Auf Nahrungssuche

Vögel in den Garten locken: Amseln sind verrückt nach Beeren vom Efeu

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Es gibt einige Vögel, die auch im Winter hier bleiben und nicht wegfliegen. Um diese in den Garten zu locken, braucht es nur ein paar Pflanzen, die ihnen als Nahrung dienen.

Es ist wie Musik in den Ohren, das Gezwitscher von Vögeln im heimischen Grün zu hören, wenn die Tage wieder nass und kälter werden. Diese durchdringt die triste Stille und sorgt laut Studien sogar für bessere Stimmung. Daher ist es von Gartenfreunden nur schlau, wenn sie Vögel zu sich ins heimische Grün locken. Schließlich gibt es einige, darunter etwa die Amsel, die nicht im Herbst aufbrechen und gen Süden in wärmere Gefilde ziehen.

Vögel in den Garten locken: Amseln sind verrückt nach Beeren vom Efeu

Amsel verzehren liebend gern Efeu-Beeren.

Vögel, die hier bleiben, sind daher bei den kargen Bedingungen auf Nahrungssuche auf uns angewiesen. Wer ihnen entgegenkommt, hat bald ein wahres Vogelparadies bei sich im Garten. Einerseits können Sie Futterhäuschen aufstellen oder Meisenknödel aufhängen, andererseits reichen bereits heimische Sträucher aus, um den Gartenbewohnern über die kalte Jahreszeit zu helfen. Darin spielen und verstecken sich die Vögel gerne und finden auch ihre Beute: Spinnen, Insekten, Raupen oder Larven sowie Beeren.

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Hinzu kommt, dass heimische Pflanzen besser an unser Klima und die Bodenverhältnisse angepasst sind, weiß das Wissenschaftsmagazin Geo. Das heißt, sie liefern auch genau das für die dort lebenden Tiere gerechte Futter. Zu den vogelfreundlichen Sträuchern gehören laut dem Naturschutzbund (NABU) folgende:

  • Eberesche
  • Sanddorn
  • Schwarzdorn (Schlehe)
  • Feuerdorn
  • Schneeball
  • Kornelkirsche
  • Pfaffenhütchen
  • Felsenbirne
  • Efeu

Zugvögel: Zehn Arten, die im Herbst in den Süden ziehen

Ein Wespenbussard auf einem Baumstumpf.
Der Wespenbussard gehört zu den Greifvögeln. Er überwintert in Afrika.  © Reiner Bernhardt/Imago
Weißstörche (Ciconia ciconia) in Griechenland.
Der Weißstorch ist einer der bekanntesten Zugvögel des Landes.  © Leonidas Tzekas/Imago
Ein Kranich (Grus grus) in seinem natürlichen Lebensraum.
Schmalfrontzieher wie der Kranich haben klar abgegrenzte Zugrouten.  © Bernd Lamm/Imago
Ein Kuckuck (Cuculus canorus), der auf einem Ast sitzt.
Der Kuckuck gehört mit den 8.000 und 12.000 Kilometern, die er hin und zurück fliegt, zu den Langstreckenziehern unter den Zugvögeln.  © R. Mueller/Imago
Ein Mauersegler in der Luft.
Auch wenn der Mauersegler den Schwalben ähnlich sieht, so ist er nicht mit ihnen verwandt.  © Stock&people/Imago
Eine Nahaufnahme einer Singdrossel.
Die Singdrossel ist klein, legt aber weite Strecken zurück.  © Imago
Ein Fitis auf einem Zweig.
Der Fitis ist ein Zugvogel, der südlich der Sahara überwintert und somit mehrere tausend Kilometer nur für einen Weg zurücklegt. © R. Martin/Imago
Eine Nachtigall (Luscinia megarhynchos) in einem Baum.
Die Nachtigall gehört zu den Sperlingsvögeln und überwintert in Afrika, nördlich des Äquators. © Christian Naumann/Imago
Eine Feldlerche, die in einem Weizenfeld sitzt.
Die Feldlerche gehört zu den Kurzstreckenziehern und überwintert in Spanien oder Südfrankreich. © M. Kuehn/Imago
Ein brütender Kiebitz.
Der Kiebitz zählt zu den Kurzstreckenziehern, die nur in den Mittelmeerraum ziehen.  © Stock&people/Imago

Vögel in den Garten locken: Sträucher als Hecken bilden

Darüber hinaus gibt es viele weitere Sträucher, die verschiedenen Vogelarten Nahrung bieten. Dazu zählt auch der bei uns weit verbreitete Weißdorn. Dessen rote Früchte sind für viele Arten ein gefundenes Fressen. Aber auch Vogelbeere und Schwarzer Holunder bieten nicht nur mehr als 60 Vogelarten, sondern auch einigen Säugetieren wie Igeln Abwechslung auf dem Speiseplan. Hinzu kommt, dass viele dieser Pflanzen auch noch sehr schön aussehen können. Das Pfaffenhütchen etwa sorgt mit seinen orange-roten Beeren für Farbtupfer im Garten.

Am besten ist es, die Sträucher nicht nur im Garten zu verteilen, sondern sie als Hecke zu platzieren. Das hat viele Vorteile: Einerseits bietet sie Sichtschutz und dient zudem Vögeln und Insekten als sicherer Unterschlupf vor Fraßfeinden, aber auch als Nistplatz und mehr. Am besten pflanzen Sie sie jetzt im Herbst oder zeitig im Frühjahr an.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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