Wählerische Piepmätze

Sieben Vogelarten, die Sie am besten am Boden füttern – und wie es richtig geht

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Nicht alle Vögel lieben Futterhäuschen. Manche Arten suchen ihre Nahrung lieber am Boden. Wie Sie die Futterstelle für diese Vögel sicher und verlockend gestalten.

Wundern Sie sich manchmal, dass Sie kaum Rotkehlchen oder Buchfinken am Vogelfutterhäuschen sehen? Das liegt möglicherweise zum einen daran, dass sie in Ihrem Garten nicht den für ihre Art richtigen Lebensraum finden. Oder es handelt sich um Vögel, die die Bodenfütterung bevorzugen. Dies birgt natürlich noch größere Gefahr vor anschleichenden Feinden. Worauf Sie achten sollten.

Rotkehlchen, Amseln & Co. bevorzugen die Bodenfütterung

Manche Bodenfresser wie Rotkehlchen bevorzugen die Futterstelle auf dem Rasen.

Während Körnerfresser wie Spatzen und viele Finken sowie Meisen ihr Futter gern in luftiger Höhe zu sich nehmen, kommen manche Vögel eher selten an ein freischwebendes Häuschen. Die folgenden Arten suchen ihr Futter bevorzugt am Boden hüpfend:

Sicherheit ist bei der Lage der Futterstelle für die Vögel sehr wichtig. Wer den Tieren eine Bodenfutterstelle einrichten möchte, sollte daher darauf achten, dass der Platz von wenigstens drei Seiten gut einsehbar ist und das nächste Gebüsch an der vierten Seite mindestens zwei Meter entfernt ist. Aber nicht zu weit, damit die Vögel darin Schutz suchen können, falls ein Feind naht, rät Wildvogelhilfe.org.   

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Hygiene ist besonders wichtig, um keine Ratten anzulocken

Das Futter selbst könnte man direkt auf dem Boden ausstreuen, dies ist aber recht unhygienisch und lockt vermehrt Ratten und Mäuse an. Besser geeignet ist hier eine Keramikschale, die man nachts nach drinnen stellen kann. Es gibt aber auch Bodensilos und sogenannte Futtertische im Handel oder zum selber Basteln, die die Körner den Tieren quasi auf dem Tablett servieren. Diese Stellen lassen sich einfacher reinigen – dies sollte täglich geschehen – und Futterreste besser entfernen. Bei Bodenfutterstellen sollte man laut dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) besonders auf Hygiene achten und die Futterstelle lieber häufiger einmal umsetzen. Das Futter darf nicht nass werden. Damit Ratten und andere Krankheitsüberträger nicht mitfressen, sollten Sie wirklich nur das Futter auslegen, das die bei Ihnen lebenden Bodenfresser auch vertilgen

Wer ist wer? Zehn Vögel am Futterhäuschen, die viele Menschen nicht kennen

Eine Haubenmeise (Parus cristatus) sitzt im Winter auf einem Ast.
Die Haubenmeise (Parus cristatus) ist an ihrer Punkfrisur recht leicht zu erkennen. © imagebroker/Imago
Drei Stieglitze ( Carduelis carduelis ) am Futterspender
Er ist kein Model, aber er sieht gut aus: Der Distelfink (Carduelis carduelis) oder Stieglitz ist mit seinem gelben Flügelstreif unverkennbar. © Manngold/Imago
Zwei Eichelhäher im Schnee (Garrulus glandarius)
Die nicht gerade kleinen Eichelhäher (Garrulus glandarius) sind mit ihren blau schillernden Flügelfedern sehr auffällig.  © McPHOTO/Imago
Ein Zaunkönig (Troglodytes troglodytes / Nannus troglodytes) auf einem Ast
Schwänzchen in die Höh‘? Dann handelt es sich um einen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes). © UIG/Imago
Goldammer (Emberiza citrinella) auf einem Holzpfosten
Die männliche Goldammer (Emberiza citrinella) ähnelt oft einem entflogenen Kanarienvogel. © Shotshop/Imago
Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) auf einem Ast mit Schnee
Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) ist ein ziemlicher Raufbold, der sich am Futterhaus energisch Platz verschafft. © BIA/Imago
Grünfink (Chloris chloris), Männchen
Er ist meist laut und leuchtend grün-gelb: Der Grünfink (Chloris chloris) tritt am Futterhaus recht dominant auf. © BIA/Imago
Ein Kleiber (Sitta europaea) frisst aus einer Hand.
Der Kleiber (Sitta europaea) ist häufig zu sehen, aber vielen unbekannt. Man erkennt ihn gut daran, dass er kopfüber klettern kann. © McPHOTO/Imago
Grünspecht (Picus viridis) frisst an Apfel.
Nein, der Grünspecht (Picus viridis) ist kein exotischer Papagei. Aber da er als Nahrung Ameisen bevorzugt, sieht man ihn oft am Boden. © Jürgen Kosten/Imago
Männlicher Erlenzeisig (Spinus spinus) an halbierter Kokosnussschale
Der Erlenzeisig (Spinus spinus) sitzt gern in – genau – Erlen. Aber er ist im Schwarm auch in Birken und beim Futterspender anzutreffen. © imagebroker/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man spezielle Schutzkäfige über die Bodenfutterstelle stülpen und am Boden befestigen – ein Vogel schlüpft mühelos durch das Gitter, Marder, Katze und Greifvogel bleiben ausgesperrt. Auch Hasendraht mit eher engerer Maschenweite ist hier laut LBV eine gute Alternative.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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