Aldi, Lidl, Rewe und Co.

Einkaufswagen ohne Münzen? Smarte Alternative könnte bald alle Kunden betreffen

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Der Einkaufswagen ist aus Supermärkten und Discountern nicht mehr wegzudenken. Künftig könnte eine digitale Neuerung die klassische Münze überflüssig machen.

München – Ob Obst und Gemüse oder schwere Getränkekisten – im Einkaufswagen beim Supermarkt oder Discounter finden zahlreiche Lebensmittel Platz. Gerade bei größeren Einkäufen wird er gern genutzt. Aus dem Regal zur Kasse oder zum Auto können die Lebensmittel so ganz einfach transportiert werden.

Um den Einkaufswagen nutzen zu können, benötigen Kunden bei Aldi, Lidl, Rewe und der Konkurrenz meist einen Kunststoff-Chip oder Münzgeld. Doch damit könnte künftig Schluss sein. Auf Verbraucher kommt wohl eine gravierende Neuerung zu.

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Ohne Münze – Einkaufswagen der Zukunft?

Denn wie in vielen Bereichen des Alltags schreitet auch im Supermarkt die Digitalisierung voran. Der Einkaufswagen-Hersteller Wanzl arbeitet seit Jahren an einer smarten Lösung, berichtete das Verbrauchermagazin Chip.de. Offenbar mit Erfolg: Der sogenannte Smart-Trolley soll es ermöglichen, Einkaufswagen digital zu entsperren – mit dem Smartphone oder der Smartwatch.

Wanzl
Branche:Hersteller von Einkaufswagen und Gepäcktransportwagen
Sitz:Leipheim (Bayern)
Geschäftsführer:Klaus Meier-Kortwig

Doch wie soll das funktionieren? Zum Entsperren müssen Kunden die App des jeweiligen Supermarktes oder Discounters auf ihr Smartphone laden. In einem nächsten Schritt muss nur noch das Handy über das digitale Pfandschloss gehalten werden, per NFC oder Bluetooth wird der Einkaufswagen dann entsperrt, hieß es weiter. Damit wäre die herkömmliche Münze überflüssig.

Ein Unternehmen arbeitet an einem smarten Einkaufswagen. Damit wäre die klassische Münze überflüssig.

Einkaufswagen bald ohne Münze? Unternehmen arbeitet an „Hybridlösung“

Ältere Menschen oder diejenigen, die sich keine Supermarkt-App herunterladen möchten, dürften dem neuen Konzept skeptisch gegenüber stehen. Kann der Einkaufswagen dann ausschließlich über eine App entriegelt werden?

Wanzl arbeite zumindest an einer „Hybridlösung aus konventionellem Münz- und digitalem Pfandschloss“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Mit Testphasen solle man zunächst „erste Markterfahrungen sammeln und schauen, wie das insgesamt ankommt“, erklärte ein Mitarbeiter des Unternehmens gegenüber Chip.de.

Smarter Einkaufswagen: Wann kommt er nach Deutschland?

Für den ein oder anderen dürfte das neue System aber durchaus interessant sein, da man sich die lästige Suche nach Kleingeld oder einem passenden Chip spart. Bis es aber auch in Deutschland den smarten Einkaufswagen gibt, dürfte es noch etwas dauern. „Generell schreitet die Digitalisierung im Einzelhandel zwar mit großen Schritten voran, aber gerade in Deutschland dauert die vollständige Transformation sicherlich noch einige Zeit“, schrieb Wanzl.

Bei Aldi werden inzwischen besondere Verkaufsterminals eingesetzt. In Bayern testete Rewe bereits ein neues Supermarkt-Konzept ohne Kassierer. Hier können Kunden an sieben Tagen die Woche für 24 Stunden einkaufen. (kas)

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/imago

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