Knochen oder Weichteile betroffen

Krebs: Sarkome erkennen – drei mögliche Anzeichen für bösartigen Tumor

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Sarkome treten entweder in den Knochen oder im Weichgewebe auf. Betroffene zeigen keine typischen Beschwerden, deshalb wird ein Tumor meist erst spät erkannt.

Sarkome zählen zu den sogenannten malignen Tumoren. Dabei handelt es sich um bösartige Tumore, die insgesamt in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Neben Sarkomen gibt es noch Karzinome und Blastome. Etwa ein Prozent aller Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr machen Sarkome aus. Damit tritt diese Form von Krebs nur selten auf. Wo Sarkome im Körper entstehen können und an welchen Symptomen man sie erkennen kann, erfahren Sie hier.

Krebs: Sarkome treten am häufigsten in Armen und Beinen auf

Am häufigsten treten Sarkome in Armen oder Beinen auf.

Über 100 verschiedene Tumorarten werden unter dem Begriff „Sarkome“ zusammengefasst. Alle diese Formen sind sowohl in ihrem Wachstumsverhalten als auch in ihrer Prognose unterschiedlich. Daher ist auch die jeweilige Therapie abhängig von der genauen Tumorart. Sarkome befinden sich entweder in den Knochen oder im Weichgewebe (Muskel-, Fett- und Bindegewebe). Hauptsächlich treten sie in letzterem auf (85 Prozent). Nur 15 Prozent der Sarkome kommen in den Knochen vor.

Sarkome im Weichteil sind bösartig und wachsen direkt in das Nachbargewebe hinein. Außerdem besitzen sie die Fähigkeit, auch in entfernte Organe zu streuen. Weichteil-Sarkome treten vor allem in den Armen und Beinen auf. Aber auch der Hals- und Kopfbereich, Schultern, Bauchraum und Becken können betroffen sein. Knochensarkome haben ihren Ursprung im Knochen oder im Knochengewebe. Auch bei ihnen handelt es sich um bösartige Tumore. Von dem Osteosarkom und dem Ewing-Sarkom sind vor allem Kinder und Jugendliche betroffen. Bei Menschen über 40 Jahren treten diese hingegen kaum noch auf. Ab einem Alter von 50 Jahren kommt allerdings das Chondrosarkom häufiger vor. Diese Knochentumore gehen aus dem Knorpelgewebe hervor und befallen vor allem Becken, Schulter und oder Hüfte.

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Sarkome erkennen: Symptome der bösartigen Tumorart

Da bei Sarkomen keine typischen Beschwerden und Symptome auftreten, werden sie meist erst spät erkannt. Folgende Anzeichen können in verschiedenen Stadien des Tumors auf ihn hinweisen:

  • schmerzlose Schwellung oder Knoten (tritt meist zu Beginn auf)
  • Spannungsgefühl an betroffenen Stellen (wenn das Sarkom wächst)
  • Schmerzen (wenn Sarkom bereits Nerven verdrängt oder in das Nervengewebe hineinwächst)

Gelenkschmerzen, Gelenksteifigkeit oder ein Knochenbruch können bei Knochensarkomen vorkommen. Besteht eine Schwellung länger als vier Wochen, sollten Sie diese von einem Arzt untersuchen lassen.

Zehn Krebsarten mit den geringsten Überlebenschancen

Menschliche Körper
Das Mesotheliom zählt zu den tödlichsten Krebsarten. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei nur knapp über zehn Prozent. Beim Mesotheliom handelt es sich um einen seltenen Tumor des Weichteilgewebes. Überwiegend Männer im höheren Lebensalter sind davon betroffen. Diagnostiziert wird er meistens im Brustfell, seltener im Bauchfell.  © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Menschlicher Körper mit Bauchspeicheldrüse
Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Pankreaskrebs gilt als eine der tödlichsten Krebsarten überhaupt. Nur etwa sieben bis acht Prozent der Patienten überleben die ersten fünf Jahre nach einer Diagnose. Häufig wird der Tumor zu spät erkannt und bildet Metastasen. Zudem kommt er oftmals nach einer Therapie wieder zurück. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Leber
Auch wenn Leberkrebs relativ selten ist, so gehört er dennoch wegen seiner schlechten Prognose zu den häufigsten Krebstodesursachen. In Deutschland treten rund 9.500 neue Fälle im Jahr auf, bei ungefähr 8.000 Todesfällen. Das relative 5-Jahres-Überleben sowohl bei Männern als auch bei Frauen liegt bei etwa 15 Prozent. Die Prognose hängt dabei vom Zustand der Leber und vom Stadium der Krebserkrankung ab. © Science Photo Library/IMAGO
Person hält Zigarette in der Hand
Rauchen bzw. Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, dessen Prognose in der Regel ebenfalls ungünstig ist. Laut RKI liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei Frauen bei rund 21 Prozent, bei Männern bei rund 15 Prozent. Auch hier unterscheiden sich die Überlebensaussichten jedoch deutlich nach dem Stadium der Krebserkrankung. Allerdings wird Lungenkrebs meist spät entdeckt, da er im frühen Stadium meist keine Beschwerden verursacht.  © ETfoto/IMAGO
Frau hält Modell von Gehirn in Händen
Das zentrale Nervensystem (ZNS) befindet sich im Schädel und im Wirbelkanal in der Wirbelsäule. Es umfasst alle Nerven und Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark. Krebserkrankungen des ZNS betreffen zu 95 Prozent das Gehirn, während sich die restlichen fünf Prozent auf vier Bereiche verteilen: das Rückenmark, Hirn- und Rücken­marks­häute und Hirn­nerven. Krebserkrankungen des ZNS zählen zu den gefährlicheren Krebsarten. Bei Männern liegt demnach die relative 5-Jahres-Überlebensrate für bösartige ZNS-Tumore bei 21 Prozent, für Frauen bei 24 Prozent. Trotz Forschung sind die genauen Ursachen für die verschiedenen Hirntumore weitgehend unklar. Über die Risikofaktoren ist deshalb wenig bekannt.  © Mareen Fischinger/IMAGO
Person hält sich Hände an Bauch
Gallenblasenkrebs und Gallengangkrebs kann sich unter anderem durch Bauchschmerzen im oberen Bauch bemerkbar machen. Schuld daran sind bösartige Tumore in der Gallenblase beziehungsweise in den Gallenwegen. Nur wenige Patienten mit der Krebserkrankung sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben. Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten bei bösartigen Tumoren der Gallenblase und der Gallenwege betragen bei Männern 20 Prozent und für Frauen 17 Prozent und sind damit relativ niedrig. © Iordache Magdalena/IMAGO
Speiseröhre
Auch der Speiseröhrenkrebs zählt zu den Krebsarten mit ungünstigen Überlebensaussichten. Mit einer Rate von circa 90 Prozent ist er bezogen auf die Mortalitätsrate (Anzahl der Gestorbenen im Verhältnis zu den Erkrankten) mit am tödlichsten. Jedoch ist die Anzahl der Erkrankten bei dieser Krebsart auch niedriger. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt für Männer bei 22 Prozent, für Frauen bei 24 Prozent. Alkohol, Rauchen und Übergewicht zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren. © Science Photo Library/IMAGO
Frau bekommt Magenspiegelung
Die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung, um einen Magentumor feststellen zu können, ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Da die Krebserkrankung häufig erst spät erkannt wird, ist sie meist nicht mehr heilbar. Das macht die Prognose der Lebenserwartung bei Magenkrebs relativ ungünstig. Fünf Jahre nach der Diagnose lebt etwa nur noch ein Drittel der Betroffenen. Zwar haben sich laut RKI die Überlebensaussichten in letzter Zeit verbessert. Allerdings bleiben sie im Vergleich zu anderen Krebsarten immer noch ungünstig. Bei Frauen liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate demnach bei 37 Prozent, für die Männer bei 34 Prozent. © Kzenon/IMAGO
Eierstock
Eierstockkrebs ist um ein Vielfaches tödlicher als beispielsweise Brustkrebs. Laut RKI sind die Überlebensaussichten von Patientinnen mit Eierstockkrebs relativ schlecht. Aktuell liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate bei 42 Prozent. Je früher die Krankheit jedoch erkannt wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Da die Symptome allerdings unspezifisch sind, ist eine Früherkennung des sogenannten Ovarialkarzinoms kaum möglich. So überleben nur knapp 50 Prozent der betroffenen Frauen nach fünf Jahren mit dem Krebs. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO
Knochenmark
Eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks wird als Multiples Myelom bezeichnet. Dabei stellt es eine bösartige Vermehrung Antikörper produzierender Plasmazellen dar. Die Erkrankung tritt meist zuerst im Knochenmark auf, wo sie häufig mehrere Erkrankungsherde (z.B. Knochenbrüche, Blutbildveränderungen) bildet. Mit einer relativen 5-Jahres-Überlebensrate von 54 Prozent bei Frauen und 56 Prozent bei Männern ist auch ihre Prognose eher ungünstig. So ist mit einer dauerhaften Heilung in der Regel nicht zu rechnen. © Zoonar.com/ersin arslan/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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