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BMW 7er darf autonom fahren: Mit bis zu 60 km/h auf der Autobahn und in der Stadt

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Nach Mercedes darf auch BMW autonome Luxusautos anbieten. Der 7er soll alleine bis zu 60 km/h fahren dürfen. Auch der Starttermin steht schon fest.

Die Autoindustrie befindet sich mitten im größten Umbruch ihrer Geschichte. Der Verbrenner hat ausgedient und wird durch Elektroautos ersetzt. Und auch der Fahrer soll in Zukunft obsolet sein. Stattdessen rollen die Autos eigenständig von A nach B. Wie das geht demonstriert Mercedes mit seinem Drive Pilot und auch BMW will jetzt selbstfahrende Autos verkaufen.

„Wir haben vom Kraftfahrt-Bundesamt die Zulassung, in Deutschland automatisiertes Fahren der Stufe 3 anzubieten“, sagte BMW-Bereichsleiter Nicolai Martin dem Handelsblatt am Dienstag. „Das System wird noch in diesem Jahr in der Siebener-Reihe eingeführt.“

BMW 7er fährt voll autonom: Fahrer „darf Videos schauen oder E-Mails beantworten“

Beim hochautomatisierten Fahren Level 3 kann der Fahrer das Fahren zeitweise dem Computer überlassen. Anders als bei Teslas „Full Self-Driving“ oder ähnlichen Fahrassistenten muss er weder die Hände am Lenkrad haben, noch auf die Straße schauen. Er „darf Videos schauen oder E-Mails beantworten“, erklärte Martin.

Der BMW 7er darf mit bis zu 60 km/h autonom fahren. Der Fahrer kann dann beispielsweise Bundesliga gucken. (Symbolbild)

Ein kurzes Nickerchen ist allerdings nicht drin, denn der Fahrer muss jederzeit innerhalb weniger Sekunden das Steuer wieder übernehmen können, sobald der Computer ihn dazu auffordert. Die Systeme von Mercedes und BMW sind in Deutschland auf Autobahnen in Staus oder bei dichtem Verkehr bis Tempo 60 zugelassen. Bei einem Unfall haften die Hersteller.

Top 10: Das sind die beliebtesten Dienstwagen der Deutschen

Ein Polestar 2
Platz 10 – Polestar 2 (1,33 %): Nur ein reines Elektroauto hat es in die Top 10 der beliebtesten Dienstwagen der Deutschen des Jahres 2022 geschafft – von einer relativ jungen Marke: der Polestar 2. Neben der Tatsache, dass es sich um einen Stromer handelt, ist auch die Karosserieform im Dienstwagen-Ranking außergewöhnlich: Es handelt sich weder um ein SUV und noch einen Kombi. © Polestar
Ein VW Golf Variant
Platz 9 – VW Golf Variant (1,35 %): Während viele Autokäufer inzwischen lieber zum SUV greifen, stehen Kombis bei Dienstwagenfahrern noch immer hoch im Kurs. Den neunten Platz im Ranking belegt daher die „praktische“ Version des VW Golf mit dem Namenszusatz „Variant“. © VW
Ein Skoda Kodiaq
Platz 8 – Skoda Kodiaq (1,52 %): Lange Zeit waren Dienstwagen eine nahezu reine Kombi-Domäne – doch auch hier haben sich die Zeiten geändert. Den achten Rang hat sich der Skoda Kodiaq gesichert, der seit dem Jahr 2017 auf dem Markt ist. © Skoda/Hans-Dieter Seufert
Ein Seat Leon Sports Tourer
Platz 7 – Seat Leon Sports Tourer (1,53 %): Nach dem Golf Variant und dem Skoda Kodiaq ist der Seat Leon Sports Tourer auf Platz 7 im Dienstwagen-Ranking bereits das dritte Fahrzeug aus dem VW-Konzern. Der spanische Kompaktwagen kam 1999 auf den Markt – inzwischen wird er in der vierten Generation produziert. © Seat
Ein Opel Insignia Sports Tourer
Platz 6 – Opel Insignia Sports Tourer (1,55 %): Der einzige Opel in der Top-10-Liste der Dienstwagen rangiert auf dem sechsten Platz. Es dürfte übrigens das letzte Mal gewesen sein, dass der Name Insignia in dem Ranking auftaucht: Die Baureihe der Rüsselsheimer wird eingestellt. Angeblich arbeitet man aber schon an einem Nachfolger im selben Segment. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Skoda Octavia
Platz 5 – Skoda Octavia Combi (2,04 %): Ein weiteres Fahrzeug aus dem VW-Konzern sichert sich den fünften Rang im Dienstwagen-Ranking. Der Octavia kam 1996 auf den Markt, inzwischen wird die vierte Generation des tschechischen Mittelklasse-Wagens gebaut. © Skoda
Ein Skoda Superb Combi
Platz 4 – Skoda Superb Combi (2,07 %): Der Superb rangiert nicht nur in der Positionierung eine Klasse über dem Octavia – sondern auch einen Platz im Dienstwagen-Ranking. Seit 2001 wird der Superb bereits produziert, inzwischen ist die dritte Generation auf dem Markt. © Skoda
Ein Ford Kuga
Platz 3 – Ford Kuga (2,91 %): Zwei SUV haben es unter die zehn beliebtesten Dienstwagen der Deutschen im Jahr 2022 geschafft: eines davon immerhin auf Rang drei – der Ford Kuga. Inzwischen ist bereits die dritte Generation des im Jahr 2008 in Produktion gegangenen Kompakt-SUV auf dem Markt © Ford
Ein Ford Focus Turnier
Platz 2 – Ford Focus Turnier (3,38 %): Auch auf dem zweiten Platz der Dienstwagen-Rangliste hält weiter ein Vertreter der Kombi-Gattung die Stellung. Das große Plus beim Turnier ist der geräumige Fond. Smartes Extra: Beim Öffnen der Seitentüren schmiegt sich ein beweglicher Gummischutz automatisch um den am meisten exponierten Teil der Türblechkante, was Lackschäden in engen Parklücken verhindern soll. Bald müssen sich Dienstwagenfahrer aber anderweitig umschauen: Die Produktion des Ford Focus endet im Jahr 2025. © Ford
Ein VW Passat Variant
Platz 1 – VW Passat Variant (5,47 %): Auch wenn viele Familien inzwischen lieber zum SUV greifen – bei den Dienstwagen ist mit dem VW Passat Variant immer noch ein Kombi König. Fragt sich nur: wie lange noch? © Volkswagen

BMW fährt autonom bis zu 60 km/h: Tempo soll langfristig auf 130 km/h steigen

Perspektivisch sollen die Systeme sogar bis zu 130 km/h erlaubt sein. Mercedes möchte die Geschwindigkeit bis Ende 2024 zumindest auf 90 km/h erhöhen, schreibt das Handelsblatt. BMW nennt keinen Zeitplan. Und auch was Namen und Preis des Systems angeht, hüllen sich die Münchner noch in Schweigen. Die Kosten sollen aber etwa auf dem Niveau von Mercedes liegen. Genauere Informationen soll es im November geben, wie BMW dem Portal Golem erklärte.

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BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hatte sich noch im Januar in Las Vegas noch skeptisch bezüglich der Marktaussichten geäußert: Ein Level-3-System, das sich bei Regen, Nebel, im Tunnel und im Dunkeln ständig abschaltet, „kauft kein Kunde“, sagte er. Inzwischen scheint er zuversichtlicher zu sein, wohl auch weil der 5er als erstes Auto eine Zulassung für teilautomatisiertes Fahren bis 130 km/h auf Autobahnen in Deutschland erhalten hat. Auch hier darf der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen, muss den Verkehr aber im Auge behalten. Im August bekam auch der Ford Mustang Mach-E eine Zulassung für teilautomatisiertes Fahren bis 130 km/h auf Autobahnen in Deutschland. (Mit Material der dpa)

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