Echtes Rennsportfeeling

„Das ist so anstrengend“: Neue Attraktion in JP Kraemers Automuseum

  • schließen

Seit etwa eineinhalb Jahren hat das PACE-Automuseum von Tuner JP Kraemer in Dortmund geöffnet. Nun kommt eine neue Attraktion dazu.

Im Fernsehen wurde der Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer einst bekannt – mittlerweile ist er längst ein Mega-Star auf YouTube: Sein Kanal „JP Performance GmbH“ hat mehr als 2,4 Millionen Abonnenten (Stand Anfang November 2023). Zuletzt musste der frisch verlobte Dortmunder jedoch einiges an Kritik von seinen Fans einstecken: Sie forderten von JP Kraemer wieder „mehr Auto-Content“. Allerdings ist JP Kraemer längst nicht mehr nur mit Tuning-Videos erfolgreich – unter anderem betreibt er in Dortmund auch sein eigenes Automuseum. Und dort gibt es nun eine neue Attraktion.

„Ich freu’ mich tierisch“: JP Kraemer präsentiert neue Attraktion in seinem Museum

Wie JP Kraemer in einem YouTube-Video (weiter unten zu finden) verkündet hat, können Museumsbesucher sich ab sofort selbst hinter das Lenkrad setzen. „Ich freu’ mich tierisch“, sagt der Tuner. Schon länger hätten sich Besucher über die vielen Steckdosen im Boden eines Museumsraums gewundert – nun also die Auflösung: Der YouTube-Star hat dort Rennsimulatoren installieren lassen, zehn Stück an der Zahl.

Die Idee erklärt JP Kraemer so: Viele der Autos, die sich im Museum bestaunen lassen, könne man nun auch selbst fahren. Platz nehmen dürfen die Gäste in echten Recaro-Sitzen, die auch in realen Rennwagen verbaut werden. Beschleunigung, Bremsen, Kurvenfahrt: All das wird von dem Simulator in dreidimensionale Bewegungen umgesetzt.

Tuner JP Kraemer freut sich über die neue Besucherattraktion in seinem PACE-Museum.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter.

Rennsimulatoren im PACE-Museum: Das kostet eine Fahrt

Ein 15-Minuten-Slot im Simulator kostet 15 Euro. Ausnahme: Man wählt als Strecke die Nordschleife des Nürburgrings. Wer im PACE-Museum die „grüne Hölle“ umrunden möchte, kann aufgrund der Länge der Rennstrecke einen 20-Minuten-Slot buchen – für 18 Euro. Und wem auch das nicht genug ist, der kann einen Doppel-Slot reservieren und 40 Minuten am Stück über die Rennstrecken der Welt brettern. Das allerdings solle man sich gut überlegen, warnt JP Kraemer. Denn bei der Fahrt in den Simulatoren gehe es „wirklich, wirklich zur Sache“. Die Geräte seien sehr „scharf“ eingestellt und das Fahrerlebnis sehr detailgetreu. „Das ist so anstrengend“, betont der Tuner. Die Simulator-Fahrt sei nicht mit dem Spielen mit einem Joypad an einer Videospielkonsole vergleichbar.

Die schnellsten deutschen Autos aller Zeiten: 9ff GT9 rast davon

Apollo IE
Platz 10 – Apollo Intensa Emozione (IE): Auch wenn der Name eher italienisch klingt, ist der Apollo IE ein waschechter Deutscher und der Nachfolger des Gumpert Apollo. Im Vergleich zu seinem Vorgänger von der – inzwischen insolventen – Gumpert Sportwagenmanufaktur ist der IE etwas langsamer: „lediglich“ 335 km/h sind drin. Für die Autobahn und die Rennstrecke sollte das jedoch immer noch ausreichen. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 959 S.
Platz 9 – Porsche 959 S: Der Ende der 1980er-Jahre gebaute Sportwagen ist alles andere als ein altes Eisen. Mit 339 km/h Höchstgeschwindigkeit braucht sich der 515 PS-starke Porsche 959 S auch vor modernen Fahrzeugen nicht verstecken. Den Sprint von null auf 100 legt er in grade einmal 3,7 Sekunden zurück. © Porsche
Porsche 911 GT2 RS
Platz 8 – Porsche 911 GT2 RS: Der 911 ist eine absolute Sportwagen-Ikone. Inzwischen gibt es ihn in unzähligen Varianten. Wer jedoch besonders schnell unterwegs sein will, der greift zum GT2 RS. Der Hardcore-Porsche beschleunigt mit seinen 700 PS in 2,8 Sekunden auf 100 km/h. Erst bei 340 km/h ist Schluss. © Porsche
Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition
Platz 7 – Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition: Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein ganz besonderer Sportwagen zu Ehren des ehemaligen Formel-1-Piloten Sir Stirling Moss (†). Im Vergleich zum regulären SLR McLaren wurde auf ein Dach und eine Windschutzscheibe verzichtet. Optisch lehnt sich der Supersportwagen an den 300 SLR von 1955 an. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h ist er jedoch deutlich schneller. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 918 Spyder
Platz 6 – Porsche 918 Spyder: Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 351,5 km/h hat es auch der Porsche 918 Spyder in die Top 10 der schnellsten deutschen Autos geschafft. Zwischen 2013 und 2015 wurde der Sportwagen 955 Mal gebaut. Die legendäre Nordschleife umrundete er in 6:57.00 Minuten. © Porsche
Mercedes-AMG One
Platz 5 – Mercedes-AMG ONE: Das Hypercar wurde 2017 auf der IAA in Frankfurt als „Project One“ vorgestellt und sollte ab 2019 in Serie gehen. Erst drei Jahre später rollte der Mercedes-AMG ONE zu den Kunden, die sich auf Formel-1-Technologie und 352 km/h Topspeed freuen dürfen.  © Mercedes-Benz AG
RUF CTR Anniversary
Platz 4 – Ruf CTR Anniversary: Sieht aus wie ein Porsche 911 (Baureihe 964), ist aber keiner. Zumindest nicht ganz. Denn der CTR Anniversary ist das erste Auto, das Ruf selbst entwickelt hat. Angetrieben wird der Sportwagen aus Pfaffenhausen von einem Sechs-Zylinder-Boxermotor mit 710 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 360 km/h. Für den Sprint von null auf Tempo 100 braucht der auf 50 Exemplare limitierte Sportwagen 3,5 Sekunden. © Sebastian Geisler/Imago
Gumpert Apollo
Platz 3 – Gumpert Apollo: Der Sportwagen von Ex-Audi-Motorsport-Chef Roland Gumpert wurde von 2005 bis 2016 in vier verschiedenen Versionen angeboten und war sowohl für Straße als auch die Rennstrecke zugelassen. In den Top-Versionen Apollo (650 PS) und Apollo S (750 PS) lag die Höchstgeschwindigkeit bei 360 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
RUF CTR3 Clubsport.
Platz 2 – Ruf CTR3 (Clubsport): Wie der CTR Anniversary handelt es sich auch beim CTR3 (Clubsport) um eine Eigenentwicklung im Porsche-Look. Der 777 PS-starke Sechszylinder-Boxer peitscht den Sportwagen auf bis zu 380 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
9ff GT9 Vmax
Platz 1 – 9ff GT9 Vmax: Auch von der Spitzenposition grüßt ein aufgemotzter Porsche 911 von der Dortmunder Firma 9ff. Angetrieben wird der Sportwagen von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 1.400 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 437 km/h. Doch auch der "normale“ 9ff GT9 (409 km/h) und der GT9-R (414 km/h) sind kaum langsamer. © Sebastian Geisler/Imago

Buchbar sind auch Gruppen-Slots, beispielsweise für Rennen gegen Kollegen. Die Rennen sind nicht nur auf den Bildschirmen der einzelnen Simulatoren zu sehen, sondern werden zusätzlich auf einer großen Videowand übertragen – auch die Ergebnisse und Bestenlisten sind dort zu sehen. JP Kraemer beschreibt die neuen Simulatoren als einen weiteren Schritt, um einen Besuch in seinem Museum abzurunden: „Du kannst essen, du kannst Autos gucken, du kannst fahren.“ Weitere Attraktionen seien bereits in Planung.

Rubriklistenbild: © YouTube (JP Performance GmbH)

Kommentare