Wenn es kalt wird

Streunerkatzen im Winter: Drei Tipps, die auch Freigängern helfen

  • schließen

Viele Streunerkatzen leben unbemerkt und allein auf sich gestellt in Scheunen, Hinterhöfen oder in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben. Gerade im Winter benötigen sie Hilfe.

Die meisten Streunerkatzen stammen von verwilderten Haustieren ab. Laut Katzenschutzbund wurden nicht kastrierte Katzen von ihren Besitzern einfach ausgesetzt, weil sie ihnen entweder lästig oder schlichtweg ungewollt waren. In freier Natur vermehrten sich die größtenteils sehr scheuen Bauernhofkatzen weiter. Doch gerade bei niedrigen Temperaturen leiden die frei lebenden Katzen und auch ihre Katzenbabys.

Streunerkatzen im Winter: Drei Tipps, die auch Freigängern helfen

Viele Katzen benötigen im Winter menschliche Unterstützung. (Symbolbild)

Zuerst sollte jedoch unterschieden werden, ob es sich wirklich um eine streunende Katze handelt, die in ihrem Garten herumstreift, ober einfach nur um einen Freigänger. Ist die Katze gut genährt, hat ein sauberes, glänzendes Fell und macht einen gesunden, gepflegten und zutraulichen Gesamteindruck, handelt es sich vermutlich einfach nur um eine Samtpfote, die draußen ihr Revier abläuft. Sieht sie dagegen etwa ausgemergelt aus und ist zudem extrem scheu, könnte es eine streuende Katze sein. Denn die meisten Streuner sind an ein Leben unter Menschen nicht mehr gewöhnt. Sie gilt es zu unterstützen, denn Kälte und Nässe machen ihnen zu schaffen und viele sind nicht in der Lage sich selbst zu versorgen.

1. Streunerkatzen im Winter: Stellen Sie Wasserstellen auf

Vor allem bei eisigen Temperaturen haben die Katzen es schwer, ausreichend Wasser zu sich zu nehmen, da der Boden gefroren ist und auch Pfützen und kleine Weiher geben nichts her. Stellen Sie deswegen mehrere Wasserstellen auf, am besten mit warmen Wasser, das gefriert nicht so schnell, und kontrollieren und säubern diese täglich.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

2. Streunerkatzen im Winter: Bieten Sie Futter an

Da der Energieumsatz im Winter, wie bei Freigängern auch, deutlich erhöht ist, benötigen streunende Katze eine extra Portion Futter. Zumal sich die Suche für sie extrem schwierig gestaltet. Auch wenn Nassfutter von den meisten Katzen bevorzugt wird, eignet sich Trockenfutter ganz gut, da es nicht so schnell gefriert.

Elf süße Katzenbabys, die Ihr Herz heute schmelzen lassen

Schlafendes Kätzchen
Ein schlummerndes Katzenbaby: gibt es etwas Süßeres? © Imago
Kätzchen spielt
Kätzchen sind beliebte Fotomotive: zu süß sind ihre tapsigen Bewegungen, ihr verträumter Blick und ihr Umgang mit neuen Spielsachen.  © Imago
Zwei kleine Kätzchen streifen im Garten umher
„Da will ich hoch, bitte bitte“: Ihr angeborenes Klettertalent bauen Katzenbabys schon früh aus. Ob Stühle, Tische oder Schränke – Erhöhte Flächen ziehen Katzen magisch an.  © Emica Elvedji/Imago
Mädchen hält zwei junge Katzen im Arm
Das Wesen einer Katze ist individuell sehr verschieden: Wo die einen nicht genug vom Kuscheln auf dem Sofa bekommen, sind andere weniger auf den Menschen fixiert und jagen lieber durch die Nacht.  © Imago
Vier drei Wochen alte Kitten spielen putzmunter.
Ein Wurf Katzenjunge kann aus bis zu sieben Kätzchen bestehen. Die Miezen im Bild sind zirka drei Wochen alt.  © BeckerBredel/Imago
Drei Katzen sitzen in der Hoftür
Eine kleine „Katzengang“ durchstreift ihr Revier: Auf Bauernhöfen sind Katzen seit jeher wichtige Mitbewohner, weil sie die Mäusepopulation unter Kontrolle halten. Mäuse sind dort deshalb so unerwünscht, weil sie Kornkammern verunreinigen und Krankheiten übertragen können.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Katzenbaby spielt mit Decke
Gesunde Katzenbabys haben in der Regel einen ausgeprägten Spieltrieb. Alles wird zum Spielzeug: Decken, Kartons, Schuhe, Socken, Haargummis und gerne auch die Deckel von Trinkflaschen.  © Silke Heyer/Imago
Katzenbaby scharrt im Katzenklo herum.
Sie möchten Ihr Kätzchen ans Katzenklo gewöhnen? Loben Sie es dafür direkt, nachdem es sein Geschäft dort gemacht hat. So verbindet der kleine Stubentiger die Örtlichkeit mit etwas Positivem und sucht es in Zukunft gerne auf. © Sabine Brose/Sorge/Imago
Katzenbabies balgen miteinander.
Im Spiel mit seinen Geschwisterchen lernt ein Katzenjunges auch, sich zu behaupten.  © Sabine Brose/Sorge/Imago
Kleines Kätzchen schnuppert an Frau
Die Eingewöhnungsphase eines Kätzchens ist am Anfang oft von Unsicherheit und sogar Angst geprägt. Schließlich sind die neuen Menschen um es herum noch unbekannt. Doch bald schon wird die Neugierde des neuen Mitbewohners überwiegen und es traut sich, das Neuland zu erkunden.  © Imago
Getigertes Kätzchen erkundet die Welt
Ein Kätzchen erkundet die Welt: Gut, wenn die Mama nicht weit entfernt ist, denn die Kletterkünste des kleinen Stubentigers sind noch nicht ganz ausgereift.  © Wayne Hutchinson/Imago

3. Streunerkatzen im Winter: Unterschlupf im Freien

Auch wenn die Katzen ein Winterfell besitzen, benötigen sie trotzdem ein warmes und trockenes Plätzchen zum Schlafen. Dankbare Plätze sind beispielsweise eine isolierte Garage oder ein trockener Schuppen. Stehen diese nicht zur Verfügung, dann kann auch als kurze Notlösung ein großer und stabiler Karton Abhilfe schaffen. Wichtig ist nur, dass er sich auf einem erhöhten Untergrund befindet, damit die Kälte nicht vom Boden abstrahlt. Auch etwas Stroh wird gerne angenommen. Bei Unsicherheit oder Fragen wenden Sie sich am besten an die nächstgelegene Tierschutzorganisation oder an Ihren Tierarzt.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare