Eine der beliebtesten Katzenrassen

Ragdoll-Katze: Charakter und besondere Eigenschaften der lebendigen Plüschtiere

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Ragdoll-Katzen sind der Inbegriff eines niedlichen Stubentigers. Doch nicht nur ihr Aussehen ist besonders süß, auch ihr Charakter ist geprägt von Sanftmut und einem Herzen aus Gold.

Sie sind flauschig, haben große Augen, die in einem intensiven Blau leuchten und große, tapsige Pfoten. Das mittellange bis lange Fell ist weich und dicht. Die hübsche Masken- und Pointkatze ist das Ergebnis einer glücklichen Zufallsmutation in Amerika. Die anschließende Zucht wurde zunächst landesweit und ab den 80ern auch in Europa berühmt. Heute zählen Ragdolls zu den beliebtesten Katzen weltweit – und gehören darüber hinaus zu den größten Hauskatzen.

Ragdolls sind neben ihrem sanften Wesen auch für ihre chinablauen Augen berühmt.

Ragdoll-Katzen: sanfte Wesen mit betörenden blauen Augen

Die Vertreter der Rasse sind bekannt für ihr gutmütiges Wesen und ihre sanfte Art. Die anhänglichen Stubentiger mit den faszinierenden blauen Augen benötigen jedoch viel Aufmerksamkeit. Sie sind im Gegenzug treue Begleiter und haben sogar eine besondere Eigenschaft, die auf ihrem großen Vertrauen zum Menschen basiert: Ragdolls sind dafür bekannt, beim Hochheben durch einen Menschen nach einer kurzen Anspannung puppenartig sofort wieder zu erschlaffen. Sie lieben es, von ihren Bezugspersonen herumgetragen zu werden, wobei sich ihre Muskulatur vor lauter Wohlgefühl schlagartig entspannt. Diese niedliche Eigenart hat ihnen ihren Rassenamen „Ragdoll“, zu Deutsch „Stoffpuppe“, beschert. Und tatsächlich ähneln die Samtpfoten auf dem Arm Puppen, deren Glieder entspannt herunterhängen.

  • Ragdoll-Kitten kommen weiß zur Welt und entwickeln einige Tage später zunächst im Gesicht die typischen Pointzeichnungen. Zeichnungen an den Beinen und am Schwanz folgen. Erst im Alter zwischen drei und vier Jahren ist die Farbentwicklung abgeschlossen. Erst dann gelten Ragdolls auch als erwachsen.
  • Ragdolls lieben es, mit Wasser zu spielen. Ob aus dem Wasserhahn, einer Schale oder aus dem Trinkbrunnen – die Miezen beschäftigen sich ausdauernd und hingebungsvoll mit dem kühlen Nass. Für Besitzer, die ihre Katze ab und an baden müssen, ist diese Eigenschaft von Vorteil.
  • Ragdolls miauen kaum. Mit Schnurren hingegen zeigen die flauschigen Miezen jedoch gerne und oft ihr Wohlgefühl. Miaut eine Ragdoll einmal doch, möchte sie ihrem Menschen etwas Wichtiges mitteilen.
  • Ragdolls sind besonders beweglich. Sie schlafen in teils verrückten Positionen und erwecken dabei den Eindruck, als hätten sie kein stützendes Knochengerüst. Tragen Sie eine Ragdoll auf dem Arm, sollten Sie sie mit beiden Händen festhalten, da sie sich sonst aufgrund ihrer Eigenart, sich komplett zu entspannen, verletzten könnte.
  • Ragdolls wird nachgesagt, dass sie sich wunderbar auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Menschen einstellen können. Das macht sie zu einem beliebten und geschätzten Begleittier.
  • Ragdolls sind die Hunde unter den Katzen. Sie spielen beispielsweise gerne, sogar mal eine Runde Fangen, sind ihren Menschen treu ergeben und begrüßen sie freudig, wenn sie endlich nach Hause kommen.

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Ragdolls sind nicht nur süß – eine steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde

Ragdolls sind als neugierige, ausgeglichene und verspielte Tiere bekannt. Sie lieben Gesellschaft, schätzen ähnlich gesinnte Artgenossen im Haushalt und sind spaßige Zeitgenossen. Eine Rassevertreterin namens Puff ist sogar so süß, dass Guinness World Records ihr den Titel „Meiste Klicks für eine Katze auf YouTube“ verliehen hat. Haben Sie das Herz einer Ragdoll erstmal erobert, wird sie Ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Schritt und Tritt folgen. Daher sollten Sie sie auch nicht zu lange alleine lassen – das könnte den Stubentiger traurig machen.

Rasseporträt: Ragdoll-Katze

Größe: sehr groß, mit einer Länge von bis zu 120 Zentimetern und bis zu 40 Zentimetern Schulterhöhe

Gewicht: etwa 4,5-9,5 Kilogramm

Körperbau: muskulös, hochbeinig, kräftig

Fell: Halblanghaar, seidige Textur, ohne Unterwolle, Pointer-Zeichnung, buschiger Schwanz

Fellfarben: Das bei der FIFé anerkannte Farbspektrum besteht aus Schwarz, Lilac, Seal, Red, Blue, Cream und Chocolate, mit unterschiedlichen Musterungen und Point-Zeichnungs-Varianten.

Pflege: regelmäßiges Bürsten, vor allem zum Fellwechsel

Lebenserwartung: durchschnittlich 12-17 Jahre

Charakter: ruhig, anhänglich, gutmütig, spielfreudig, verschmust, starke Persönlichkeit, familien- und kinderfreundlich

Krankheiten: Ragdolls gelten als wenig krankheitsanfällige und robuste Katzen. Genau wie viele andere Hauskatzen können jedoch auch Ragdolls an der erblichen und tödlichen Herzkrankheit HCM (hypertrophe Kardiomyopathie) erkranken. Es gibt einen Gentest für Ragdolls, der eine entsprechende Veranlagung anzeigt. Auch für Augenerkrankungen und Blutarmut (Anämie) sind Ragdolls anfällig.

Haltung: Die Ragdoll zählt zu den großen Katzen und ist nicht für die Haltung in kleinen Räumlichkeiten geeignet.

Preis: 1.500-2.500 Euro

Possierliche Begleiter für Erwachsene, Kinder und Hunde

Sind ihre Menschen bei ihnen, zeigen sich die Ragdoll-Katzen von ihrer neugierigen und aufmerksamen Seite: Sie beobachten dann alles, was ihre Besitzer tun. Auch im Schlaf weichen sie ihnen nur ungern von der Seite. Ragdolls sind geduldige und tolerante Hausgenossen und sind für Familien mit Kindern, aber auch mit Hunden optimal geeignet.

Zehn Katzenrassen mit strahlend blauen Augen

Eine junge American Curl mit hellem Fell blickt mit ihren blauen Augen direkt in die Kamera.
Babykätzchen kommen immer mit blauen Augen zur Welt. Anfangs sind in den Augen der Katze noch keine Pigmente vorhanden – das ist der Grund, wieso die Augen einer Babykatze durch die Lichtbrechung in den Linsen zunächst blau erscheinen. Erst ab dem dritten oder vierten Lebensmonat beginnt die Melanin-Produktion, wodurch sich die endgültige Augenfarbe der Katze entwickelt. Die American Curl ist eine der Katzenrassen, die diese besondere Augenfarbe ein Leben lang behalten. © Panthermedia/Imago
Zwei Balinese Kitten spielen miteinander und reißen im Spiel ihre blauen Augen weit auf.
Auch bei normalen Hauskatzen kann es vorkommen, dass die blaue Augenfarbe im ausgewachsenen Stadium erhalten bleibt. Bei der Balinese sind die ausdrucksstarken blauen Augen ein Rassemerkmal. © VWPics/Imago
Eine Birma schaut direkt in die Kameralinse. Ihre Augen sind strahlend blau.
Katzen mit blauen Augen sind eher selten. Häufig kommen sie in Verbindung mit hellem bis weißem Fell vor. Auch Katzen, deren Fell eine Point-Zeichnung hat, besitzen nicht selten blaue Augen. Die Birma gehört zu den Rassen, die auch als ausgewachsene Katze mit strahlend blauen Augen gesegnet ist. © blickwinkel/Imago
Drei Snowshoe-Katzenbabys sitzen aneinandergedrückt auf einem roten Stoff. Ihre Pfötchen sind schneeweiß und das rechte Kätzchen blickt mit weit offenen Augen in Richtung von etwas, das außerhalb des Bildes stattzufinden scheint.
Bei ihr ist der Name Programm: Die Snowshoe-Katze hat schneeweiße Pfötchen. Aber auch ihre blauen Augen sind bezaubernd. Mit ihrem Charme gehören sie zu den beliebtesten Rassekatzen. © Panthermedia/Imago
Eine Ragdoll läuft in Richtung links über eine grüne Wiese und schaut dabei interessiert in Richtung der Kamera.
Die Ragdoll ist sehr anhänglich und besonders freundlich. Mit ihren chinablauen Augen verführt sie Katzenliebhaber. © Zoonar/Imago
Eine blauäugige Siamkatze, ein Baby, sitzt auf einem Tisch und blickt mit schräg gehaltenem Kopf in die Kamera.
Siamkatzen gehören laut Rassestandards zu den Katzen, die ihr Leben lang blaue Augen haben und damit ihre Besitzer betören. © Cavan Images/Imago
Eine Snow Bengal schaut mit aufgestelltem Schwanz neugierig in die Kamera.
Die Snow Bengal ist eine wahre Schönheit. Diese spezielle Bengalen-Art besitzt neben ihrer wunderschönen und ungewöhnlichen Fellfarbe die typischen eisblauen Augen.  © Image Source/Imago
Eine karamellfarbene Tonkanese-Katze sitzt in Lauerstellung auf dem Boden.
Auch graue, oder wie hier im Bild eine karamellfarbene, Rassekatzen wie die Tonkanese können in Einzelfällen blaue Augen haben. Auch bei Britisch Kurzhaar, Chartreux oder Russisch Blau besitzen Individuen diese seltene Farbkombination. Die blaue Augenfarbe ist jedoch keine Eigenschaft dieser Rassen. Bei der Tonkanese kann die seltene Augenfarbe von ihren Stammeltern, der Burma und der Siam, herrühren. © Image Source/Imago
Eine weiße Perserkatze mit zwei unterschiedlich farbigen Augen sitzt entspannt da und blickt in die Kamera.
Haben weiße Katzen blaue Augen, besteht das erhöhte Risiko (60–80 Prozent), dass sie blind oder taub sind. Verantwortlich dafür ist das W-Gen: Es bewirkt das weiße Fell, hat aber auch Auswirkungen auf Gehör und Augen der Katze. Außerdem kann das Gen zu einer fehlenden Pigmentation der Iris führen, weshalb die Augen bei weißen Katzen oftmals hellblau erscheinen. Bei den Katzenrassen mit weißem Fell wie der Europäisch Kurzhaar, Maine Coon, Perser (auf dem Bild) oder der Türkisch Angora können blaue Augen auftreten. In Deutschland dürfen daher keine reinweißen Katzen verpaart werden – das Risiko einer Taubheit wäre zu hoch. © VWPics/Imago
Eine Britisch Kurzhaar-Katze sitzt vor einem blauen Untergrund, der die selbe Farbe wie ihre Augen hat. Sie schaut zur Seite und scheint einen mürrischen Blick zu haben, der aber auf ihre Physis zurückzuführen ist.
Auch bei den Rassekatzen Britisch Kurzhaar (im Bild), Devon Rex, Norwegische Waldkatze oder der Siamkatze besteht die Gefahr der Taub- oder Blindheit im Zusammenhang mit dem Auftreten von weißem Fell und blauen Augen. Sind die Kätzchen gesund, ist ihre Erscheinung dennoch besonders faszinierend. Über blauäugige Miezen wird gesagt, sie seien besonders intelligent, weshalb sich Intelligenzspiele für sie besonders gut eignen. © imagebroker/Imago

Als eine der wenigen reisefreudigen Katzenrassen ist es sogar möglich, Ragdolls woandershin mitzunehmen. Sie fühlen sich unterwegs wohl und erkunden begeistert fremdes Terrain. Ausreichende Bewegung und Beschäftigung sollte aber auch zu Hause gewährleistet sein. Mit verschiedenen Spielzeugen, zusammengeknüllter Zeitung, Kratzmöbeln und gemütlichen Liegeplätzen schaffen Katzenhalter ein Paradies für ihre cleveren Mitbewohner.

Rubriklistenbild: © Design Pics/Imago

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