Stauden umpflanzen

Tipps vom Experten: Warum die Blütezeit beim Umpflanzen von Stauden so wichtig ist

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Sie möchten Ihren Staudengarten umgestalten? Es gibt einiges zu beachten. Wir zeigen, wie und wann Sie Stauden und Sträucher richtig umpflanzen.

Das Wohn- oder Esszimmer umzustellen, ist leicht – im Garten sind Veränderungen dagegen deutlich aufwändiger. Sie müssen die richtige Jahreszeit abwarten, einen neuen Platz für Stauden und Co. suchen und vieles mehr: Wir zeigen, was es zu beachten gilt, wenn Sie Ihren Garten umgestalten und Pflanzen umsetzen wollen.

Staudengarten umgestalten: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Stauden wie Taglilien pflanzt man am besten im Frühjahr oder nach der Blüte im Spätsommer um.

Wurzeln und Blüten zu bilden, kostet Pflanzen Energie. Setzt man Sträucher oder Stauden im Frühjahr um, kann die Blüte ausbleiben. Die Pflanze steckt dann nämlich ihre ganze Kraft in die Wurzelbildung. Daher empfiehlt es sich, das Staudenbeet im Herbst umzugestalten. Trägt die Pflanze in einer anderen Jahreszeit Blüte, etwa im Herbst, sollte sie im Frühjahr an einen anderen Standort versetzt werden. 

Vor der Umsetzung: Pflanzen zurückschneiden

Oftmals werden Stauden oder Sträucher umgepflanzt, wenn sie zu viel Raum einnehmen. Dann können Sie die Arbeit aufteilen. Sommerblüher bearbeiten Sie im Herbst, herbstblühende Stauden im Frühjahr. Bevor Sie die Stauden oder Sträucher jedoch ausgraben, sollten Sie sie zurückschneiden. Das hat zwei Gründe:

  • Die Staude oder der Strauch lassen sich leichter ausgraben.

  • Der Energiebedarf der Pflanze verringert sich.

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Beim Umpflanzen verletzen Sie unweigerlich einige Pflanzenwurzeln. Dadurch kann die Pflanze weniger Nährstoffe aus der Erde ziehen. Werden einzelne Triebe und Äste gekürzt, entsteht kein Nährstoffmangel. Verwenden Sie geeignete Handgeräte (werblicher Link), wie eine scharfe Gartenschere. Das minimiert das Verletzungsrisiko.

Stauden und Sträucher ausgraben

Sind die Pflanzen zurückgeschnitten, können Sie sie ausgraben. Ein paar Wurzeln zu verletzen, lässt sich nicht vermeiden. Trotzdem sollten Sie vorsichtig vorgehen, um Ihre Pflanzen nicht unnötig zu schwächen. Versuchen Sie, möglichst den gesamten Wurzelballen auszugraben. Welche Gartenwerkzeuge Sie verwenden sollten? Je nach Pflanzengröße einen Spaten und eine kleine Gartenschaufel. 

Mit zwölf Stauden durch das Jahr: Dank ihnen blüht es im Garten jeden Monat

Lenzrose (Helleborus orientalis) im Schnee
Den Neujahrsstart legt die Lenzrose (Helleborus orientalis) hin, in Altrosé oder Rottönen. © imagebroker/Imago
Ein fliederfarben blühendes Vorfrühlings-Alpenveilchen
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) zeigt seine Blüten schon im Februar. Die Staude kann man aber das ganze Jahr über pflanzen. © imagebroker/Imago
Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) im Steingarten
Das wintergrüne Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) sorgt in Steingärten ab März für Farbe. © McPHOTO/Imago
Eine gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium)
Ab April ist die robuste, pfelgeleichte Elfenblume (Epimedium) in bester Blühlaune. © blickwinkel/Imago
Pinkfarbenes Tränendes Herz (Dicentra)
Im Mai macht das Tränende Herz (Dicentra) mit weißen oder pinken Blüten auf sich aufmerksam.  © imagebroker/Imago
Rot blühende Indianernessel (Monarda)
Die Indianernessel (Monarda) reckt ihre frechen Blütenköpfe ab Juni in die Höhe.  © blickwinkel/Imago
Ein weiß-rosa und ein pink blühender Phlox
Ein Klassiker, der aber viele Farbvarianten parat hat: Die Flammenblume (Phlox paniculata) blüht ab Juli. © imagebroker/Imago
Eine rosafarbene Herbst-Anemone (Anemone japonica)
Die Herbst-Anemone (Anemone japonica) fängt im Spätsommer in Pastellfarben an zu blühen. © agefotostock/Imago
Blau blühende Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii)
Die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) blüht ab September recht spät im Jahr, dafür aber üppig. © Panthermedia/Imago
Blühende Oktober-Silberkerze (Actaea simplex)
Die Oktober-Silberkerze (Actaea simplex) verschönert den Garten mit ihren weißen Rispen im Herbst. © agefotostock/Imago
Drei Blüten des Storchschnabel Rozanne
Der Storchschnabel ‚Rozanne‘ blüht bis in den November. © McPHOTO/Imago
Blühende Christrose
Sie blüht nicht bunt, sondern weiß, aber immerhin im Dezember: die Christrose (Helleborus niger). © Gottfried Czepluch/Imago

Ein neuer Platz im Staudenbeet oder lieber zwischenlagern?

Gibt es bereits einen neuen Platz für Ihre Staude oder Ihren Strauch? Optimal. Sonst können Sie die Pflanzen umtopfen und in einem Kübel zwischenlagern. 

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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