Winterliche Besucher

Welche Vögel Sie mit welchem Futter in den Garten locken

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Einige heimische Vogelarten profitieren von der Fütterung im winterlichen Garten. Womit Hobbygärtner verschiedene Vögel anlocken.

Im Winter kann es im Garten ganz schön ruhig werden. Blumen und Bäume sind im Winterschlaf und auch viele Tiere und Insekten ziehen sich in den kalten Wintermonaten zurück. Mit dem richtigen Futter können Hobbygärtner allerdings eine Reihe heimischer Vögel anlocken. 

Richtig füttern: Im Winter fressen Vögel vor allem Körner und Samen

Viele heimische Vögel können Hobbygärtner mit Sonnenblumenkernen und anderen Samen anlocken.

Während sich beinahe alle Vögel im Frühling und Sommer von Insekten ernähren, stellen sie sich im Winter auf vegetarische Kost um. Bieten Hobbygärtner den gern gesehenen Besuchern das richtige Futter an, können sie den Vögeln in den kargen Wintermonaten helfen. Grundsätzlich sollten die Vögel von November bis Ende Februar gefüttert werden. Bei der Fütterung ist allerdings einiges zu beachten. 

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Unter Vögeln kann man zwischen Körnern- und Weichfutterfressern unterscheiden. Entscheidend dabei ist die Schnabelform. Während Weichfutterfresser einen eher zierlichen und spitzen Schnabel haben, zeichnen sich Körnerfresser durch einen kräftigen, eher kurzen Schnabel aus. Dieser ist kraftvoll genug, um mühelos kleine Körner und Nüsse aufbrechen zu können. 

Wer ist wer? Zehn Vögel am Futterhäuschen, die viele Menschen nicht kennen

Eine Haubenmeise (Parus cristatus) sitzt im Winter auf einem Ast.
Die Haubenmeise (Parus cristatus) ist an ihrer Punkfrisur recht leicht zu erkennen. © imagebroker/Imago
Drei Stieglitze ( Carduelis carduelis ) am Futterspender
Er ist kein Model, aber er sieht gut aus: Der Distelfink (Carduelis carduelis) oder Stieglitz ist mit seinem gelben Flügelstreif unverkennbar. © Manngold/Imago
Zwei Eichelhäher im Schnee (Garrulus glandarius)
Die nicht gerade kleinen Eichelhäher (Garrulus glandarius) sind mit ihren blau schillernden Flügelfedern sehr auffällig.  © McPHOTO/Imago
Ein Zaunkönig (Troglodytes troglodytes / Nannus troglodytes) auf einem Ast
Schwänzchen in die Höh‘? Dann handelt es sich um einen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes). © UIG/Imago
Goldammer (Emberiza citrinella) auf einem Holzpfosten
Die männliche Goldammer (Emberiza citrinella) ähnelt oft einem entflogenen Kanarienvogel. © Shotshop/Imago
Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) auf einem Ast mit Schnee
Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) ist ein ziemlicher Raufbold, der sich am Futterhaus energisch Platz verschafft. © BIA/Imago
Grünfink (Chloris chloris), Männchen
Er ist meist laut und leuchtend grün-gelb: Der Grünfink (Chloris chloris) tritt am Futterhaus recht dominant auf. © BIA/Imago
Ein Kleiber (Sitta europaea) frisst aus einer Hand.
Der Kleiber (Sitta europaea) ist häufig zu sehen, aber vielen unbekannt. Man erkennt ihn gut daran, dass er kopfüber klettern kann. © McPHOTO/Imago
Grünspecht (Picus viridis) frisst an Apfel.
Nein, der Grünspecht (Picus viridis) ist kein exotischer Papagei. Aber da er als Nahrung Ameisen bevorzugt, sieht man ihn oft am Boden. © Jürgen Kosten/Imago
Männlicher Erlenzeisig (Spinus spinus) an halbierter Kokosnussschale
Der Erlenzeisig (Spinus spinus) sitzt gern in – genau – Erlen. Aber er ist im Schwarm auch in Birken und beim Futterspender anzutreffen. © imagebroker/Imago

Sonnenblumenkerne und Meisenknödel: Gute Futterbasis

Zu den häufigsten Vögeln im heimischen Garten zählen laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) Meisen, Finken und Sperlinge. Diese werden unter anderem durch Sonnenblumenkerne angelockt. Als Basisfutter sind die Sonnenblumenkerne gerade für Körnerfresser daher bestens geeignet. Meisen lieben, wie der Name vermuten lässt, Meisenknödel, welche ein Gemisch aus Samen und Fett sind. Beim Aufhängen der Knödel sollten Hobbygärtner allerdings das störende Plastiknetz entfernen, damit die kleinen Vögel sich nicht darin verheddern. 

Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amseln, Wacholderdrosseln und Zaunkönige bleiben ebenfalls in den kalten Wintermonaten in Deutschland. Da sie Körner vermeiden, eignen sich für diese Vogelarten Rosinen, Haferflocken und Kleie. Für Rotkehlchen und Amseln, die Weichfutter bevorzugen, kann man auf einer geeigneten Unterlage zudem Äpfel auslegen. Weizenkörner haben die Singvögel eher ungern und diese landen daher häufig auf dem Boden. Das kann ungebetenes Ungeziefer anlocken. 

Für jeden Vogel: Verschiedene Futtersorten locken Besucher in den Garten

Einig sind sich die Naturschützer der Süddeutschen Zeitung zu Folge darin, dass die beste und zugleich natürlichste Winterfütterung in einem vielfältigen, naturnahen Garten zu finden ist. Amseln und Drosseln bevorzugen heimische Gewächse mit Beeren. Pflanzen mit Samenständen sind vor allem bei Finken beliebt. 

Brot und Speisereste haben in der Futterstelle der Vögel dagegen nichts zu suchen. Auch zusätzliches Wasser benötigen die Gartenbesucher in der Regel nicht. Hobbygärtner, die trotzdem Wasser zur Verfügung stellen wollen, sollten dies in kleinen Schalen auf einem vor Katzen sicheren Standort anbieten. 

Rubriklistenbild: © Yegor Aleyev/Imago

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