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Endlich zeigen sich Knospen am Weihnachtskaktus – doch ein falscher Handgriff genügt, und die Pflanze wirft alle Blütenansätze ab, bevor sie sich öffnen können.
Der Weihnachtskaktus, nach dem gleichnamigen französischen Kakteenzüchter auch Schlumbergera genannt, beginnt ab November zu blühen. Auch wenn die Zimmerpflanze eigentlich sehr pflegeleicht ist, neigt sie oftmals dazu, ihre Knospen abzuwerfen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, besonders empfindlich reagiert der Weihnachtskaktus aber auf einen Standortwechsel.
Weihnachtskaktus-Pflege: Standort ist für Blüte entscheidend
Damit die Schlumbergera zur Weihnachtszeit auch üppige Blüten trägt, sollte man den Standort mit Bedacht auswählen: Wie beim Osterkaktus sollte dieser hell sein, im Sommer ist sogar ein halbschattiger Platz im Garten oder auf dem Balkon gut geeignet. Ob drinnen oder draußen, direktes Sonnenlicht mag der Weihnachtskaktus jedoch nicht, da er sonst schnell Sonnenbrand bekommt.
Spätestens sobald die Temperaturen unter zehn Grad Celsius sinken, muss er ins Haus, fühlt sich dort aber durchaus in kühleren Räumen wie dem Schlafzimmer wohl – diese niedrigeren Temperaturen sind auch wichtig, um die Blütenbildung im Spätherbst anzuregen.
Hat der Weihnachtskaktus einen passenden Standort gefunden, sollte man ihn dort so gut wie möglich in Ruhe lassen. Denn ein Drehen des Topfes während der Knospenbildung führt dazu, dass sich diese immer wieder zum Licht orientieren und mitdrehen. Vor allem, wenn sie noch klein sind, führt dies dazu, dass sie geschwächt abfallen. Bei einem Standortwechsel sollte man die Schlumbergera also immer in die gleiche Stellung zur Lichtquelle ausrichten wie zuvor.
Auf Staunässe reagiert der Weihnachtskaktus sehr empfindlich
Weitere mögliche Ursachen für das Abwerfen der Blütenknospen:
- Zugluft
- Staunässe
- Schnelle Temperaturunterschiede
- Austrocknen des Wurzelballens
Um den natürlichen Bedürfnissen des Weihnachtskaktus gerecht zu werden, ist es sinnvoll, die Pflanze in den Abendstunden im Herbst keiner künstlichen Lichtquelle auszusetzen. Denn wie das Flammende Käthchen ist die Schlumbergera eine Kurztagspflanze, die zur Blütenbildung lichtarme Phasen benötigt. Eine Abdeckung oder ein dunkler Raum sind hier die Lösungen.
Wenn Ihnen Ihre Schlumbergera besonders gut gefallen, können Sie den Weihnachtskaktus auch einfach über Stecklinge oder Blätter vermehren, sobald die Pflanze verblüht ist.
Weihnachtskaktus-Pflegekalender für das ganze Jahr
Damit der Weihnachtskaktus gesund bleibt und zuverlässig blüht, braucht er je nach Jahreszeit unterschiedliche Pflege. Dieser Mini-Kalender zeigt, worauf Sie achten sollten:
| Zeitraum | Phase | Maßnahme |
|---|---|---|
| Februar – März | Ruhephase | Kühl stellen (10–15 °C), wenig gießen, nicht düngen |
| April – August | Wachstumsphase | Heller Standort ohne Mittagssonne. Regelmäßig gießen und alle 2 bis 3 Wochen schwach düngen |
| September – November | Blütenbildung | Kühler (12–15 °C) und täglich rund 15 Stunden dunkel stellen. Gleichmäßig, aber sparsam gießen. Pflanze möglichst nicht mehr umstellen |
| Dezember | Blütezeit | Mäßig gießen, keine Düngung und keine Standortwechsel |
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Häufige Fragen zum Weihnachtskaktus (FAQs)
1. Wie oft sollte man den Weihnachtskaktus gießen?
Das Substrat sollte gleichmäßig leicht feucht, aber niemals nass sein. Vor dem erneuten Gießen prüft man am besten, ob die obere Erdschicht leicht abgetrocknet ist. Während der Blüh- und Wachstumsphase ist der Wasserbedarf höher, in der Ruhezeit hingegen sehr gering.
2. Wann und wie wird der Weihnachtskaktus umgetopft?
Ein Umtopfen ist etwa alle zwei bis drei Jahre nach der Blüte sinnvoll – ideal ist das Frühjahr. Verwendet wird ein lockeres, humoses Substrat (z. B. Kakteenerde oder Blumenerde mit Sandanteil). Nach dem Umtopfen sollte die Pflanze erstmal nicht gedüngt werden, bis sie neue Wurzeln gebildet hat.
3. Warum verliert mein Weihnachtskaktus seine Knospen?
Der häufigste Grund ist ein abrupter Standortwechsel, sobald sich Knospen gebildet haben. Auch Zugluft, trockene Heizungsluft oder zu viel Wasser können dazu führen, dass die Pflanze ihre Knospen abwirft.
