Häufigste Gelenkerkrankung

Arthrose frühzeitig erkennen: Achten Sie auf Warnsignale wie Schmerzen im Knie

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Wird eine Arthrose nicht behandelt, kommt es zum Dauerschmerz bei jeder Bewegung. Wichtig: Erste Anzeichen richtig deuten und frühzeitig behandeln lassen.

Schmerzen beim Gehen, Schmerzen im Knie – halten die Beschwerden länger an und treten regelmäßig auf, kann dies ein Hinweis für eine Arthrose sein. Von der häufigsten Gelenkerkrankung sind in Deutschland rund acht Millionen Menschen betroffen. Bereits ab einem Altern von 40 können sich erste Anzeichen bemerkbar machen. Zu Beginn zeigen sich die Symptome zunächst bei Belastung – das Greifen mit den Fingern fällt schwerer, beim Anlaufen zieht es in Knie und Hüfte. In fortgeschrittenen Stadium leiden Betroffene auch im Ruhezustand unter Schmerzen, selbst nachts. Mit zunehmendem Alter nimmt die Beweglichkeit in den betroffenen Gelenken spürbar ab. Dann kann häufig nur mehr ein künstlicher Gelenkersatz helfen, wodurch Betroffene sich letztlich wieder schmerzfrei bewegen können. Welche weiteren Symptome auf eine beginnende Arthrose hindeuten können.

Wer ist von Arthrose betroffen?

Laut des Deutschen Rheuma-Liga Bundesverbands e. V. ist die Wahrscheinlichkeit, eine Arthrose zu entwickeln, nicht nur vom Altern, auch vom Geschlecht abhängig. Bis zum 55. Lebensjahr erkranken vorrangig Männer, im höheren Alter tritt die Gelenkerkrankung häufiger bei Frauen auf.

Arthrose beginnt schleichend: Achten Sie auf zwei frühe Warnzeichen

Eine Arthrose, die häufigste Gelenkerkrankung, beginnt meist ab dem Alter von 40. Frühe Anzeichen sind sogenannte Anlaufschmerzen und Schmerzen in den Gelenken. Theoretisch können alle Gelenke im Körper eine Arthrose entwickeln, wobei am häufigsten die Knie- und Fingergelenke betroffen sind, so der „Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.“

Ursache für die zunehmenden Schmerzen ist ein voranschreitender Abbau des Gelenkknorpels. Zusätzlich treten Veränderungen im darunterliegenden Knochen auf. Diese Schäden entwickeln sich oft, wenn Gelenke übermäßig und dauerhaft stark beansprucht werden. Theoretisch können alle Gelenke im Körper erkranken. Besonders einschränkend sind die Auswirkungen der Arthrose für Hüft- oder Kniegelenke.

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Osteoporose vorbeugen: Essen Sie bestimmtes Obst und Gemüse – Heidelbeeren, Orangen und Brokkoli sind gut

Geschnittene, rote Zwiebel
Zwiebeln zählen mit 540 Milligramm Calcium pro 100 Gramm zu den calciumreichsten Gemüsesorten. Zudem enthalten sie einen bestimmten Eiweißstoff, der knochenabbauende Zellen hemmt und so vor Osteoporose schützen soll. Für den gesundheitsfördernden Effekt essen Sie Zwiebeln am besten roh oder erhitzen Sie das wertvolle Gemüse nur wenig. Rote Zwiebeln gelten als noch gesünder, da sie reich an Antioxidantien sind. Geheimtipp: Träufeln Sie den Inhalt der rohen Zwiebel in Ihren morgendlichen Saft. © breitformat/Imago
Frischer Brokkoli
Wenn es um Schutz durch Calcium geht, setzen Sie auf grünes Gemüse wie Brokkoli. Gekocht zählt er mit 118 Milligramm Calcium pro 100 Gramm zu den empfehlenswerten Lieferanten. Zudem enthält Brokkoli noch Vitamin K, das die Knochenfestigkeit unterstützt. © Design Pics/Imago
Frischer Spinat
Spinat sollte, wenn es um grünes Gemüse geht, ebenfalls nicht auf dem Speiseplan fehlen. Roh schmeckt er nicht nur besonders, er versorgt den Körper mit 99 Milligramm pro 100 Gramm Spinat mit dem nötigen Calcium für einen gesunden Knochenaufbau. © Victor Burnside/Imago
Fenchel
Roher Fenchel im Salat ist geschmacklich ein echtes Highlight und zunehmend beliebt – und die Knochen werden dabei auch noch gestärkt, denn 100 Gramm Fenchel enthalten 44 Milligramm Calcium. © Photology2000/Imago
Sojasprosse
Neben der rohen Zwiebel sind es auch die Sojasprossen, die mit ihrem Calcium-Anteil überzeugen. 130 Milligramm Calcium sind in 100 Gramm Sojasprossen enthalten und können bei regelmäßigem Verzehr die Knochen schützen und einer Osteoporose vorbeugen. © imageBROKER/O. Diez/Imago
Orange
Wer mag es nicht, den frisch gepressten Orangensaft in der Früh. Reiben Sie doch noch zusätzlich die Schale der Orange hinein, das kommt Ihrer Knochengesundheit zugute. Denn 100 Gramm Orangenschale enthält stolze 161 Milligram Calcium. © RaK/Imago
Zitrone
Gleiches gilt für die Zitronen! Nicht nur ihr Saft, auch die Schale der Zitrone dient bei regelmäßigem Verzehr der Osteoporose-Vorbeugung. 100 Gramm Zitronenschale enthält immerhin 134 Milligramm Calcium. © Darren Greenwood/Imago
Honigmelone
Honigmelone ist nicht nur lecker, sie kommt mit einem Calciumanteil von 60 Milligramm auf 100 Gramm Melone kurz nach den Johannisbeeren und noch vor den Himbeeren. © Iordache Magdalena/Imago
Feigen
Feigen zählen zu dem Obst, das gerne frisch und getrocknet verspeist wird. Sowohl frische als auch getrocknete Feigen sind reich an Nährstoffen und gelten als sanftes Abführmittel. 100 Gramm Feigen enthalten rund 35 Milligramm Calcium. In getrockneten Feigen ist der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen zwar etwas höher, allerdings sind sie in der Form auch kalorienreicher. © Wilhelm Boyungs/Imago
Beeren
Lecker! Beeren aller Art, wie Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren sowie Heidelbeeren, sind reich an wichtigen Nährstoffen – beispielsweise Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Folsäure, Magnesium und Zink – und schützen bei regelmäßigem Genuss mit 30 Milligramm Calcium pro 100 Gramm auch noch die Knochen. © BVDC/Imago

Symptome der Arthrose durch Ernährungsumstellung vermeiden

Nicht nur eine frühe Therapie ist wichtig, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten und zu verbessern. Die Arthrose und ihre zugrunde liegende Entzündung kann durch eine Ernährungsumstellung enorm gelindert werden. Die Umstellung der Ernährung basiert auf zwei wesentlichen Prinzipien: Durch den Verzehr von gesunden Fetten und sekundären Pflanzenstoffen wird die Entzündung reduziert und eine ganzheitliche Gewichtsreduktion entlastet langfristig die Gelenke.

Eine Arthrose entsteht nicht von heute auf morgen, vielmehr über einen längeren Zeitraum. Welche erste zwei Anzeichen auf eine beginnende Gelenkerkrankung hindeuten können:

  • Der charakteristische „Anlaufschmerz“ kann beispielsweise an Hüften oder Knien auftreten. Beim beginnenden Laufen spürt man auf den ersten Metern ein Ziehen oder ein Spannungsgefühl.
  • Ein sogenannter Belastungsschmerz, der sich nach längerem Gehen oder Stehen bemerkbar macht.

Symptome einer Arthrose: Auch eine Schwellung und verspannte Muskeln können Hinweis sein

Schmerzen dienen als Alarmsignal und können auf eine potenzielle Schädigung hinweisen, oft im Zusammenhang mit dem beginnenden Schaden an den Gelenken.

Typische Symptome einer Arthrose sind:

  • Gelenksteifigkeit (Morgensteifigkeit)
  • Schwellungen an den Gelenken
  • Dauerschmerz des Gelenks
  • Verspannte Muskeln um das Gelenk
  • Bewegungseinschränkungen

Bei einem entsprechenden Verdacht ist es ratsam, möglichst frühzeitig einen Orthopäden aufzusuchen, um auch andere Erkrankungen wie eine Osteoporose auszuschließen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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