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Hundebaby hat „das süßeste Heulen“ – doch warum heulen die Vierbeiner eigentlich?

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Ein Hundebaby zeigt, wie sanft es heulen kann und tausende Instagram-User schwärmen. Aus welchem Grund die Vierbeiner den Hunde-Singsang auspacken, lesen Sie hier.

Für die Kalifornierin Jamie Changala sind ihre Hunde einfach alles: „Aussies zu haben, ist eine Lebensart. Ich könnte mir meine Welt ohne sie nicht vorstellen“, schreibt die Züchterin auf ihrer Homepage. „Ich mag voreingenommen sein, aber nichts ist mit einem Aussie zu vergleichen.“ Ihre Leidenschaft für die Rasse habe bereits in der Highschool begonnen, „als ein streunender Standard-Aussie auf unserem Acker auftauchte“. Nichts sei vergleichbar mit „dem Intellekt, der hingebungsvollen Loyalität und dem sanften Wesen, das der Aussie besitzt“, so die Hundeliebhaberin.

Instagram-Video: Mini-Aussie hat ein besonderes Talent

So viel Leidenschaft bleibt nicht ungesehen: Auf Instagram interessieren sich fast 120.000 Menschen für die niedlichen Einblicke in den Alltag der Miniature-American-Shepherds-Zucht. Auf ihrem Account @changalaaussies postet Changala regelmäßig zuckersüße Fotos und Videos vom flauschigen Nachwuchs. So wie den Clip, der einen winzigen Mini-Aussie zeigt. Seine Züchterin hat bei ihm eine besonders niedliche Eigenschaft festgestellt, wie sie verrät: „Ich habe entdeckt, dass dieser hier ein wirklich besonderes Talent besitzt.“ Und tatsächlich zeigt der kleine Vierbeiner nach einer kurzen Einstimmung, dass er das wohl süßeste Heulen hat.

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Geheimnisvolle Verhaltensweise: Weshalb heulen Hunde eigentlich?

Unter ihrem herzerwärmenden Post ergänzt Jamie Changala, dass viele Leute gefragt hätten, weshalb Hunde heulen würden. Ihre Antwort darauf: „Ich denke, es gibt viele Gründe dafür, aber der Hauptgrund scheint immer zu sein, dass sie versuchen, mit anderen Hunden in Kontakt zu treten.“ Eine Erklärung hat auch vtg Tiergesundheit. Dort ist zu lesen, dass das Heulen, genau wie das Bellen, Winseln oder Knurren ein Bestandteil der Hunde-Kommunikation sei. Während die einen Fellnasen eher selten heulen, gibt es andere wie den Basset Hound, den Beagle, den Dackel und den Husky, die sich gerne zu einem Ständchen hinreißen lassen.

Im Übrigen heulen Hunde und Wölfe entgegen vieler Mythen nicht den Mond an. Gründe für die sagenumwobene Gesangseinlage können vielmehr folgende sein:

  • Markieren des Reviers: Der Hund verdeutlicht mit seinem Heulen, dass er der Chef in seinem Revier ist.
  • Kontaktaufnahme: Das sogenannte Kontaktheulen wird oft durch Sirenen, Kirchenglocken, Martinshörner oder sogar Instrumente ausgelöst. Man geht davon aus, dass die Vierbeiner in das vermeintliche Geheule einstimmen, um dem Rudel Zugehörigkeit zu signalisieren. Wollen Hundebesitzer also die Bindung zu ihrem Hund stärken, kann eine kleine, aber effektive Übung sein, in den Gesang des Vierbeiners einzusteigen.
  • Paarungsbereitschaft: Mithilfe eines Ständchens lenken Rüden die Aufmerksamkeit von läufigen Hündinnen auf sich.
  • Stress oder Einsamkeit: Lassen Hundebesitzer ihre Vierbeiner zu lange alleine, reagieren die Rudeltiere unter Umständen mit einer Heuleinlage auf die Situation.
  • Schmerzen: Heult der Hund für gewöhnlich nicht und fängt plötzlich damit an, sollten Sie einen Besuch beim Tierarzt in Betracht ziehen. Gesundheitliche Probleme wie Schmerzen könnten der Grund für die neue Verhaltensweise sein.

Sieben besonders faule Hunderassen – finden Sie hier Ihren Seelenverwandten?

Berner Sennenhund mag nicht joggen.
Berner Sennenhunde gelten als gelassen und menschenfreundlich, informiert „Fressnapf“. Die Rasse liebt es draußen zu sein, daher tun Sie dem Berner Sennenhund als reinen Wohnungshund keine Gefallen. Vor allem bei hohen Temperaturen sollten körperliche Anstrengungen vermieden werden. Die-Hunde.com informiert, dass Joggen eher nichts für die Rassen ist. Lange Spaziergänge seien allerdings gern gesehen.  © Bigandt/Imago
West Highland White Terrier sind wachsam und unerschrocken.
West Highland White Terrier sind sehr anpassungsfähig – daher können sie auch in einer kleineren Wohnung glücklich sein, schreibt „Edogs“. Regelmäßige Ausflüge in die Natur mag die Rasse aber gern. Laut „Whistle“ bewegen sich West Highland White Terrier rund 51 Minuten am Tag. Die Rasse gilt, wie das Portal „Herz für Tiere“ weiß, als gelehrig, wachsam und unerschrocken.  © Imagebroker/Imago
Ein Pekingese auf der Wiese.
Der Pekingese ist ein kleiner Dickkopf und teilt auch gern mal lautstark seine Meinung mit. Streicheln lässt sich der Hund ganz gern mal, aber irgendwann genügt ihm das auch. Von daher sollten Sie vor allem bei Kindern darauf achten. Auslauf braucht der Hund recht wenig, informiert das Portal Pfotenkenner. Daher eigne sich der Hund besonders gut für bequeme oder ältere Menschen, so das Portal.  © Anka Agency International/Imago
Ein Mops auf der Couch.
Möpse sind ganz gerne mal faul, informiert der Americal Kennel Club. Andererseits fressen die Hunde gerne und setzen dann auch Gewicht an. Die Hunderasse braucht etwa eine Stunde Bewegung am Tag, schreibt Purina auf der eigenen Webseite. Haben Sie einen Mops, sollten Sie allerdings darauf achten, dass dieser nicht zu sehr der Hitze bei Spaziergängen ausgesetzt ist. Sonst kann es sein, dass das Tier schwere Atemprobleme bekommt, so Purina weiter.  © Marga/Imago
Der bullige Neufundländer mag es gern etwas ruhiger.
Auf dem dritten Platz im Ranking der faulsten Hunde ist der Neufundländer gekommen. Dieser ist, wie die Messungen von „Whistle“ ergaben, rund 44,64 Minuten am Tag aktiv. Neufundländer sind echte Familienhunde, sie mögen Kinder, sind geduldig und beschützen ihre Menschen, informiert das Portal Herz für Tiere. Die Rasse mag es gerne etwas gemütlicher. Neufundländer sind aufgrund der Größe keine idealen Wohnungshunde, sie brauchen eher viel Platz. Ideal wäre ein Haus mit Garten. Auch die Spaziergänge dürfen lieber gemütlich sein, laufen oder joggen sollten Sie mit dem Hund eher nicht.  © Enduro/Imago
Englische Bulldogge braucht weniger Auslauf.
Die Englische Bulldogge ist mit 44,31 Minuten Aktivität am Tag auf den zweiten Platz der faulen Hunde gekommen. Zumindest, wenn es nach der amerikanischen Untersuchung der Firma „Whistle“ geht. Die Hunderasse ist liebevoll und loyal, ein guter Kamerad mit Beschützerinstinkt, informiert das Futterhaus. Gemütliche Abende auf der Couch macht die Englische Bulldogge gerne mit. Sie sind ideale Wohnungshunde, so das Portal weiter, da sie genügsam sind und weniger Auslauf benötigen als andere Hunderassen. Regelmäßige, moderate Bewegung sollte aber trotzdem Teil des Tages sein. Auf lange Spaziergänge und intensives Training sollten Sie dabei aufgrund der Körperstruktur des Tieres eher verzichten.  © Enduro/Imago
Ein Chow-Chow in einem Wagen.
Der Chow-Chow wurde in den USA auf Platz 1 bei der Liste der faulsten Hunde gekürt. Gemessen wurde die Aktivität des Hundes mithilfe eines Halsbandes, welches die GPS-Daten aufzeichnet. Das Portal Edogs informiert, dass der Chow-Chow sich mit 43,36 Minuten am Tag dabei am wenigsten bewegte. Ein echter Faulpelz also. Das heißt jedoch nicht, dass der Chow-Chow Spaziergänge mit seinen Besitzern verschmäht. Laut dem Portal Chowchow ist die Rasse sehr wachsam und aufmerksam.  © fotosobo/Imago

„Das süßeste Heulen, das ich je gehört habe“ – tausende Nutzer kommentieren

Mehr als 1,8 Millionen Instagram-Nutzer haben Jamie Changalas niedlichen Post bereits angesehen. Fast 200.000 davon haben bisher mit einem Herzchen reagiert und über 1.300 Menschen teilen im Kommentarbereich ihre Reaktion auf den winzigen Heuler:

  • „Ich liebe, liebe, liebe das zarte Heulen. 😍“
  • „Dieses Video hat mir 20 Jahre Leben geschenkt. ❤️“
  • „Das süßeste Heulen, das ich je gehört habe.“
  • „Der süßeste Moment in der Geschichte der Welpen. 😆“

Rubriklistenbild: © changalaaussies/Instagram

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