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Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

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Die Autos von Hyundai und Kia-Autos werden in den USA aktuell besonders oft gestohlen. Die Nachrüstung einer Wegfahrsperre sollen die Kunden zahlen.

Einmal nicht aufgepasst und zack ist das Auto geklaut. Für viele Autofahrer ist das ein absolutes Horrorszenario. Doch nicht alle müssen sich gleich viele Sorgen machen, denn die deutschen Diebe haben klare Präferenzen. Hyundai und Kia gehören da jedenfalls nicht zu. In den USA sieht das jedoch etwas anders aus, dort sind die Autos aus Südkorea bei den Langfingern gerade besonders beliebt. Für Kunden der beiden Marken wird das zur finanziellen Belastung, da sie eine wichtige Nachrüstung selbst bezahlen müssen.

Der Grund für die vielen Diebstahlzahlen: Einige Modellreihen von Hyundai und Kia sind mangels Wegfahrsperren besonders leicht zu klauen. Benötigt werden lediglich ein USB-Kabel und ein Schraubenzieher. Mit diesem wird die Verkleidung hinterm Lenkrad entfernt und das USB-Kabel an einem bestimmten Schaltkreis angeschlossen.

Hyundai und Kia wollen ihre Kunden in den USA für eine wichtige Nachrüstung zahlen lassen. (Symbolbild)

Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

Die Methode ist so einfach, dass sich auf der Social-Media-Plattform TikTok die Kia-Challenge etabliert hat. Betroffen sind vor allen Modelle aus den Baujahren 2011 bis November 2021. Bei Hyundai sind es die Baujahre 2015 bis November 2021. Inzwischen haben die US-Importeure reagiert.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

„Unsere Fahrzeuge erfüllen oder übertreffen die ‚Federal Motor Vehicle Safety Standards‘, und Wegfahrsperren gehören bei allen neuen Hyundai-Fahrzeugen zur Standardausrüstung“, erklärt Hyundai Motror America in einer Stellungnahme, aus der US-Medien zitieren. Und auch KIA America, betont, dass seit dem Modelljahr 2022 alle Autos mit einer Wegfahrsperre ausgestattet seien.

Diebstahl-Challenge: Kunden von Hyundai und Kia sollen Nachrüstung zahlen

Den Besitzern eines der für den USB-Diebstahl anfälligen Modelle hilft das jedoch wenig. Die gute Nachricht ist aber: Sie können bei Hyundai und Kia eine Wegfahrsperre der Firma Compustar nachrüsten lassen. Das Ganze hat jedoch einen Haken: Da es keinen offiziellen Rückruf gibt, müssen die Kunden die Kosten selbst tragen, wie Auto, Motor und Sport berichtet.

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Die Gesamtkosten liegen bei bis zu 750 US-Dollar (etwa 770 Euro), wie eine Anwältin, die mehrere Besitzer von Hyundai- und Kia-Autos vertritt, gegenüber den US-Medien erklärte. Deutsche Autofahrer brauchen sich indes keine Sorgen zu machen, der USB-Trick scheint nur bei US-Fahrzeugen zu funktionieren. Und auch die Diebstahl-Challenge hat es noch nicht zu uns geschafft.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Silas Stein/Imago

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