Für maximale Ernte

Tomaten im Januar anbauen: Das sollten Sie bedenken

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Klein, rot und sehr begehrt: Selbst kultivierte Tomaten sind einzigartig. Aber ist es lohnenswert, die Samen bereits jetzt auszusäen?

Tomaten sind bei Gärtnern die wohl beliebtesten und gleichzeitig gefürchtetsten Gemüsesorten. Baut man sie an, kann man zwar auf eine leckere und satte Ernte hoffen; der Weg dahin ist aber steinig und nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Bei einem Blick in den Saisonkalender sieht man, dass nun die richtige Zeit ist, die beliebten Tomaten vorzuziehen. Was birgt es für Vorteile, im Januar schon Anzuchterde und Eierkartons für Tomatensamen hervorzukramen?

Warum sollten Sie Tomaten im Januar aussäen?

Tomaten können bereits im Januar ausgesät werden.

Tomaten sind im Sommer reif, doch bis dahin durchlaufen sie einige Schritte. Die Aussaat erfolgt für gewöhnlich zwischen Februar und März, aber auch der späte Januar bietet seine Vorteile: Säen Sie jetzt schon aus, können Sie etwas früher ernten – oft schon ab Mitte Juni. Beachten Sie diese Punkte bei der Aussaat Januar:

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago
  • Stellen Sie sicher, dass die Tomaten ausreichend Licht in Form einer künstlichen Lampe bekommen, denn der Januar strotzt nicht gerade vor Sonnenstunden. Außerdem sollte die Temperatur in den eigenen vier Wänden bzw. auf der Fensterbank immer zwischen 18 und 24 Grad betragen, da die Samen sonst nicht keimen, wie Hauert betont.
  • Wählen Sie neben dem passenden Standort auch das richtige Substrat: Es ist nährstoffarm, kann Wasser gut speichern und ist feinkrümelig.
  • Wenn Sie schon im Januar vorziehen, ist die Pflanze um die Eisheiligen herum schon größer und robuster, weshalb sie dann schon in die Erde oder in ein unbeheiztes Gewächshaus kann. In der Regel ist es dort für erst im Februar gesäte Pflanzen Mitte März bis Mitte April viel zu kalt, wie Tomaten.de weiß. Lassen Sie diese lieber noch im beheizten Gewächshaus. Ins Freie können Sie ab Anfang Juni.

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Der Nachteil einer Aussaat im Januar ist somit der höhere Aufwand, was die Wärmeversorgung betrifft. Ob dies die etwas frühere Ernte und die bereits früher größere Pflanze wert sind, muss jeder Gärtner selbst abwägen.

Rubriklistenbild: © Martina Raedlein/Imago

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