Wegen politischer Äußerungen

Tesla-Fahrer positionieren sich: Aufkleber gegen Elon Musk begeistert weltweit

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An Elon Musk scheiden sich die Geister. Dessen politisches Engagement wird für Tesla zum Image-Problem. Viele Käufer setzten nun mit einem Aufkleber ein Zeichen.

Es gibt wohl kaum einen Firmenchef, der so sehr polarisiert wie Elon Musk. Für die einen ist der Milliardär ein absolutes Genie, die anderen sehen in ihm einen gefährlichen Rechtsaußen. Eine Auffassung, die sich in den letzten Monaten immer mehr verbreitet hat. So spielte Musk im Wahlkampf von Donald Trump eine zentrale Rolle und erklärte kürzlich, dass nur die AfD Deutschland retten könne. Und dann wäre da noch die Geste bei Donald Trumps Amtsantritt, die sehr an einen Hitlergruß erinnerte. Der Südafrikaner wird damit immer mehr zum Problem für Tesla. Denn für viele gilt: Tesla ist Musk und Musk ist Tesla!

Tesla-Fahrer setzten mit Sticker Zeichen gegen Elon Musk

Die Elektroautos des US-Autobauers gelten inzwischen in einigen Kreisen als politisches Statement. Tesla-Fahrer als AFD-Fans und Trump-Unterstützer. Manche trauen sich mit ihren Autos längst nicht mehr auf die Straße. Viele Tesla-Fans wenden sich wegen Musk sogar von der Marke ab. Einige geben ihre Fahrzeuge ab oder lassen das Leasing auslaufen. Andere setzen mit einem Aufkleber mit dem Spruch „I bought this before Elon went crazy“ (“Ich habe ihn gekauft, bevor Elon Musk verrückt geworden ist“) ein Zeichen.

@justmetori_

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So auch Patrick Schneider, der hinter dem Sticker steckt. „Ich versuche mich ganz klar zu positionieren und Haltung zu zeigen“, sagt er dem SWR. „Indem ich sage, ich fahre dieses Auto so gerne und er [Musk] hat da was Großartiges mitgeschaffen. Aber was Elon aktuell angeht, kann man nicht mehr mitgehen.“

Anti-Elon-Sticker für Teslas ist ein riesiger Erfolg

Über seine Firma Sons of Battery vertreibt dieser den Aufkleber. Und der ist weltweit ein riesengroßer Erfolg. In den sozialen Medien finden sich unzählige Beiträge von Teslas mit der Aufschrift. Seit der Wahl von Trump verkaufe sich der Sticker sogar noch besser, sagt Schneider dem SWR. Jedes Mal, wenn Musk mit kontroversen politischen Äußerungen in die Schlagzeilen gerät, brummt das Geschäft aus neue. Am Wochenende von Trumps Amtseid seien es 2.000 Bestellungen pro Tag gewesen. Normal seinen 50 bis 100.

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Schneider ist jedoch nicht der einzige, der ein Zeichen gegen den Tesla-Chef setzt. So wollen die politischen Aktivistengruppen „Zentrum für politische Schönheit“ und „Led by Donkeys“ in der Nacht zum Donnerstag (23.01.2025) große Lichtprojektionen an die Gigafactory in Grünheide geworfen haben. Diese sollen Musks Hitlergruß gezeigt haben, zudem wurde der Tesla-Schriftzug um das Wort Heil ergänzt. Ob es diese Aktion jedoch wirklich gab, ist unklar. Dem Werksschutz seien laut Auto, Motor und Sport keine Aktivisten auf dem Werksgelände aufgefallen. Und auch der Polizei Berlin-Brandenburg seien keine Auffälligkeiten bekannt.

Angeblich soll auch Banksy ein Straßenkunstwerk geschaffen haben, das den Moment festhält, in dem Musk den „Gruß“ machte. Das Gemälde zeigt auch einen kleinen Jungen, der die Welt hält und auf Musk uriniert.

Rubriklistenbild: © MediaPunch/Imago

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