VonSebastian Oppenheimerschließen
Das E-Auto hat aktuell in Deutschland keinen leichten Stand. Im Dezember wurde der Umweltbonus überraschend eingestellt. Für 2024 rechnet der VDA nun mit einem Absatzrückgang.
Wie geht es weiter mit dem Elektroauto? Zuletzt gab es in Sachen E-Mobilität einige Dämpfer. Mit Hertz kündigte ein großer Autovermieter eine Kehrtwende bei seiner Stromer-Strategie an: Geplant war ursprünglich der Kauf mehrerer Hunderttausend Elektroautos – stattdessen soll nun ein Drittel der rund 60.000 Fahrzeuge umfassenden E-Auto-Flotte verkauft werden. Als Gründe wurden eine zu geringe Nachfrage, hohe Instandhaltungskosten und niedrige Restwerte genannt. Bei Sixt verbannt man Teslas aus dem Fuhrpark – im Prinzip aus denselben Gründen. Bei Privatkäufern dürfte die überraschende Streichung des Umweltbonus für Elektroautos zu größerer Unsicherheit beigetragen haben. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Branchenverband VDA jedenfalls einen Rückgang des E-Auto-Absatzes in Deutschland.
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Neuzulassungen von Elektroautos im Januar 2024: Deutlicher Rückgang im Vergleich zum Dezember
Im Januar 2024 wurden in Deutschland 22.474 Elektroautos neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Januar 2023) ist das ein Plus von rund 24 Prozent. Vergleicht man die Zahlen jedoch mit dem Vormonat (Dezember 2023), ergibt sich ein anderes Bild: Da wurden 54.654 Elektroautos neu zugelassen, was einem Einbruch von rund 60 Prozent entspricht. Auch der Anteil der E-Autos an den gesamten Neuzulassungen hat sich im Vergleich zum Dezember fast halbiert: Es waren nur noch 10,5 statt zuvor 22,6 Prozent.
Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023




Branchenverband VDA rechnet für 2024 mit sinkenden Neuzulassungszahlen bei E-Autos
Beim Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) rechnet man ganz offensichtlich nicht damit, dass sich die Lage schnell ändert. Für das gesamte Jahr 2024 prognostizieren die Experten in Deutschland einen Absatz von rund 451.000 Elektroautos – das wäre im Vergleich zu 2023 ein deutliches Minus von 14 Prozent. Einen leichten Anstieg sieht der VDA dagegen bei Plug-in-Hybriden: 185.000 Exemplare sollen 2024 in Deutschland verkauft werden, das entspräche einem Plus von fünf Prozent gegenüber 2023.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Umfrage zeigt: Viele Deutsche aktuell noch nicht zum Umstieg auf E-Autos bereit
Laut einer DAT-Umfrage kann sich aktuell mehr als ein Drittel der deutschen Autofahrer nicht vorstellen, auf ein reines Elektroauto umzusteigen. Knapp 40 Prozent wären dagegen zumindest theoretisch bereit, künftig einen Stromer zu fahren – allerdings möchten die wenigsten sofort umsteigen. Die Hälfte der Umstiegswilligen dachte an einen Zeitpunkt in mehr als fünf Jahren, ein Drittel an einen Zeitrahmen zwischen drei und fünf Jahren. Als Gründe gegen die Anschaffung eines E-Autos wurden am häufigsten eine begrenzte Reichweite, hohe Anschaffungskosten und eine unausgereifte Infrastruktur genannt. Doch auch Gebrauchtwagenhändler klagen teils über E-Autos, aufgrund der hohen Wertverluste.
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