Entlaufene Hündin kann nicht glauben, dass ihre Mama sie nach 8 Monaten abholen kommt
VonSophie Kluß
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Nach acht Monaten findet Hundebesitzerin Nic ihre vermisste Hündin Zasha durch einen Zufall in den sozialen Medien wieder. Beim Wiedersehen rollen schließlich die Tränen.
Aufgeregt stemmt sich die dunkelbraune Hündin Zasha am Gitter ihres Käfigs hoch und beschnüffelt die blonde Frau, die sie besuchen kommt. Kann es wirklich sein, dass es sich dabei um meine verloren geglaubte Menschenmama handelt? Das oder etwas Ähnliches scheint sich der Vierbeiner in dem Moment zu fragen. „Ich dachte, was, wenn sie sich nicht mehr an mich erinnert?“, beschreibt Zashas Frauchen ihre gemischten Gefühle, die dem herzerwärmenden Wiedersehen vorausgegangen waren.
Doch glücklicherweise hat die Hündin ihr Frauchen Nic nicht vergessen und kann schließlich kaum glauben, wer sie nach acht Monaten Trennung endlich abholen kommt. Auch die Hundebesitzerin ist sichtlich erleichtert: „Es war so herzerwärmend, als sie mich tatsächlich erkannt hat“, erzählt Nic, die selbst in der Tiermedizin tätig ist. Doch was genau war geschehen? Ihre Geschichte hat Nic mit The Dodo geteilt.
Wenige Monate vor ihrem zweiten Geburtstag verschwindet Zasha
„Ich habe Zasha adoptiert, nachdem sie innerhalb von nur wenigen Tagen in drei verschiedenen Haushalten untergekommen war“, berichtet die Hundebesitzerin über die Anfänge ihrer besonderen Beziehung zu der Malinois-Hündin. Wie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) informiert, ist die kurzhaarige Variante des Belgischen Schäferhundes ein sehr einfühlsamer und sensibler Familienhund.
„Ich weiß, dass ich sie früher hätte chippen lassen sollen, aber ich habe es nicht früh genug geschafft“, bereut Nic ihre Entscheidung im Hinblick auf einen Mikrochip für Zasha rückblickend. Anschließend sei die Hündin spurlos verschwunden – nur wenige Monate vor ihrem zweiten Geburtstag. „Als sie verschwunden war, hatte ich schreckliche Angst“, erzählt Nic. „Ich fühlte mich gebrochen. Sie und ich hatten eine verrückte Verbindung. Sie war einfach so ein alberner und spaßiger Hund, bei dem sich nie jemand darum bemüht hatte, ihn zu verstehen.“
Zasha wird aufgegriffen und in ein Tierheim gebracht
Nachdem sie weggelaufen war, wird Zasha gefunden und landet in einer Tötungsstation. „Sie sollte am nächsten Tag eingeschläfert werden“, erzählt Danielle vom The Dogslanding House, einer Auffangstation für Hunde, die getötet werden sollen. „Sie war so liebevoll und ich konnte immer den Hund tief in ihr sehen, der versucht herauszukommen.“
In den knapp sechs Monaten, die Zasha im The Dogslanding House verbringt, erfährt sie eine Menge Zuneigung und lebt sich gut ein. Doch dann nimmt das Schicksal der entlaufenen Hündin eine überraschende Wendung: Ihr Frauchen Nic sieht durch Zufall den Post des Dogslanding House, in dem Zashas neues Zuhause angekündigt werden soll. Sie hinterlässt einen Kommentar – und es stellt sich heraus, dass es sich bei der Hündin auf dem Foto tatsächlich um ihre Zasha handelt.
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Zasha darf endlich nach Hause – „Mein Herz brach auseinander“
„Ich konnte nicht atmen“, erinnert sich Nic an den Moment des Wiedersehens mit ihrer vermissten Hündin. „Ich dachte: ‚Ich habe meinen Hund verloren und niemand bekommt seinen Hund nach mehreren Monaten zurück.‘ Man glaubt nicht, dass das wirklich passiert.“ Zasha sei sich zunächst nicht sicher gewesen, habe schließlich aber angefangen, an Nic zu schnüffeln. „Ich glaube, dass sie es dann realisierte und dachte ‚Warte, ist das meine Mama? Ist sie meinetwegen zurückgekommen?‘ Sie war so aufgeregt.“
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Die Wiedervereinigung sei ein Moment so voller Liebe gewesen, dass sie nicht aufhören konnte, zu weinen, erzählt die mehrfache Hundebesitzerin. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Zasha je wiedersehen würde. Sie zu finden und wieder mit nach Hause zu nehmen, war ein unglaublicher Moment in meinem Leben.“ Seit ihrer Rückkehr sei alles so, als wäre die Malinois-Hündin nie weg gewesen. „Manchmal fühle ich mich, als würde ich träumen.“ Das herzerwärmende Video finden Sie hier.