Verbraucher

Digitale Währung: Sparkasse plant wohl neues Angebot

+
Ein mögliches neues Service-Angebot der Sparkassen könnte einige Kunden freuen.
  • schließen

Derzeit bereitet die Sparkasse die Einführung eines neuen Angebots vor. Es geht um die Verwahrung digitaler Währungen.

Kassel – Immer mehr Banken beantragen eine Lizenz für das Geschäft mit Digitalwährungen. Nun auch die Sparkassen. Die Deka-Bank (Wertpapiergesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe) hat solch eine Lizenz zum Verwahren von digitalen Vermögenswerten angefordert, das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Diese Lizenzen werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erteilt. Sie sind seit dem 1. Januar 2020 auch notwendig, um Digitalwährungen wie Bitcoins, Ethereum und Co. für Kunden aufzubewahren und um sie zu handeln.

Eine Kryptoverwahr-Lizenz dürfte für Kunden eine erfreuliche Nachricht sein. Denn das bedeutet, dass ihre möglichen Einlagen nach den Standards der Finanzaufseher sicher sind.

Es gibt mittlerweile mehr als 20.000 Kryptowährungen. Das sind die fünf größten Digitalwährungen nach Marktkapitalisierung 2023:

  • Platz 1: Bitcoin (BTC). Die Marktkapitalisierung der ältesten Kryptowährung beträgt, trotz Kursverlusten im vergangenen Jahr, derzeit 443,5 Milliarden Dollar.
  • Platz 2: Ethereum (ETH). Ether ist ein dezentrales Blockchain-System, das eine eigene Kryptowährung besitzt.
  • Platz 3: Tether (USDT). Wie die USD Coin handelt es sich bei Tehter um einen Stablecoin, der an den Kurs des US-Dollars gebunden ist.
  • Platz 4: Binance Coin (BNB). Der Binance Coin wurde geschaffen, um die eigene Kryptowährungsplattform zu unterstützen
  • Platz 5: USD Coin (USDC). Die Kryptowährung USD Coin ist an den Kurs des US-Dollars gebunden, was den Kurs der Digitalwährung weitgehend stabil hält
  • Quellen: Wirtschaftswoche, Coinmarketcap.com

Sparkasse beantragt Lizenz: Zahlreiche Banken planen Verwahrung von digitaler Währung

Chip.de zufolge haben sowohl die Commerzbank als auch die Deutsche Bank bereits vor längerer Zeit Anträge gestellt und warten noch auf die Erlaubnis der Bafin. Welche Angebote die Deka mit der neuen Lizenz umsetzen möchte, ist derzeit noch unklar. In der Pressemitteilung hieß es, dass sie „ihren institutionellen Kunden die Verwahrung von digitalen Assets anbieten“ möchte. „Digitale Assets sind ein Schlüsselfaktor, um die Deka und die Sparkassen beim Wertpapiergeschäft wettbewerbsfähig zu halten“, sagte Martin K. Müller, Vorstandsmitglied der Deka-Bank, laut der Mitteilung.

Ob auch die regulären Sparkassen Krypto-Ambitionen verfolgen, ist aber noch unklar. Auf ihrer Website informieren sie über Risiken und Zukunft der Digitalwährungen. Aus den Führungsriegen waren bislang jedoch eher ablehnende Töne zur Digitalwährung zu vernehmen.

Die Sparkasse sah bisher komplexen Herausforderungen und Änderungen entgegen: Der Kampf gegen den endgültigen Abschied ihrer Filialen, die Einführung der Kontoführungsgebühr und der Unmut der zahlreichen Sparkassen-Kunden über die begrenzte Möglichkeit der Bargeldabhebung. Um den negativen Schlagzeilen entgegenzuwirken, entwickelten die deutschen Sparkassen bereits ein neues Service-Angebot - das mögliche neue Angebot der Digitalwährung könnte das Interesse ihrer Kundinnen und Kunden wieder wecken. (Vivian Werg)

Kommentare