PAP, PET usw.

Geheime Recycling-Codes? Was die Zahlen auf Verpackungen bedeuten

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Recycling-Codes auf Verpackungen sind mehr als nur Kennzeichnungen. Sie informieren Verbraucher über Materialien und Recyclingmethoden. Doch viele kennen ihre Bedeutung nicht.

Die Welt befindet sich im ständigen Wandel. Immer wieder ändert sich etwas für die Verbraucher oder es kommt etwas Neues hinzu. Ab 2025 dürfen zum Beispiel keine Altkleider mehr in den Restmüll geworfen werden. Das liegt unter anderem daran, dass das Umweltbewusstsein in der Welt gestiegen ist. Deshalb spielen auch die verschiedenen Recycling-Codes eine wichtige Rolle.

Diese kleinen Symbole auf Verpackungen und Produkten sind nicht einfach nur Kennzeichnungen, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Sie informieren die Verbraucher darüber, aus welchen Materialien die Produkte bestehen und wie sie am besten recycelt werden können.

Recycling-Codes entschlüsseln: Was bedeuten Symbole wie PET, PAP?

Ob QR-Codes, Barcodes oder die rätselhaften Codes auf Obst und Gemüse: Jeder Verbraucher hat sie schon einmal gesehen. Doch die meisten wissen nicht, was sie bedeuten - vor allem die Recycling-Codes. Kein Wunder, schließlich gibt es im Recyclingbereich viele verschiedene Symbole wie den „Tidyman“ oder den „Grünen Punkt“. International durchgesetzt haben sich die Recyclingkennzeichen, die aus einer Zahl in einem pfeilförmigen Dreieck und einem Buchstaben darunter bestehen.

Das Zeichen selbst ist schnell erklärt: Recyclingsymbol, heißt eigentlich Resin Identification Code (RIC). Es besteht aus drei Pfeilen mit einer Zahl in der Mitte und einem Buchstaben darunter. Die Recyclingnummer in der Mitte gibt an, um welchen Werkstoff es sich handelt. Das Materialkürzel gibt an, zu welcher Materialgruppe es gehört.

Auf manchen Verpackungen sind kleine Dreiecke mit Zahlen und Buchstaben aufgedruckt – der sogenannte Recycling-Code.

Die verschiedenen Gruppen sind Kunststoffe, Pappe und Papier, Metalle, Holz, Textilien, Glas und Verbundstoffe, wie das Online-Portal Utopia berichtet. Doch wozu dienen die verschiedenen Codes und Symbole?

Recycling-Codes für Kunststoffe: Diese Symbole sollten Verbraucher kennen

Laut dem Online-Portal MEDEWO (damit Verpackung verbindet) sollen Verbraucher anhand der Recycling-Codes erkennen können, aus welchem Material Verpackungen bestehen und so im Idealfall auch den richtigen Entsorgungsweg finden. So gehört beispielsweise Styropor nicht immer in den „Gelben Sack“. Teile davon gehören in den Restmüll, wie echo24.de bereits berichtete.

Die folgende Liste enthält die gebräuchlichsten Recycling-Codes:

  • PET (01): Polyethylenterephtalat, häufig für Getränkeflaschen verwendet.
  • HDPE (02): Hochdichtes Polyethylen, oft für Milchflaschen und Reinigungsmittelbehälter verwendet.
  • PP (05): Polypropylen, das man oft in Joghurtbechern findet.

Dies sind die gängigsten Recyclingcodes für Kunststoffe. Laut Utopia sind sie schwer zu recyceln, da sie viel Energie benötigen. Wenn sie nicht recycelt oder verbrannt werden, können sie ins Grundwasser oder in die Umwelt gelangen, wo sie zu Mikroplastik zerfallen. Verbraucher sollten daher immer darauf achten, wie sie Kunststoffe wie Joghurtbecher richtig entsorgen. Die Frage, ob die Becher vor dem Wegwerfen gespült werden sollten, beantwortet echo24.de in einem anderen Artikel.

Recycling-Codes von Papier und Pappe: Warum sie wichtig sind

Auch für Pappe und Papier gibt es verschiedene Recycling-Codes. Derzeit sind drei Codes definiert:

  • PAP (20): Wellpape wird vor allem für Transportverpackungen eingesetzt.
  • PAP (21): Sonstige Pappe. Häufig handelt es sich dabei um Verpackungskomponenten aus Graukarton/Vollpappe wie Zwischenlagen und Kantenschutzwinkel o. Ä.
  • PAP (22): Papier

Papier und Pappe lassen sich grundsätzlich gut recyceln. Nachhaltig sind die Materialien trotzdem nur bedingt: Um den Zellstoff zu gewinnen, werden die Holzfasern mit Chemikalien behandelt. Herstellung und Recycling kosten zudem viel Energie. Um dies zu vermeiden, können Verbraucher ihren Papierkonsum nachhaltiger gestalten oder im Alltag Papier sparen.

Auf manchen Verpackungen sind kleine Dreiecke mit Zahlen und Buchstaben aufgedruckt – der sogenannte Recycling-Code.

Um das Recycling zu optimieren, sollten Verbraucher bewusst darauf achten, welche Papiersorten und Kartonagen wo entsorgt werden. Papiertaschentücher, auch wenn sie – wie der Name schon sagt – aus Papier sind, gehören nicht in die Papiertonne, sondern in den Restmüll. Über die Gründe hat echo24.de bereits ausführlich berichtet.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Collage:echo24.de

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