VonSandra Barbara Furtnerschließen
Zecken sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Doch wozu greift man besten, um sie abzuwehren? Hausmittel oder doch lieber Pharma-Produkte?
Hunde sind neugierige und entdeckungsfreudige Tiere und schnuppern gerne am Wegesrand oder streifen durch hohes Gras. Doch dort lauert, vor allem im Frühjahr und im Herbst, die Gefahr, dass sich der Vierbeiner eine Zecke einfängt. Ein Zeckenbiss sollte nicht unterschätzt werden, da es im schlimmsten Fall zu einer gefährlichen Krankheitsübertragung kommen kann.
Wenn ein solcher Plagegeist entdeckt wird, sollte er sofort entfernt und der Hund mit einem Zeckenschutzmittel behandelt werden. Da jedoch immer mehr Tierhalter auf chemische Schutzmittel verzichten möchten, greifen sie stattdessen zu natürlichen Hausmitteln. Doch helfen die wirklich?
Zecken vom Tier fernhalten – Drei Hausmittel, die angeblich helfen sollen
Es gibt eine Vielzahl von chemischen Mitteln, um den Hund oder die Katze vor Zecken zu schützen. Zur Auswahl stehen Spot-Ons (Tropfen), Sprays, Halsbänder oder Tabletten. Doch diese enthalten oftmals giftige Toxine. Klar, wie könnten sie sonst gezielt Parasiten abtöten? Doch manche Tiere reagieren mit Juckreiz, Erbrechen, Durchfall, gereizten Augen oder gereizter Haut darauf. Um ihr Tier vor möglichen Nebenwirkungen zu schützen, verwenden besorgte Besitzer deswegen gerne Hausmittel.
Dies ist der größte Vorteil von natürlichen Dingen. Doch trotzdem sollte man sich immer bewusst machen, dass natürliche Substanzen mitunter nur eine begrenzte Wirksamkeit haben, genauer gesagt keinen dauerhaften Schutz bieten können. Zudem können manche Hausmittel auch allergische Reaktionen hervorrufen.
Zecken vom Tier fernhalten – mit Kokosöl
Kokosöl ist ein Klassiker, denn es kann nicht nur zum Kochen, sondern auch als Parasitenschutz gegen Mücken und Zecken verwendet werden. Grund dafür ist die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure. Sie soll Zecken abschrecken. Hierfür gibt man einfach einen Klecks Öl auf die Handfläche, verreibt es zwischen den Händen und streicht dann über das Fell des Hundes. Vor allem die Bereiche hinter den Ohren, an der Brust und im Nacken sollten eingerieben werden. Die Wirkdauer soll bis zu sechs Stunden anhalten. Doch manche Hunde, vorwiegend die mit langem Fell, sehen danach aus, als hätten sie einen „Ölwechsel“ hinter sich.
Zecken vom Tier fernhalten – mit Schwarzkümmelöl
Die im Schwarzkümmelöl enthaltene Linolsäure soll abschreckend auf Zecken wirken. Das Öl, das aus den Samen des Schwarzkümmels gewonnen wird, ist meistens relativ hoch konzentriert und wird einfach über das Futter oder in den Wassernapf gegeben. Es sollte jedoch nicht dem Tier pur gegeben werden, sondern immer mit Wasser verdünnt werden. Eine zu hohe Dosierung bei einer entsprechenden Konzentration kann die Leber schädigen.
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Zecken vom Tier fernhalten – mit Bernsteinketten
Manche Tierhalter greifen auch gerne zu einem Halsband oder vielmehr zu einer Kette aus Bernstein. Damit Bernstein gegen Zecken wirkt, sollte es sich jedoch um einen unbehandelten Stein handeln. Doch manche Tiere fühlen sich mit dem Tragen einer solchen Kette unwohl und versuchen, sie loszuwerden. Dabei können sie sich auch mitunter verletzen. Die Wirkung soll auf deren elektrostatischer Aufladung und dem harzigen Geruch bestehen. Bei großen Hunden, mit langem Fell, kann man mitunter die Aufladung beim Streicheln selbst verspüren. Ob das jedoch auch Zecken fernhält?
Fazit: Obwohl viele Tierhalter auf natürliche Hausmittel schwören, gibt es keine wissenschaftlichen Belege für ihre Wirksamkeit. Und auf der anderen Seite: Tierbesitzer, die ihren Hund oder ihre Katze mit Hausmitteln zur Zeckenabwehr behandelten, landeten später wegen vielfältiger Symptome, ausgelöst durch eine Anaplasmose oder Babesiose, beim Tierarzt. Sollten Sie und Ihr Tier in einem Zecken-Risikogebiet wohnen und Ihr Hund oder Ihre Katze regelmäßig, von Zecken befallen sein, ist es eine Überlegung wert, mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens über einen ausreichenden Schutz zu sprechen.
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