ADAC freut sich

Spritpreise: Diesel und Benzin werden wieder günstiger

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Die Spritpreise in Deutschland werden wieder günstiger. Der ADAC ist erfreut, sieht aber weiteres Potenzial für Preissenkungen.

Wer in Deutschland sein Auto tankt, der muss tief in die Tasche greifen – insbesondere im Vergleich mit den europäischen Nachbarstaaten sind Diesel und Benzin deutlich teurer. Doch es gibt gute Nachrichten, seit einigen Wochen sinken die Spritpreise erheblich. Dieser Trend hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt.

Die Preise für den Liter Diesel sind laut ADAC um 9,6 Cent gefallen. Im bundesweiten Durchschnitt wurden somit 2,021 Euro fällig. Auch der Liter Super E10 ist erneut günstiger geworden und kostete im Schnitt 1,91 Euro – ein Minus von 3,5 Cent. Trotz des stärkeren Preisrückgangs kostete Diesel damit immer noch elf Cent mehr, obwohl gut 20 Cent weniger Steuern anfallen.

Diesel und Benzin sind erneut günstiger geworden.

Spritpreise: Diesel und Benzin werden immer günstiger

Aus Sicht des ADAC geht die Entwicklung der Spritpreise dennoch in die richtige Richtung, von einer Normalisierung könne jedoch noch nicht die Rede sein. „Nach wie vor ist das Preisniveau an den Tankstellen angesichts der rückläufigen Rohölnotierungen um einiges zu hoch und das Potenzial für Preissenkungen erheblich“, betont der Automobilklub.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

Kritik gab es vonseiten des Automobilklubs zuletzt vor allem wegen der deutlichen Preisunterschiede zwischen den Bundesländern. Insbesondere in Bayern zahlen Autofahrer an den Tankstellen deutlich mehr für Diesel und Benzin als im Norden Deutschlands. Entsprechend ruft der ADAC auch weiterhin dazu auf, sich über die aktuellen Preise im näheren Umkreis informieren und dann gezielt die günstigste Tankstelle anzusteuern.

Spritpreise: Preisbewusstes Tanken fördert Wettbewerb

Wer die Spritpreise für Diesel und Benzin vergleichen will, kann dabei auf verschiedene Apps fürs Smartphone zurückgreifen. Zudem macht es Sinn, in den Abendstunden zu tanken, so lassen sich nach aktuellen ADAC Auswertungen im Schnitt zwölf Cent gegenüber den Morgenstunden sparen.

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Wer zusätzlich sparen will, sollte unter der Woche tanken, dann sind Diesel und Benzin meist billiger als am Wochenende. Ein längerer Umweg zur günstigsten Tankstelle lohnt sich indes kaum. Preisbewusstes Tankverhalten fördert außerdem den Wettbewerb und kann daher auch zu einer Preissenkung beitragen.

Rubriklistenbild: © Olaf Schuelke/Imago

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