, die Männer nicht immer trainieren.” © Aleksei Isachenko/Imago
Frau und Mann treiben im Park Sport mithilfe eines Sling-Trainers.
Auch das sogenannte Sling-Training eignet sich gut, um gezielt Muskulatur aufzubauen. Mithilfe eines Gurtsystems werden spezielle Übungen gemacht, während derer Sie sich ständig ausbalancieren müssen. Dies stabilisiert nicht nur die großen Muskelgruppen, sondern auch die tiefliegenden.  © Arne Trautmann/PantherMedia/Imago
Frau macht Sport auf der Matte
HIT steht für High Intensity Training, zu deutsch so viel wie hochintensives Training oder Hochintensitätstraining. Die Muskeln werden hier durch kurzes, intensives Workout stark belastet. Die intensiven Reize führen dazu, dass der Körper schnell und effektiv Muskulatur aufbaut, informiert die Barmer Krankenkasse.  © Imago

2. Ernährung: Bunte Gemüsesorten und ausreichend Flüssigkeit fördern die Venengesundheit

Um den Druck auf die Venen zu mindern, hilft es beispielsweise, Übergewicht zu reduzieren. Mit einer gesunden Ernährungsweise, die vor allem – wegen der gesunden Pflanzenstoffe – viel buntes Gemüse und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beinhalten sollte, fördern Sie zusätzlich Ihre Venengesundheit. Da auch erhöhte Blutzuckerwerte den Venen schaden können, kann man mit einer konsequenten Diabetes-Therapie die Schäden ebenfalls in Grenzen halten.

3. Kühles Wasser und belebende Wechselduschen helfen bei Venenschwäche

Eine kühle Umgebung bekommt den Venen gut, da die Gefäße verengt werden, die Venenklappen besser schließen und das Blut so leichter Richtung Herz fließt. Kombinieren Sie am besten Bewegung und kühles Wasser. Dafür eignen sich zum Beispiel Schwimmen oder Wassertreten im Kneippbecken. Zur Vorbeugung oder Linderung von Venenbeschwerden eignen sich außerdem regelmäßige Wechselgüsse in der Dusche. Liegen bei Ihnen jedoch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen der Aterien vor, sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob deartige Anwendungen für Sie sinnvoll sind.

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4. Kompesssionstrümpfe gegen schwere oder angeschwollene Beine

Mithilfe von Reise- oder Sportkniestrümpfen in Kombination mit einem aktiven Lebensstil können leichtere Beschwerden von Venenschwäche meist gelindert werden. Schwellen die Beine trotz allem an und fühlen sie sich schwer an oder schmerzen sogar, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Individuell angepasste Kompressionsstrümpfe aus der Apotheke, wie sie beispielsweise auch gegen Thrombose empfohlen werden, erreichen beispielsweise einen höheren Druck.

5. Pflanzliche Unterstützer lindern Beschwerden und beugen Ödemen vor

Leiden Sie unter einer Venenschwäche, dann können Sie auch auf pflanzliche Helfer setzen. Rosskastanien- und Weinlaubextrakte zum Einnehmen wirken beispielsweise antientzündlich. Nimmt man sie außerdem einige Wochen lang regelmäßig ein, kann man Ödemen damit vorbeugen. Zwar stellen diese keinen Ersatz für Kompressionsstrümpfe dar, sie tragen jedoch gerade in Hitzeperioden zur Linderung von geschwollenen und schweren Beinen bei. Vor einer Einnahme sollten Sie jedoch unbedingt Ihren Hausarzt fragen, ob dies für Sie sinnvoll sein könnte.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Lily Solopova/IMAGO

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