Bis zu 10 Jahre

Längeres Leben durch Sport? Drei Sportarten machen jünger

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Sport wirkt sich positive auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. Einige Sportarten können einer aktuellen Studie zufolge das Leben dabei um bis zu zehn Jahre verlängern.

Wer regelmäßig Sport treibt, fühlt sich nicht nur besser, sondern lebt auch länger – unabhängig davon, um welche Art der körperlichen Aktivität es sich dabei handelt. Denn ausreichend Bewegung wirkt sich positiv auf das körperliche und geistige Wohlbefinden aus. Gerade Körpersysteme wie Atmung, Herz-Kreislauf, Immunsystem, Muskeln, Verdauung und Gehirn profitieren zudem langfristig von Sport. Wie dänische Forscher nun herausfanden, spielt allerdings auch die Wahl der Sportart eine entscheidende Rolle. Drei Sportarten verlängern das Leben dabei sogar um bis zu zehn Jahre – welche das sind, erfahren Sie hier. 

Aktuelle Studie: Sportarten, die sich auf die Lebensdauer auswirken

Im Rahmen der Copenhagen City Heart“-Studie untersuchte das dänische Forscherteam insgesamt 8.577 gesunde Erwachsene. Erhoben wurden über einen Zeitraum von 25 Jahren Daten zu Lebensdauer, Lebensstil und den bevorzugten Sportarten, der Probanden. Immer wieder mussten die Teilnehmer dabei Auskunft zu ihren sportlichen Aktivitäten geben.

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Muskelmasse aufbauen: Sportarten, die Ihnen einen straffen Körper bescheren

Frau trainiert mit einem Kettlebell
Beim Crossfit geht es darum, den Körper ganzheitlich zu trainieren. Das wird durch Eigengewicht-Übungen erreicht, aber auch durch Training mit Geräten. Ursprünglich sollte das Workout Polizisten während ihrer Ausbildung fit machen. Mittlerweile ist das funktionelle Training allerdings im Breitensport angelangt. „Crossfit ist ein Mix aus Kraft-, Bodyweight- und Ausdauer-Training. Hinzu kommt der geniale Nebeneffekt, dass du mit dieser speziellen Art des Functional Trainings auch die gewünschten optischen Effekte herbeirufst“, wird Ulrike Glöckner, Trainerin und Crossfit-Athletin, vom Magazin Women‘s Health zitiert. Eine Crossfit-Einheit dauert rund eine Stunde und beinhaltet Aufwärmübungen, ein „Workout of the day“ und Stretching am Ende des Trainings. © Josep Suria/Imago
Frau steht vor verschiedenen Hanteln
Mithilfe von Krafttraining mit Geräten lässt sich effektiv Muskulatur aufbauen. Im Fitnessstudio, aber auch im heimischen Fitnessraum, lässt sich mithilfe von Hanteln, Klimmzugstange, Bauchroller bis Kettlebell ein individuelles Krafttraining absolvieren.  © Sergio Nievas/Imago
Frauen machen Übungen in einem EMS-Studio
EMS steht für Elektromyostimulation oder Elektro-Muskel-Stimulation. Die Muskeln werden hier während spezieller Übungen durch leichte Stromschläge angeregt, zu wachsen. Die EMS kommt ursprünglich aus dem Bereich der Physiotherapie. Therapeuten nutzen die Methode, um nach Verletzungen oder Unfällen Muskulatur gezielt wieder aufzubauen. Aber auch für gesunde Erwachsene kann das Training sinnvoll sein. Wie die Barmer Krankenkasse informiert, ist das EMS-Training im Studio zwar verhältnismäßig teuer. Aber für Menschen, die ihre Muskeln trainieren wollen, aber wenig Zeit haben, sei der Fitness-Trend EMS allein aus Zeitgründen eine interessante Option. „Jede Übung wird intensiviert, effizientes Ganzkörpertraining dauert damit lediglich 15 bis 20 Minuten“, zitiert das Magazin Woman‘s Health den Sportwissenschaftler Dr. Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln. (Symbolbild) © Imago
Frau macht Ballett
Ballett-Workout, auch Barre genannt, ist weit weniger bekannt als der typische Kraftsport am Gerät. Doch der Effekt auf die Muskulatur kann sich sehenlassen. Auch tiefliegende Muskulatur wird gestärkt und gedehnt, positiver Nebeneffekt: eine straffe Silhouette. © Imago
Eine junge Frau macht Dehnungsübungen
Pilates trainiert auch die tiefliegenden Muskeln in Bauch und Rücken. Kontrollierte Bewegungen und viele Eigengewichtübungen machen den Sport für alle Altersgruppen empfehlenswert. Viele sehen in Pilates einen wenig anstrengenden „Frauensport“, was Andy Dalton, Quarterback in der Profi-Liga im American-Football dem Magazin GQ zufolge wie folgt kommentiert: „Du denkst, Pilates sei eher eine Übung für Frauen, dann machst du es einmal und stellst fest, dass diese Mädchen dir in den Arsch treten, weil sie vor allem die kleinen Muskelgruppen trainieren, die Männer nicht immer trainieren.” © Aleksei Isachenko/Imago
Frau und Mann treiben im Park Sport mithilfe eines Sling-Trainers.
Auch das sogenannte Sling-Training eignet sich gut, um gezielt Muskulatur aufzubauen. Mithilfe eines Gurtsystems werden spezielle Übungen gemacht, während derer Sie sich ständig ausbalancieren müssen. Dies stabilisiert nicht nur die großen Muskelgruppen, sondern auch die tiefliegenden.  © Arne Trautmann/PantherMedia/Imago
Frau macht Sport auf der Matte
HIT steht für High Intensity Training, zu deutsch so viel wie hochintensives Training oder Hochintensitätstraining. Die Muskeln werden hier durch kurzes, intensives Workout stark belastet. Die intensiven Reize führen dazu, dass der Körper schnell und effektiv Muskulatur aufbaut, informiert die Barmer Krankenkasse.  © Imago

Das Ergebnis: Teamsportarten sind besonders gut für ein längeres Leben. Während Tennisspieler durchschnittlich etwa 9,7 Jahre länger lebten, waren es bei den Badmintonspielern etwa 6,2 Jahre. Auch Fußball verlängerte den dänischen Forschern zufolge die Lebensdauer um rund 4,7 Jahre. Einzelsportarten wie Radfahren (3,7 Jahre), Schwimmen (3,4 Jahre), Joggen (3,2 Jahre) und Gymnastik (3,1 Jahre) hatten ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Lebenserwartung – verglichen mit Teamsportarten war dieser Effekt allerdings deutlich geringer.

Badminton hat lebensverlängernde Wirkung.

Lebensverlängernde Sportarten: Soziale Kontakte und kindliches Spielen

Der Schlüssel liegt dabei scheinbar in den sozialen Kontakten. Laut Dr. James O’Keefe, Mitautor der Studie, ist unser soziales Netzwerk entscheidend für das mentale und physische Wohlbefinden sowie die Lebensdauer. Mannschaftssportarten fördern nicht nur Bewegung, sondern auch soziale Interaktion und emotionale Bindung. 

Gerade bei Tennis und Badminton gibt es jedoch einen weiteren Grund, der die Lebensdauer positiv beeinflusst: Bei diesen Aktivitäten wird der kindliche Spieltrieb in geweckt. Dr. James O’Keefe erklärt dazu: „Du kannst zum Beispiel nicht Badminton spielen, ohne dich wieder wie ein Kind zu fühlen. Es ist einfach nur purer Spaß.“

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Yuri Arcurs peopleimages.com/Imago

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