Gastritis nach Weihnachten? Wie Sie das Magenleiden erkennen und behandeln
VonJuliane Gutmann
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Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit? Eine entzündete Magenschleimhaut kann dahinterstecken. Wie Sie die Gastritis von harmlosen Beschwerden unterscheiden und was dagegen hilft.
Nach den Festtagen kämpfen viele mit Magen-Darm-Problemen. Meist ist das auf ungewohnt große Mengen an Essen zurückzuführen. Auch auf kurzfristig übermäßigen Alkoholkonsum reagiert der Magen-Darm-Trakt oftmals empfindlich. Die Beschwerden verschwinden in der Regel, wenn man zum normalen Alltag zurückkehrt und gesünder isst. Wenn die Magenbeschwerden allerdings anhalten oder schlimmer werden, kann auch eine Gastritis ursächlich sein.
Dabei handelt es sich um eine akute Entzündung der Magenschleimhaut. Die Krankheit äußert sich durch Magenschmerzen, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit und einen aufgeblähten Bauch. Häufige Ursache für Gastritis ist eine Infektion mit der Bakterienart Helicobacter pylori oder die regelmäßige Einnahme entzündungshemmend wirkender Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR, wie das Bundesministerium für Gesundheit informiert. Doch auch Alkohol, Nikotin, fettes oder scharfes Essen und anhaltender Stress können zu Magenbeschwerden führen, heißt es weiter.
Wie erkenne ich Gastritis?
Die Symptome von Gastritis können variieren, von milden Beschwerden bis hin zu intensiven Magenschmerzen reichen. Ein häufiges Anzeichen ist ein brennendes oder schmerzendes Gefühl im Oberbauch, begleitet von Aufstoßen oder Übelkeit. Bei ausgeprägten Magenschleimhautentzündungen kann es sogar zu Magenblutungen kommen, wie das Universitätsklinikum des Saarlandes schreibt. Daher sollten Sie nicht zögern und bei ersten Anzeichen einer Gastritis einen Arzt aufsuchen.
Die Behandlung der Erkrankung hängt von der Art der Gastritis ab. Eine wichtige Maßnahme ist die Anpassung der Ernährung. Scharfe, fettige und säurehaltige Speisen sollten vermieden werden. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Kartoffeln oder Nudeln verhelfen dem Magen, sich zu regenerieren. Auch kleine Portionen entlasten den Magen. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, gutem Stressmanagement und der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten sorgen für schnellere Heilung.
Die Einnahme von säurehemmenden Medikamenten wie Pantoprazol kann ebenfalls Teil der Therapie sein. Hierbei ist jedoch eine genaue Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erforderlich, um Nebenwirkungen zu minimieren. In schweren Fällen, insbesondere bei bakteriellen Infektionen, können Antibiotika erforderlich sein.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.