Längeres Leben durch Sport? Drei Sportarten machen jünger
VonLaura Knops
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Sport wirkt sich positive auf die körperliche und geistige Gesundheit aus. Einige Sportarten können einer aktuellen Studie zufolge das Leben dabei um bis zu zehn Jahre verlängern.
Wer regelmäßig Sport treibt, fühlt sich nicht nur besser, sondern lebt auch länger – unabhängig davon, um welche Art der körperlichen Aktivität es sich dabei handelt. Denn ausreichend Bewegung wirkt sich positiv auf das körperliche und geistige Wohlbefinden aus. Gerade Körpersysteme wie Atmung, Herz-Kreislauf, Immunsystem, Muskeln, Verdauung und Gehirn profitieren zudem langfristig von Sport. Wie dänische Forscher nun herausfanden, spielt allerdings auch die Wahl der Sportart eine entscheidende Rolle. Drei Sportarten verlängern das Leben dabei sogar um bis zu zehn Jahre – welche das sind, erfahren Sie hier.
Aktuelle Studie: Sportarten, die sich auf die Lebensdauer auswirken
Im Rahmen der „Copenhagen City Heart“-Studie untersuchte das dänische Forscherteam insgesamt 8.577 gesunde Erwachsene. Erhoben wurden über einen Zeitraum von 25 Jahren Daten zu Lebensdauer, Lebensstil und den bevorzugten Sportarten, der Probanden. Immer wieder mussten die Teilnehmer dabei Auskunft zu ihren sportlichen Aktivitäten geben.
Das Ergebnis: Teamsportarten sind besonders gut für ein längeres Leben. Während Tennisspieler durchschnittlich etwa 9,7 Jahre länger lebten, waren es bei den Badmintonspielern etwa 6,2 Jahre. Auch Fußball verlängerte den dänischen Forschern zufolge die Lebensdauer um rund 4,7 Jahre. Einzelsportarten wie Radfahren (3,7 Jahre), Schwimmen (3,4 Jahre), Joggen (3,2 Jahre) und Gymnastik (3,1 Jahre) hatten ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Lebenserwartung – verglichen mit Teamsportarten war dieser Effekt allerdings deutlich geringer.
Lebensverlängernde Sportarten: Soziale Kontakte und kindliches Spielen
Der Schlüssel liegt dabei scheinbar in den sozialen Kontakten. Laut Dr. James O’Keefe, Mitautor der Studie, ist unser soziales Netzwerk entscheidend für das mentale und physische Wohlbefinden sowie die Lebensdauer. Mannschaftssportarten fördern nicht nur Bewegung, sondern auch soziale Interaktion und emotionale Bindung.
Gerade bei Tennis und Badminton gibt es jedoch einen weiteren Grund, der die Lebensdauer positiv beeinflusst: Bei diesen Aktivitäten wird der kindliche Spieltrieb in geweckt. Dr. James O’Keefe erklärt dazu: „Du kannst zum Beispiel nicht Badminton spielen, ohne dich wieder wie ein Kind zu fühlen. Es ist einfach nur purer Spaß.“
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.