Richtige Mülltrennung

Joghurtbecher vor dem Wegwerfen ausspülen? So wird Plastik richtig entsorgt

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Mülltrennung ist wichtig, aber wie sauber müssen Verpackungen wirklich sein, bevor sie entsorgt werden? Gerade bei Joghurtbechern gibt es viele Unsicherheiten: Sollte das Plastik vor dem Wegwerfen ausgespült werden?

Mülltrennung ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, doch nicht jeder weiß, wie es richtig geht. Mit dem Jahreswechsel haben sich einige Dinge beim Recycling geändert. Besonders bei Plastikverpackungen wie Joghurtbechern herrscht oft Unsicherheit. Muss der Becher ausgespült werden, bevor er recycelt werden kann? Die Antwort ist klar.

Joghurtbecher & Co. wegwerfen: Warum „löffelrein“ besser ist als perfekt sauber

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass Plastikverpackungen komplett sauber sein müssen, bevor sie im Gelben Sack landen. Doch Experten wie Markus Klohr von der Abfallverwertungsgesellschaft Ludwigsburg widersprechen: Ein Joghurtbecher muss nicht ausgespült werden. Es reicht aus, ihn „löffelrein“ zu machen – also die Reste grob zu entfernen, so Klohr dem SWR3 gegenüber. Der Grund: In den Recyclinganlagen werden alle Verpackungen ohnehin gereinigt. Das spart Wasser, Energie und Zeit.

Ein paar Rückstände schaden nicht, denn diese werden in den Anlagen entfernt, bevor das Material weiterverarbeitet wird, erklärt Klohr in einem Gespräch mit dem SWR3. Größere Verschmutzungen, die die Verarbeitung behindern könnten, gehören jedoch in den Restmüll. Eine Liste zeigt außerdem, welcher Müll wirklich in den gelben Sack gehört.

Muss der Becher ausgespült werden, bevor er recycelt werden kann?

Recycling in Deutschland: Warum Ausspülen von Abfall oft mehr schadet als nützt

In Deutschland regelt das Verpackungsgesetz die Entsorgung von Plastik, Metall und Verbundstoffen über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Die Verpackungen werden nach der Abholung in Sortieranlagen getrennt, gewaschen und anschließend zu Granulat verarbeitet, erklärt „gelbe-sack.de“. Dieses dient als Grundlage für neue Produkte.

Das bedeutet, dass saubere Verpackungen zwar vorteilhaft sind, aber ein vollständiges Ausspülen überflüssig ist. Wer Joghurtbecher oder andere Verpackungen aus Gewohnheit spült, schadet zwar nicht, belastet aber unnötig die Umwelt durch den zusätzlichen Wasserverbrauch, schreibt „payback.de“.

Joghurtbecher und Aluminiumdeckel: Deshalb ist das Trennen entscheidend fürs Recycling

Wichtiger als das Spülen ist die korrekte Trennung der Verpackungsbestandteile. Viele Verpackungen bestehen aus mehreren Materialien, wie etwa ein Joghurtbecher mit Aluminiumdeckel. Damit diese Materialien optimal recycelt werden können, sollten sie voneinander getrennt entsorgt werden, empfiehlt „gelbe-sack.de“.

Der Becher kommt in den Gelben Sack, ebenso wie der Deckel – aber separat. Ein Blick auf die Verpackung kann dabei helfen, denn immer mehr Produkte geben Hinweise zur richtigen Mülltrennung, so „gelbe-sack.de“ weiter. Auch bei der Entsorgung von Altglas müssen Verbraucher auf bestimmte Dinge achten.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Heike Rau/Imago

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