Noch genug Profil auf den Reifen? So messen Sie mit einer Münze nach
VonSebastian Oppenheimer
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Spätestens beim Reifenwechsel sollte man unbedingt auch die Profiltiefe checken. Doch wie viel braucht es mindestens? Und wie kann man nachmessen? Wir klären auf.
Der saisonale Reifenwechsel gehört nicht unbedingt zu den größten Freuden von Autobesitzern. Hat man aber keine Ganzjahresreifen montiert, sollte man den Wechsel keinesfalls zu lange hinauszögern. Denn im Sommer mit Winterreifen unterwegs zu sein ist eine ähnlich schlechte Idee, wie im Winter die Sommerreifen drauf zu lassen. Allerdings müssen irgendwann einmal neue Pneus her: Ersetzt werden sollten Winterreifen spätestens nach acht Jahren, Sommerreifen sollte man maximal zehn Jahre fahren. Um eine gute Fahrsicherheit zu gewährleisten ist es aber auch wichtig, dass die Reifen noch genug Profil aufweisen.
Gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern – ausreizen sollte man das aber nicht
Beim Reifenwechsel sollte man die Pneus nicht nur auf Beschädigungen untersuchen, sondern auch das Profil begutachten. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern – sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen. Weist ein Reifen weniger auf, gilt er als nicht mehr verkehrssicher und es droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Dennoch sollte man den gesetzlichen Rahmen nicht ausschöpfen: Bei Sommerreifen empfiehlt der ADAC eine Mindestprofiltiefe von drei Millimetern, bei Winter- oder Ganzjahresreifen sogar vier Millimeter.
Verschwindet der goldene Rand einer Ein-Euro-Münze vollständig, so ist auf dem Reifen noch mindestens eine Profiltiefe von drei Millimetern vorhanden. (Symbolbild)
Profiltiefe mit einer Euro-Münze messen – so wird's gemacht
Messen lässt sich die Restprofiltiefe entweder mit einem entsprechenden Messgerät, das für wenige Euro erhältlich ist – manchmal bekommt man es sogar als Werbegeschenk zugesteckt. Doch es geht auch noch einfacher – und zwar mit einer Münze. Und so wird’s gemacht:
Der goldene Rand einer Ein-Euro-Münze ist exakt drei Millimeter breit. Hält man die Münze ins Reifenprofil und der Rand verschwindet komplett, so ist – zumindest auf Sommerreifen – noch ausreichend Profil vorhanden.
Bei Winterreifen kann man eine Zwei-Euro-Münze verwenden. Bei dieser ist der silberfarbene Rand genau vier Millimeter breit. Auch hier gilt: Wenn der Rand komplett im Profil verschwindet, so ist noch ausreichend vorhanden.
Stellt man fest, dass die Ränder der Münzen nur ganz knapp vom Profil bedeckt sind, so sollte man sich über einen Neukauf auf jeden Fall schon einmal Gedanken machen.
Wenn ein Teil des Rands deutlich sichtbar ist, so ist ein Reifen-Neukauf aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall ratsam – auch wenn bei exakter Messung vielleicht noch nicht ganz die 1,6 Millimeter Mindestprofiltiefe erreicht sind.
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