Station in München

Tesla-Cybertruck auf Europa-Tour: So kam der Edelstahl-Koloss bei den Besuchern an

  • schließen

Der Tesla-Cybertruck ist aktuell auf Europa-Tour. Auch in München machte der Edelstahl-Koloss von Elon Musk Station. Der Ansturm war groß.

Der Raum steht unter Strom. Im Tesla-Center in Parsdorf ist es leise wie in der Kirche. 20 Männer schleichen um den Cybertruck, als wär‘ er ein Altar. Einer streckt die Hand aus zur Karosserie aus Edelstahl. Eine Hostess hält ihn auf. Nur gucken. Nicht anfassen. Etwas Respekt, bitte!

Cybertruck-Europa-Tournee – eine Station war München

5,68 Meter lang, 2,41 Meter breit, gut drei Tonnen schwer und kantig wie ein Klotz: Nur ein paar Tage stand das Monster-Elektroauto von US-Milliardär Elon Musk (52) im Tesla-Center Parsdorf bei München – eine von rund 100 Stationen einer Cybertruck-Europatournee. Und die Bayern sagen: Boah. 1700 Interessenten hatten sich schon vorab angemeldet. Nur 20 Fans dürfen gruppenweise ins Gebäude, für 15 Minuten. Dann die nächsten.

Cybertruck auf Europa-Tournee: Elon Musks Edelstahl-Pick-up zieht viele Besucher an. (Symbolbild)

„Schon beeindruckend“: Cybertruck beeindruckt Besucher

Der Cybertruck ist ein grau glänzender Stahl-Schrank auf Rädern – wohlgemerkt auf hüfthohen Rädern. Durch seine bullige Form wirkt er sogar größer, als er ist. Das Tesla-Trumm ist 1,79 Meter hoch – doch selbst groß gewachsene Männer fühlen sich neben ihm wie ein Mini. Das Elektroauto ist spiegelglatt, besteht aber gefühlt nur aus Kante. Die Gegensätze gehen drinnen weiter. Das Lenkrad des Monsters ist klein, der Rückspiegel winzig. Konsole und Armaturen sind aus hellem und dunklem Plastik. Am Boden liegen Gummimatten.

Außen brachial-bombastisch, innen basic. Mit zwei Bildschirmen, vorne und im Fond. „Schon beeindruckend“, sagt Philipp (20). Er hält die Hände vor der Brust verschränkt und blickt konzentriert auf den Stahl. Das Auto würde er sich nicht kaufen, aber die Technik interessiert ihn. „Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur-Student.“ Und wenn schon mal ein Raumschiff in der Stadt ist...

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

„Wir kaufen den sofort“: Wahre Tesla-Fans unter den Besuchern

Auf der anderen Seite schaut Marina (25) den Cybertruck mit großen Augen an – und sieht sich schon damit fahren. „Wir sind totale Elon-Musk und Tesla-Fans. Wenn er nach Deutschland kommt, kaufen wir den sofort!“, sagt sie. Ihr Freund Arwed (35): „Ach was, wir bestellen den gleich heute.“ Umgerechnet 70.000 Euro kostet die Version vor ihm. Das Top-Modell „Cyberbeast“ rund 90.000 Euro. Der schafft's von 0 auf 100 km/h in 2,7 Sekunden.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter

Schwer und schnell. Traut man dem Kühlschrank zu, der strahlt das aus. Dabei ist unklar, wann Cybertrucks in Deutschland verkauft werden. Oder ob sie je zugelassen werden. „Der Fokus liegt aktuell nur auf Nordamerika“, sagt ein Tesla-Sprecher vor Ort nur. Dort wurden seit dem Start Ende November 2023 erst 4.000 Stück ausgeliefert. In Deutschland würden sicher ein paar Käufer dazukommen. Thomas Gautier

Rubriklistenbild: © dts Nachrichtenagentur/Imago

Kommentare