VonKai Hartwigschließen
Ein Hersteller warnt vor seinem Shrimps-Produkt. Wegen eines darin nachgewiesenen Inhaltsstoffs wurde dieses zurückgerufen – da es schwere gesundheitliche Schäden verursachen könnte.
Kassel – Ein Meeresfrüchte-Produkt ist vom Hersteller zurückgerufen worden – ähnlich wie es kürzlich bei einer Ritter-Sport-Schokolade der Fall war. Die Anduronda Import GmbH hat eine Rückrufmitteilung herausgegeben, in der sie sich an die Konsumenten wendet.
| Produktname: | White Tiger Shrimps, geschält, gekocht, glasiert, IQF mit zugesetztem Wasser (Größe 200/300) |
|---|---|
| Hersteller: | Anduronda GmbH Import |
| Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): | 29.05.2025 |
| LOT- Nr.: | VN159V014 |
| Betroffene Bundesländer: | Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz |
Meeresfrüchte-Produkt von dringendem Rückruf betroffen – „krebsauslösender“ Inhaltsstoff nachgewiesen
Die „White Tiger Shrimps, geschält, gekocht, glasiert, IQF mit zugesetztem Wasser“ in der Größe 200/300 sind von dem Rückruf betroffen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat diese Information auf seiner Webseite veröffentlicht. Das Produkt wurde unter anderem in Metro-Filialen angeboten.
Die Mitteilung enthält folgende Information: „Laut Laboruntersuchung ist das Produkt mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 29.05.2025 und der LOT- Nr. VN159V014 als gesundheitsgefährlich (kanzerogen) eingestuft worden.“ Der Grund dafür ist eine „zu hohe Konzentration von AOZ 3-Amino-2-Oxazolidinon“ in den betroffenen Meeresfrüchte-Produkten. Daher „kann eine gesundheitsschädliche Wirkung nicht ausgeschlossen werden“, so der Hersteller.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt an, dass das in den Shrimps gefundene 3-amino-2-oxazolidinon (AOZ) durch die Verwendung von Nitrofuranen entsteht. Das LGL erklärt: „Als Tierarzneimittel werden Nitrofurane, soweit ihre Anwendung nicht verboten ist, insbesondere für die Bekämpfung von Mikroorganismen bei Warmblütern, z. B. bei Schweinen und beim Geflügel, aber auch bei Fischen und in Aquakulturen eingesetzt. Nitrofurane stehen jedoch in Verdacht, krebsauslösend zu sein. Daher sind diese Substanzen in der gesamten EU für die Verwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten.“
Shrimps-Hersteller verspricht: Kunden kriegen ihr Geld zurück
Zuletzt war auch ein Saft von einem Rückruf betroffen, der bei Rewe und Edeka verkauft wurde. Zudem wurde ein Rückruf für Käse erweitert.
Kunden, die die „White Tiger Shrimps“ mit dem genannten MHD erworben haben, werden aufgefordert, das Produkt „unverzüglich zurückzubringen“. Der Kaufpreis wird von der Anduronda Import GmbH zurückerstattet. Auch beim Rückruf einer Kaufland-Wurst bekommen betroffene Kunden ihr Geld zurück.
Rubriklistenbild: © Lars Zahner/Zoonar.com/Imago

