Mit dem E-Bike in den Urlaub: Darauf muss man beim Transport mit dem Auto achten
VonSebastian Oppenheimer
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Wer sein E-Bike mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte beim Transport mit dem Auto einiges beachten. Von einer Mitnahme auf dem Dach raten Experten ab.
Wer mit dem Auto in den Urlaub fahren möchte, sollte die Fahrt auf jeden Fall sorgfältig planen. Je nach Ziel kann man in vielen Fällen eine Menge Geld sparen, wenn man beispielsweise bereits vor der Abreise noch einmal volltankt – denn laut ADAC ist der Sprit an Autobahntankstellen teils massiv überteuert. Auch die Mautgebühren, die in vielen europäischen Ländern fällig werden, sollte man einkalkulieren, denn diese können die Urlaubskasse ebenfalls ordentlich schmälern. Um bei einem Unfall oder einer Vollbremsung Schlimmeres zu vermeiden, muss das Gepäck sicher im Kofferraum verstaut werden. Der ein oder andere nimmt aber inzwischen auch sein E-Bike mit in den Urlaub – beim Transport mit dem Auto sollte man allerdings einige Dinge beachten.
E-Bikes mit dem Auto transportieren: Das hohe Gewicht der Räder kann Probleme machen
Der grundlegende Unterschied zu einem „herkömmlichen“ Fahrrad ist in der Regel das deutlich höhere Gewicht von E-Bikes beziehungsweise Pedelecs. Vor allem aus diesem Grund rät der Auto Club Europa (ACE) auch vom Transport auf dem Autodach ab. Zum einen seien die E-Bikes mit durchschnittlich knapp 25 Kilogramm Gewicht nicht so leicht aufs Dach zu wuchten, andererseits seien gängige Dachgepäckträger meistens nicht für das Gewicht von zwei Pedelecs ausgelegt.
Dazu kommt, dass die maximale Dachlast des Autos beachtet werden muss. Auch der Luftwiderstand während der Fahrt erhöht sich bei Dachmontage, was wiederum einen erhöhten Spritverbrauch zur Folge hat. Ebenfalls warnt der Automobilklub davor, dass durch die E-Bikes auf dem Dach eine kritische Höhe erreicht werden könnte, weshalb bestimmte Straßen, Tunnel oder Garagen eventuell nicht befahren werden könnten.
E-Bikes mit dem Auto transportieren: Automobilklub rät zu Heckgepäckträger
Wegen der vielen Nachteile beim Dach-Transport rät der ACE daher zu einem Heckgepäckträger für die Anhängerkupplung. Das Problem bei Modellen, die an der Heckklappe befestigt würden, sei, dass diese wegen ihrer geringen Nutzlast oft an ihre Grenzen stießen. Doch auch bei den Versionen für die Anhängerkupplung ist unbedingt zu beachten, dass die zulässige Stützlast nicht überschritten wird – sie liegt zumeist zwischen 50 und 100 Kilogramm und kann im Fahrzeugschein unter Ziffer 13 nachgesehen werden.
Bei der Wahl des entsprechenden Fahrradträgers sollte man sich im Vorfeld genau informieren. Unter anderem muss er für das Gewicht der E-Bikes ausgelegt sein – außerdem haben viele Pedelecs breitere Reifen oder einen größeren Radstand. Auch die Dicke des Rahmens sollte berücksichtigt werden, damit die Befestigungsklauen richtig greifen. Ebenfalls sollte man sich im Vorfeld überlegen, ob der Kofferraum trotz montierter Räder zugänglich sein soll. In diesem Fall muss man zu einem wegklappbaren Träger greifen.
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E-Bike-Träger montieren: Aus Sicherheitsgründen genügend Zeit einplanen
Montieren sollte man den E-Bike-Träger nicht erst kurz vor der Abfahrt in den Urlaub, damit in der Hektik keine Fehler bei der Montage passieren – sich lösende Teile könnten während einer Fahrt dramatische Folgen haben, speziell für nachfolgende Fahrzeuge.
Beim Befestigen der E-Bikes auf dem Träger gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Grundsätzlich sollte man behutsam vorgehen, damit das Auto nicht beschädigt wird. Darüber hinaus müssen die Räder mittig platziert werden, denn das Fahrzeug darf eine Gesamtbreite von 2,55 Metern nicht überschreiten. Ebenso dürfen die Rückleuchten nicht verdeckt werden, sonst braucht es eine zusätzliche Beleuchtung. Auch das Kennzeichen muss sichtbar sein, sonst muss ein Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Am Ende sollte auf jeden Fall der sichere Sitz aller Teile noch einmal gewissenhaft überprüft werden.