Stress verhindern

Aggression am Steuer: Welche Konsequenzen Autofahrern drohen

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Immer mehr Menschen neigen zur Aggressivität, insbesondere beim Autofahren. Doch diese Wut kann riskante Manöver einleiten. Doch wie kann man diesen Vorbeugen?

Die zunehmende Verrohung der Gesellschaft ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Vielen Menschen fällt es immer schwerer, andere Meinungen zu akzeptieren. Das Elektroauto wird beispielsweise oft als Elektro-Schrott bezeichnet. Und auch im Straßenverkehr agieren viele Autofahrer immer gereizter. Wenn der Vordermann nicht so fährt, wie man es gerne hätte, geht das Fluchen schnell los.

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Aggressionen im Straßenverkehr können Führerschein kosten

„Hat der seinen Führerschein im Lotto gewonnen?“, ist noch eine der netteren Fragen. Allerdings kann das Ausleben von Wut während der Fahrt zu riskanten und gefährlichen Manövern führen. Der TÜV Süd warnt vor den möglichen Konsequenzen: Wer durch aggressives und gefährliches Fahrverhalten wiederholt negativ auffällt, muss mit Maßnahmen wie einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen.

Auch wenn der Hintermann drängelt, sollte man einen kühlen Kopf bewahren.

Wenn eine Neigung zur Aggression im Verkehr festgestellt wird, erhält der Betroffene seinen Führerschein erst zurück, nachdem er intensiv an dieser Problematik gearbeitet hat. Und wenn das Verhalten als Nötigung eingestuft wird, könnten sogar Geldstrafen oder Gefängnis drohen. „Männer fallen übrigens häufiger durch aggressives Fahrverhalten im Straßenverkehr auf. Die Zahl der Frauen, die nach einer Nötigung zur MPU müssen, ist vernachlässigbar gering“, erklärt Thomas Wicke, Verkehrspsychologe beim TÜV Süd.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Aggressionen am Steuer vermeiden: Diese Tipps helfen

Doch wie lassen sich Aggressionen am Steuer vermeiden? Wichtig ist es, rechtzeitig zu reagieren, wenn man sich gestresst fühlt. Positive Gedanken, Lieblingsmusik oder tiefe Atemzüge können zur Entspannung und Ablenkung beitragen. Zudem kann es helfen, sich in die Lage des Gegenübers zu versetzten. Nur in den seltensten Fällen handelt es sich um eine Provokation. Meist beruht Stress im Straßenverkehr auf einem Missverständnis, wie die Bild schreibt. „Fallen andere Verkehrsteilnehmer durch ein hohes Maß an Aggressivität auf, sollte man selbst Ruhe bewahren“, rät der TÜV-Experte Wicke. „Den Drängler auszubremsen und zu provozieren oder jedoch in Panik zu verfallen, kann eine gefährliche Situation nur noch weiter verschärfen.“ Zudem handelt es sich beim Ausbremsen um eine Nötigung, die ebenfalls bestraft wird.

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Ein weiterer Tipp, um unnötigen Stress und Aggressionen zu vermeiden: Überprüfen Sie die Relevanz der Situation. Zumeist ist der Ärger nach kurzer Zeit schon wieder vergessen. Und bekanntlich wirken sich Ärger und Stress schlecht auf die Gesundheit aus. Wer insbesondere während der Stoßzeiten pünktlich ankommen möchte, sollte die Fahrt mit ausreichendem Zeitpuffer planen, um Stress und Hektik zu vermeiden.

Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

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