Bei leichten Beschwerden

Grippe, Erkältung, Corona: Fünf Symptome, die Sie mit Hausmitteln lindern können

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Gerade in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter Atemwegserkrankungen. Wie Sie diese mit traditionellen Hausmittel lindern können, erfahren Sie hier.

Aktuell steigt die Anzahl der Atemwegserkrankungen wieder an. Viele Menschen kämpfen deshalb derzeit mit einer Corona-Infektion, Erkältung oder Grippe. Die auftretenden Symptome lassen sich jedoch meist selbst zuhause behandeln. Betroffene müssen dabei nicht direkt zu Medikamenten greifen, sondern können Beschwerden zunächst mit einfachen Hausmitteln lindern.

Corona, Grippe, Erkältung: Fünf Beschwerden mit Hausmitteln lindern

Wer unter Schnupfen leidet, kann diesem beispielsweise mit einem Nasenspray entgegenwirken.

Bei einem leichten Krankheitsverlauf können Atemwegserkrankungen in der Regel zuhause auskuriert werden. Patienten sollten den Körper dafür schonen, sich ausreichend Ruhe gönnen und vor allem viel trinken – dies hilft bei allen möglichen Beschwerden. Daneben können bei bestimmten Symptomen auch altbewährte Hausmittel helfen:

  • Husten: Inhalieren Sie bei trockenem Husten mehrmals täglich mit heißem Wasser. Zudem kann auch ein selbst zubereiteter Hustensaft helfen. Dieser besteht traditionell aus Zwiebelsud und Honig. Allerdings ist Honig bei Kindern unter einem Jahr nicht geeignet.
  • Halsschmerzen: Um Halsschmerzen zu lindern, ist es wichtig, viel Wasser und Tee zu trinken. Insbesondere Salbei- und Ingwertee eignen sich hier und sind für den Hals wohltuend. Bei sehr starken Halsschmerzen, zu denen Schluckbeschwerden und Fieber hinzukommen, kann es sich jedoch um eine Mandelentzündung halten. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
  • Schnupfen: Ist Ihre Nase verstopft, kann ein abschwellendes Nasenspray helfen. Da dies jedoch abhängig machen kann, sollten Sie es immer nur wenige Tage lang anwenden und nicht über einen längeren Zeitpunkt benutzen. Außerdem können auch Inhalationen mit heißem Wasserdampf oder Spülungen mit Salzwasser (Nasenduschen sind in der Apotheke erhältlich) helfen, die Nase wieder etwas freier zu bekommen. Ein Mediziner sollte aufgesucht werden, wenn Beschwerden wie Fieber oder ein starkes Krankheitsgefühl hinzukommen.

Nasendusche: Sanft und effektiv

Eine Nasendusche mit Salzlösung (werblicher Link) hilft, Schleim, Staub, Pollen und andere Reizstoffe aus der Nase zu entfernen. Sie kann besonders nützlich bei Erkältungen, Allergien oder Sinusitis sein, um die Nasenatmung zu erleichtern und das Risiko von Infektionen zu verringern. Durch die regelmäßige Anwendung einer Nasendusche kann die Nasenschleimhaut gereinigt und befeuchtet werden, was zu einer verbesserten Nasenhygiene und einem allgemeinen Wohlbefinden führen kann.

  • Ohrenschmerzen: Als Sofortmaßnahme bei schmerzenden Ohren kann ein Zwiebelsäckchen helfen. Dabei handelt es sich um ein bewährtes und wirksames Hausmittel. Geben Sie dafür klein geschnittene Zwiebel in ein dünnes Stoffsäckchen und pressen Sie dies etwas. Wärmen Sie es im Anschluss kurz in der Mirkowelle oder über warmem Wasserdampf auf. Sobald das Säckchen eine angenehme und nicht zu heiße Temperatur hat, können Sie es auf das Ohr legen.
  • Fieber: Wenn Sie unter Fieber leiden, hilft vor allem eines: Bettruhe. Außerdem sollten Sie ausreichend trinken, damit Ihr Körper die Infektion bekämpfen kann. Eine Wärmflasche und zusätzliche Decken können wärmen, falls man friert. Schwitzt der Betroffene hingegen und ist es ihm zu warm, eignen sich Wadenwickel. Tränken Sie dafür ein dünnes Tuch mit warmem Wasser, wringen Sie es anschließend aus und legen Sie es nicht zu fest an die Unterschenkel. Umwickeln Sie es mit einem weiteren trockenen Tuch. Achten Sie darauf, dass das Wasser der Wadenwickel nicht kalt ist, sondern unbedingt lauwarm. Sobald sich Füße oder Unterschenkel kalt anfühlen, sollten Sie die Wickel weglassen. Hält das Fieber außerdem drei Tage an oder ist es sehr hoch, ist ein Arztbesuch notwendig.

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Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Tanya Yatsenko/IMAGO

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