Winterlicher Lichtblick

Blüten vom Weihnachtskaktus fallen ab – woran liegt es?

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Wenn der Weihnachtskaktus seine Knospen abwirft oder einfach nicht blüht, kann dies ein Pflegefehler sein. Es gibt aber auch andere Ursachen und Lösungen.

Der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) bringt ab November Farbe ins Haus: Dann zeigt die Zimmerpflanze ihre exotischen Blüten von Pink über Rot bis Weiß, mal in knalligen, mal in zarten Tönen. Sofern sich überhaupt Knospen bilden oder die Blüten abfallen – ein häufiges Problem von Pflanzenfreunden. Für das Ausbleiben der Blüte gibt es mehrere mögliche Ursachen, aber auch Lösungen.

Sieben Gründe, warum der Weihnachtskaktus nicht blüht

Wenn alle Knospen des Weihnachtskaktus aufblühen, hat man in Sachen Temperatur, Standort und Pflege alles richtig gemacht.

Nicht immer liegt es an mangelnder Pflege, wenn der Weihnachtskaktus seine Blütenpracht nicht zeigt, daher sollte man folgende Punkte prüfen:

  • Falsche Temperatur: Nach einer kurzen Kältephase im Herbst benötigt der Weihnachtskaktus eine gleichmäßige Zimmertemperatur bei etwa 20 Grad Celsius.
  • Zu viel Sonne: Die Schlumbergera stammt zwar ursprünglich aus Brasilien und mag es gerne hell, aber die direkte Sonneneinstrahlung auf dem Fensterbrett ist auch für sie zu viel des Guten. 
  • Platzwechsel: Wenn Sie einmal einen guten zugluftfreien Standort für die Pflanze gefunden haben, sollten Sie diesen beibehalten und den Topf möglichst wenig drehen und verschieben.
  • Falsches Gießverhalten: Die ursprüngliche Heimat des Weihnachtskaktus ist nicht die Wüste, sondern der Wald. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen, sondern sollte immer mäßig feucht sein. Etwa ein- bis zweimal in der Woche gießen, das Wasser sollte kalkfrei sein.

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  • Trockene Heizungsluft: Das Aufdrehen der Heizung verringert die Luftfeuchtigkeit im Raum, die der Weihnachtskaktus als Tropenpflanze aber benötigt. Besprühen Sie die Pflanze zweimal wöchentlich mit etwas Wasser oder lassen Sie es über einen mit Steinen gefüllten Unterteller verdunsten – Staunässe ist zu vermeiden.
  • Zu wenig Dünger: Etwa alle zwei bis drei Wochen und während der Blütenbildung freut sich der Weihnachtskaktus über etwas Blumendünger.
  • Umtopfen: Auch wenn im Topf nicht mehr viel Platz ist – kurz vor oder während der Blüte kann der Weihnachtskaktus auf ein stressiges Umtopfen mit einem Knospenabwurf reagieren. Wählen Sie dafür am besten den Februar oder März. 

Zehn Zimmerpflanzen, die Leitungswasser gar nicht vertragen – sie reagieren auf Kalk

Eine rosa blühende Zimmerazalee dem Tisch
Moorbeetpflanzen wie die Azalee können Leitungswasser nicht ausstehen. © blickwinkel/Imago
Blätter des Gemeinenr Tüpfelfarns (Polypodium vulgare) in Nahaufnahme
Kleine Gießsünden straft der Tüpfelfarn fast sofort mit braunen Blättern. © blickwinkel/Imago
Bromelie mit pinker Blüte
Bromelien wachsen in der freien Natur auf Bäumen – und da kommt nur Regenwasser hin. © YAY Images/Imago
Eine Alokasie im Kübel
Lieber Mineralwasser als Leitungswasser: Die Alokasie verändert sonst vielleicht ihre schöne Blattfarbe. © agefotostock/Imago
Eine Hand hält eine Orchideenblüte
Am liebsten mögen die Orchideen ein Tauchbad in kalkarmem Wasser. © agefotostock/Imago
Eine pinke Kamelie
An die Kamelie darf nur Regenwasser oder entmineralisiertes Leitungswasser. © agefotostock/Imago
Sonnentaupflanze in Nahaufnahme
Leitungswasser ist für den Sonnentau tabu: Es schädigt die Wurzeln der fleischfressenden Pflanze. © imagebroker/Imago
Eine pinkfarbene Hortensie in grünem Übertopf
Auch als Zimmerpflanze bevorzugt die Hortensie kalkarmes Wasser. © agefotostock/Imago
Die herzförmige rosafarbene Blüte einer Flamingoblume oder Anthurie
Mit gefiltertem, kalkfreien Wasser kann man der Flamingoblume (Anthurie) eine Freude machen. © Panthermedia/Imago
Eine Gardenie mit weißer Blüte
Die Gardenie blüht nur so elegant, wenn sie richtig gegossen wird. Am besten mit Regenwasser. © Panthermedia/Imago

Wenn der Weihnachtskaktus gar nicht erst Knospen ausbildet, müssen Sie ihn vielleicht zunächst aus seinem zu warmen Sommerschlaf wecken: Ab Ende August benötigt er eine Phase mit weniger Licht, weniger Wasser und kühleren Temperaturen von zehn bis 15, maximal 20 Grad, um die Blütenbildung anzuregen – zum Beispiel, indem er einen Standort im Hausflur oder im Schlafzimmer bekommt.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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