Kameras statt Sensoren

Tesla lässt Ultraschallsensoren weg: Funktion eingeschränkt

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Nach dem Radar streicht Tesla auch die Ultraschallsensoren. Einige Parkassistenten sind daher nicht mehr oder nur eingeschränkt verfügbar.

Tesla hat den Rotstift ausgepackt, allerdings nicht, um die laut Elon Musk viel zu hohen Preise der Elektroautos zu senken. Stattdessen streicht der Elektro-Pionier aus den USA mal wieder Bauteile. Im vergangenen Jahr erwischte es die Radarkomponente, nun folgen auch die Ultraschallsensoren.

Zunächst lässt Tesla die Ultraschallsensoren beim Model 3 und Model Y weg. Ab 2023 werden dann auch das Model X und Model S ohne diese ausgeliefert. Künftig soll „Tesla Vision“ einspringen. Das optische System setzt ausschließlich auf Kameras und ein KI-trainiertes Erkennungssystem, das ein neuronales Netzwerk nachahmt, berichtet t3n.de.

Tesla setzt bei seinen Autos auf Kameras statt Sensoren. (Symbolbild)

Tesla lässt Ultraschallsensoren weg: Funktion eingeschränkt

Den Entwicklern zufolge soll „Tesla Vision“ eine größere Sichtweite ermöglichen und kann Objekte identifizieren und unterscheiden. So weit, so gut: gäbe es da nicht ein entscheidendes Problem: Das kamerabasierte Fahrassistenzsystem ist noch nicht gänzlich ausgreift. Das zeigt auch ein Video in den sozialen Medien, in dem zu sehen ist, wie ein Elektroauto von Tesla daran scheitert, eine Kutsche zu erkennen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Mit dem Wegfall der Ultraschallsensoren schaltet Tesla deshalb einige Funktionen ab oder schränkt diese vorübergehend ein. Betroffen sind davon die Parkassistenten der Neuwagen ohne Ultraschallsensoren. Kunden des US-Autobauers müssen als künftig beim Park Assist (Umgebungswarner), Autopark (selbstständiges Parken) sowie Summon (manuelle Fernsteuerung per App) und Smart Summon (Herbeirufen) Abstriche machen oder können diese gar nicht nutzen.

Tesla lässt Ultraschallsensoren weg: Updates soll Funktion wiederherstellen

Diese Funktionen sollen jedoch in der „nahen Zukunft“ durch eine Reihe von Software-Updates wieder zur Verfügung gestellt werden, betont Tesla. Wann es so weit ist, verrät der US-Konzern indes nicht. Alle anderen Funktionen des umstrittenen Autopilots sollen von der Änderung derweil nicht betroffen sein. Das gilt auch für das Full Self-Driving, das in Deutschland allerdings – wie einige andere Funktionen auch – nicht verfügbar ist.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Tesla bei seinen Elektroautos Funktionen zeitweise streicht oder einschränkt. So wurden mit der Streichung des Radars in Nordamerika einige Sicherheitsfunktionen abgeschaltet und die Höchstgeschwindigkeit des Autopilot auf 130 km/h begrenzt. Inzwischen hat Tesla diese wieder aktiviert und die Maximalgeschwindigkeit auf 140 km/h angehoben.

Rubriklistenbild: © Zuma Wire/Imago

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