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Katzen als Freigänger? Einige Stubentiger „hätten draußen keine Chance“

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Katze rein oder raus? Bei dieser Frage ist die Antwort von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel dem Wohnort oder dem Tier selbst.

Die Stadt Walldorf in Baden-Württemberg hat mit ihrer Entscheidung, Katzen ein Freilauf-Verbot aufzuerlegen, eine große Diskussion losgetreten. In der Stadt dürfen im Sommer zum Schutz der stark bedrohten Haubenlerche keine Katzen mehr frei herumlaufen. Zu oft hatten Katzen die Vögel und ihren Nachwuchs, der nah am Boden aufwächst, gestört oder getötet. Doch längst nicht alle Katzenbesitzer sind mit diesem Urteil einverstanden. Und auch sonst beantworten Haustierbesitzer die Frage, ob Katzen draußen oder drinnen leben sollten, ganz unterschiedlich.

Katzen als Freigänger? Einige Stubentiger „hätten draußen keine Chance“

Einige Katzen leben ihr ganzes Leben drinnen.

Lieber drinnen in Sicherheit, aber ohne Auslauf halten oder lieber laufen und jagen lassen, aber nie wissen, ob die Katze zurückkommt? Die Entscheidung, aus seinem Haustier einen Freigänger oder einen Stubentiger zu machen, beeinflusst das Leben des Tieres maßgeblich. Für beide Entscheidungen gibt es gute Argumente, manchmal lassen sich auch beide Varianten vereinen, wie ein Nutzer im Netz erzählt: „Die eine ist Freigängerin und die andere Stubentiger. 🤷 Jede nach ihren Bedürfnissen. Unabhängig, aber davon gechipt, geimpft und entwurmt.“

Doch nicht immer sind sich die Nutzer im Netz so einig. So gibt es auch Hautierbesitzer, die sich nur für eine der beiden Seiten erwärmen können:

  • „Wohne in einem kleinen Dorf und natürlich dürfen unsere drei Katzen raus. Für sie wäre es eine Qual, immer eingesperrt zu sein. Alle kastriert und registriert.“
  • „Nein unser Kater war noch nie draußen, nur auf der Terrasse oder jetzt Balkon. Man kann sie nicht herauslassen, das ist gefährlich.“
  • „Meine Katzen sind Hauskatzen. Ich hatte früher auch nur Freigänger, wohne auf dem Land in einer ruhigen Wohngegend in einer Sackgasse. Trotzdem ist zu viel passiert. Deshalb bleiben die Tiere, die ich jetzt habe, im Haus. Sie kennen kein ,Draußen‘.“
  • „Ja natürlich, ich geh doch auch nach draußen. Meine Tiere sind Familie und können raus und rein wie sie möchten.“

Die Meinungen gehen also auseinander. Doch wie sich zeigt, meist mit Grund: Denn eine Freigänger-Katze zu haben, wenn man in einem Hochhaus wohnt, ist kaum umsetzbar. Das gibt auch eine Userin zu bedenken: „Wir wohnen im 2. Stock und wie soll der Kater es finden? Es geht nicht. Dazu wohnen wir an einer sehr befahrenen Straße“. Hinzu kommt noch, dass schon aus gesundheitlicher Perspektive es nicht immer sinnvoll für das Tier ist, draußen zu leben. So sagt eine weitere Userin: „Nein, meine beiden Mädels sind behindert und hätten draußen keine Chance zu überleben.“

Katzen als Freigänger? Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Wer seine Katze zum Freigänger machen möchte, sollte das Vorhaben gut vorbereiten. So muss die Katze kastriert sein und alle nötigen Impfungen bekommen haben. Außerdem sollte die Katze gechipt sein, sodass sich der Besitzer oder die Besitzerin leichter ausfindig machen lässt. Wichtig ist auch, dass kein Parasitenbefall vorliegt und präventive Maßnahmen dagegen unternommen wurden.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Katzenbesitzer müssen sich auch im Klaren darüber sein, dass in einem dicht besiedelten Gebiet Autos der Katze zum Verhängnis werden können. Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie keine Kontrolle über die Dinge haben, die das Tier frisst. Eine Katzenklappe hilft übrigens dabei, das Tier, wann immer es möchte, ins Haus zu lassen.

Rubriklistenbild: © Wafue/Imago

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