VonSandra Sporerschließen
Das Saarland bietet im bundesweiten Vergleich den besten Spritpreis für Benziner. Dieselfahrer tanken in einem anderen Bundesland am günstigsten.
München – Nach Ansicht des ADAC ist in Deutschland der Spritpreis nach wie vor zu hoch. Allerdings gibt es hier bundesweit signifikante, regionale Preisschwankungen. Laut einer Pressemeldung des Automobilclubs verlangen einige Bundesländer bis zu zehn Cent mehr beziehungsweise weniger für den Liter Sprit. Die durchschnittlichen Preise pro Bundesland wurden errechnet, indem „die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet“ wurden.
ADAC-Preisvergleich: Die Spritpreise der Bundesländer unterscheiden sich um bis zu zehn Cent
In der Auflistung des ADAC, die die Preise von März 2023 widerspiegelt, wird zudem zwischen Diesel- und Super-E10-Preisen unterschieden. Denn dort wo es günstig Benzin gibt, muss nicht zwangsläufig auch der Diesel günstig sein.
So zahlt man im Saarland für Super E10 mit 1,696 Euro pro Liter am wenigsten. Das teuerste Bundesland für Benziner ist Hamburg. Dort schlägt ein Liter mit 1,798 Euro zu Buche. Dieselfahrer kommen in Rheinland-Pfalz am günstigsten weg – hier kostet der Liter 1,673 Euro. Der teuerste Preis – 1,736 Euro pro Liter – wird in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen.
Das sind die Spritpreise der Bundesländer im Überblick:
| Super E10 | Diesel |
|---|---|
| Saarland | Rheinland-Pfalz |
| Rheinland-Pfalz | Nordrhein-Westfalen |
| Nordrhein-Westfalen | Saarland |
| Baden-Württemberg | Niedersachsen |
| Berlin | Thüringen |
| Bremen | Sachsen |
| Hessen | Berlin |
| Niedersachsen | Sachsen-Anhalt |
| Bayern | Baden-Württemberg |
| Sachsen | Hamburg |
| Sachsen-Anhalt | Bremen |
| Thüringen | Hessen |
| Schleswig-Holstein | Schleswig-Holstein |
| Brandenburg | Brandenburg |
| Mecklenburg-Vorpommern | Bayern |
| Hamburg | Mecklenburg-Vorpommern |
| Quelle: ADAC (Stand: März 2023) |
Mit ein paar Tipps können Autofahrer auch in teuren Bundesländern günstig tanken
Vor allem in Norddeutschland sind die Preise für Super E10 und Diesel hoch. Mit ein paar Tipps des ADAC kann man dennoch beim Tanken sparen. So lohnt es sich beispielsweise, abends zu tanken, da die Preise zu späterer Stunde meist niedriger sind als am Morgen. Und eine schonende Fahrweise sorgt dafür, dass man nicht so schnell wieder zur Zapfsäule muss.
Das Magazin Wirtschaftswoche rät zudem, den Motor beim Warten an Ampeln oder im Stau auszuschalten und unnötiges Bremsen zu vermeiden, indem man rechtzeitig vom Gas geht. Eventuell lohnt es sich auch, für manche Strecken öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, anstatt mit dem Auto zu nehmen. So kommt man mit dem Deutschlandticket sogar in einige Städte im Ausland. Und auch das Fahrrad kann für kürzere Trips eine gute – und noch dazu gesunde – Alternative sein. (sp)
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