Lange Schlangen

Lade-Hemmung: Britische Tesla-Fahrer müssen auf freie Supercharger stundenlang warten

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Chaotische Bilder aus Großbritannien: Zur winterlichen Hauptreisezeit mussten Tesla-Fahrer teils stundenlang warten, um ihren Stromer laden zu können.

Es ist der ganz große Bremsklotz bei der Elektromobilität, und das wichtigste Argument für Autofahrer, die nicht umsteigen mögen: Die Unsicherheit, ob man bei Bedarf eine freie Ladesäule findet, und der mögliche Zeitverlust beim Stromzapfen. Tatsächlich warnen Experten immer wieder vor Lade-Engpässen und zu wenig Ladesäulen. Die Befürchtung, dass knapper Strom einem die Tour vermasselt, ist weit verbreitet. In der Schweiz wird bei Energieknappheit sogar ein Fahrverbot für E-Mobile erwogen.

Lade-Chaos: Britische Tesla-Fahrer müssen stundenlang auf freie Supercharger warten

In Großbritannien kann künftig möglicherweise zumindest das private Laden eingeschränkt werden. Und die Szenen, die sich dort zur Reisezeit um Weihnachten und Silvester abspielen, könnten noch stärkere Zweifel an der Elektromobilität in dem Brexit-Staat wecken.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Denn offenbar mussten britische Tesla-Fahrer teilweise stundenlang warten, um einen freien Platz an einem Supercharger zu ergattern. Zahlreiche Reisende posteten in sozialen Netzwerken Bilder von langen Staus, die sich vor den Ladeparks gebildet hatten.

Lade-Chaos: „Schlimmste Reise als Tesla-Fahrer“

Ein Twitter-User zählte an einer Anlage im Nordwesten Englands 40 Autos in der Schlange vor sich. „Zwei Stunden und 30 Minuten Warten auf eine Ladung“, schrieb er: „Die schlimmste Reise als Tesla-Fahrer“.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Probleme betrafen offenbar mehrere Landesteile. Ursache war aber wohl nicht eine Knappheit an Strom, sondern schlicht die Unterversorgung mit Ladestationen in manchen, vor allem ländlichen Regionen.

Rubriklistenbild: © Twitter (@thejamiewaters)

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