Winterpflanzen

Die idealen Pflanzen für den Winter: Stechpalmen bringen Farbe in den Garten

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Europäische Stechpalme, amerikanische Winterbeere und japanische Stechpalme sorgen auch in der kalten Jahreszeit für bunte Farbtupfer in Ihrem Garten.

Viele Gärten wirken im Winter farblos. Bäume verlieren ihre Blätter, Blumen ihre Blüten – doch mit Stechpalmen durchbrechen Sie die Tristesse. Bunte Früchte und besondere Formen lassen Ihren Garten während der kalten Jahreszeit aufblühen. 

Stechpalmen: Europäisch, amerikanisch oder japanisch?

Schön anzusehen und auch schön stachelig – Stechpalmen (lat. Ilex). Dabei umfasst die Gattung „Ilex“ etwa 400 bis 600 unterschiedliche Pflanzenarten.

Die Stechpalme ist eine internationale Pflanze, betrachtet man die verschiedenen Namen: Es gibt die europäische Stechpalme, die amerikanische Stechpalme oder auch die japanische Stechpalme. Sie sehen sich ähnlich, haben aber unterschiedliche Blattformen. Manche sind immergrün, andere werfen das Laub im Herbst ab. Eins verbindet sie alle: Stechpalmen bringen Farbe in den Garten (werblicher Link). Außerdem benötigen Sie in den meisten Fällen je eine weibliche und eine männliche Pflanze. Ansonsten bildet die weibliche Stechpalme keine Früchte aus. Übrigens: Unter dem wissenschaftlichen Namen „Ilex“ finden Sie alle Pflanzen, die zur Gattung der Stechpalmen gehören.

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Die europäische Stechpalme: immergrüne Blätter und rote Beerenfrüchte

Die heimische Stechpalme kommt mit dem hiesigen Klima gut zurecht. In der Adventszeit wirkt die Farbkombination festlich: Die immergrünen Blätter und roten Beeren versprühen Weihnachtsstimmung. Die Früchte reifen im November und bieten Vögeln Nahrung. Vorsicht: Für Menschen sind die kleinen Kügelchen giftig. 

Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) ist auch in Deutschland heimisch.

Variationen der klassischen europäischen Stechpalme sind:

  • Alaska
  • J.C. van Tol (selbstbefruchtend)
  • Heckenzwerg

Insbesondere die selbstbefruchtende J.C. van Tol ist sehr beliebt, da ihre Blätter kaum Dornen besitzen.

Die amerikanische Winterbeere: ein roter Farbklecks im Garten

Früher Frost gefällt ihr nicht: Die Amerikanische Winterbeere (Ilex verticillata) verliert ihr Laub im Winter und trägt dann nur noch die roten Beeren. Foto: Marion Nickig

Im Gegensatz zur europäischen Stechpalme verliert die Winterbeere ihre Blätter. Dadurch stechen die roten Beeren hervor. Wegen der speziellen Farbgebung nennt man diese Stechpalme auch Korallenhülse. Die Blätter haben einen helleren Grünton und laufen spitz zu. Variationen amerikanischen Winterbeere sind:

  • Red Couple 
  • Afterglow
  • Winter Red

Zwar verlieren die Winterbeeren im Winter ihre Blätter, doch das Laub färbt sich zuvor in ein angenehmes orangebraun – ein farbenfroher Blickfang.

Mit zwölf Stauden durch das Jahr: Dank ihnen blüht es im Garten jeden Monat

Lenzrose (Helleborus orientalis) im Schnee
Den Neujahrsstart legt die Lenzrose (Helleborus orientalis) hin, in Altrosé oder Rottönen. © imagebroker/Imago
Ein fliederfarben blühendes Vorfrühlings-Alpenveilchen
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) zeigt seine Blüten schon im Februar. Die Staude kann man aber das ganze Jahr über pflanzen. © imagebroker/Imago
Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) im Steingarten
Das wintergrüne Zwerg-Felsenblümchen (Draba bruniifolia) sorgt in Steingärten ab März für Farbe. © McPHOTO/Imago
Eine gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium)
Ab April ist die robuste, pfelgeleichte Elfenblume (Epimedium) in bester Blühlaune. © blickwinkel/Imago
Pinkfarbenes Tränendes Herz (Dicentra)
Im Mai macht das Tränende Herz (Dicentra) mit weißen oder pinken Blüten auf sich aufmerksam.  © imagebroker/Imago
Rot blühende Indianernessel (Monarda)
Die Indianernessel (Monarda) reckt ihre frechen Blütenköpfe ab Juni in die Höhe.  © blickwinkel/Imago
Ein weiß-rosa und ein pink blühender Phlox
Ein Klassiker, der aber viele Farbvarianten parat hat: Die Flammenblume (Phlox paniculata) blüht ab Juli. © imagebroker/Imago
Eine rosafarbene Herbst-Anemone (Anemone japonica)
Die Herbst-Anemone (Anemone japonica) fängt im Spätsommer in Pastellfarben an zu blühen. © agefotostock/Imago
Blau blühende Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii)
Die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) blüht ab September recht spät im Jahr, dafür aber üppig. © Panthermedia/Imago
Blühende Oktober-Silberkerze (Actaea simplex)
Die Oktober-Silberkerze (Actaea simplex) verschönert den Garten mit ihren weißen Rispen im Herbst. © agefotostock/Imago
Drei Blüten des Storchschnabel Rozanne
Der Storchschnabel ‚Rozanne‘ blüht bis in den November. © McPHOTO/Imago
Blühende Christrose
Sie blüht nicht bunt, sondern weiß, aber immerhin im Dezember: die Christrose (Helleborus niger). © Gottfried Czepluch/Imago

Die japanische Stechpalme: immergrüne Blätter und schwarze Beeren

Die Blätter der japanischen Stechpalme sind kleiner als die der anderen beiden Arten. Dadurch fallen die schwarzen Beerenfrüchte mehr auf. Auch diese Stechpalme zählt zu den winterharten Sträuchern und bringt in der dunklen Jahreszeit Farbe in den Garten. In letzter Zeit sorgt ihre Ähnlichkeit mit Buchsbäumen für erhöhte Nachfrage bei Gärtnern. Interessante Variationen sind:

  • Dark Green
  • Caroline Upright
  • Green Hedge

Falls Sie eine ähnliche Pflanze suchen, schauen Sie sich mal die kahle Winterbeere an. Sie wird auch Tintenbeere genannt und besitzt ebenfalls kleine Blätter und dunkle Beeren. 

Rubriklistenbild: © picture alliance:dpa | Oliver Berg

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