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Auf dem Weg vom Samen zur Tomatenpflanze liegen ein paar Stolpersteine. Wer die häufigsten Fehler bei der Tomaten-Anzucht kennt, kann sie auch einfach vermeiden.
Die Auswahl an Tomaten-Jungpflanzen im Gartencenter ist überschaubar. Das Angebot von Tomaten-Saatgut hingegen ist riesig, sodass Hobbygärtnern die ganze Welt der Tomaten offensteht – ob Balkontomate oder meterhohes Freilandexemplar, ob mit gelben, grünen oder gar lilafarbenen Früchten. Wäre nur schön, wenn aus den Samen auch kräftige, gut tragende Pflanzen werden. Manchmal geht auf dem Weg dorthin etwas schief. Die häufigsten Fehler bei Aussaat und Anzucht kann man aber einfach umgehen.
Fehler Nr. 1: Tomaten zu früh oder zu spät aussäen
Wer Tomaten voreilig aussät, hat zu schnell große Pflanzen. Da diese aber erst ab den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie dürfen, wachsen sie in die Höhe, werden sie dünn, spillerig und nicht kräftig. In einem Gewächshaus steht man nicht vor dieser Problematik. Zu spät gezogene und ausgepflanzte Setzlinge haben möglicherweise nicht genügend Zeit, um vor dem Ende der Saison ausgereifte Früchte zu produzieren. Etwa Mitte März ist ein guter Zeitraum für das Vorziehen von Tomaten im Haus, für das Gewächshaus kann man auch schon Ende Februar loslegen.
Fehler Nr. 2: Das falsche Substrat
Ausgewachsene Pflanzen nehmen es oft nicht krumm, wenn man sie nicht mit spezieller Erde versorgt. Bei Saatgut und Keimlingen kann dies jedoch folgenschwer sein. Enthält das Substrat zu viele Nährstoffe, ist das für die Keimlinge kontraproduktiv – sie wachsen zu schnell, aber die Wurzeln bilden kein weites Geflecht. Die Pflanze wird nicht kräftig und steht wackelig. Greifen Sie zu torffreier Anzuchterde, die ist nährstoffärmer.
Fehler Nr. 3: Tomaten fehlt Licht
Zum einen sind Tomaten Lichtkeimer. Wer die Samen bei der Aussaat mit zu viel Erde bedeckt, erschwert die Keimung. Aber auch einmal gekeimt, benötigen die Pflanzen noch viel Licht. Zu wenig davon lässt sie lang und dünn werden, sie werden anfällig für Krankheiten und brechen leichter ab. Die Tomatensetzlinge sollten im Idealfall 16 Stunden am Tag Licht erhalten. Wer keine Wachstumslampe für Pflanzen zur Verfügung hat, muss die Pflanzen daher möglichst hell stellen.
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Fehler Nr. 4: Zu wenig oder zu viel Feuchtigkeit
Die richtige Bewässerung ist ein Schlüsselfaktor für das gesunde Wachstum von Tomatenpflanzen. Zu wenig Feuchtigkeit erstickt die Samen im Keim, zu viel Wasser lässt die Setzlinge ertrinken und faulen. Halten Sie das Substrat daher gleichmäßig feucht, aber nicht nass, und wählen Sie eine Anzuchtschale mit Abflusslöchern oder einer Drainageschicht. Pikierte Pflanzen bekommen in ihrem Töpfchen am besten einen Untersetzer, um überschüssiges Wasser zu erkennen.
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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Fehler Nr. 5: Falsche Temperatur
Mediterrane Pflanzen wie Zucchini und Tomaten mögen es warm und ohne große Temperaturschwankungen. Eine gute Anzuchttemperatur liegt bei 20 bis 24 Grad Celsius. Nach dem Keimen reduziert man diese auf 18 bis 20 Grad Celsius. Wer die Jungpflanzen innerhalb kurzer Zeit aus dem warmen Haus an einen kühlen Ort stellt, riskiert, dass sie aufgrund des Temperaturschocks eingehen. Vermeiden Sie Zugluft und akklimatisieren Sie die heranwachsenden Pflanzen stundenweise mit kühlerer Luft. Pikierte Pflanzen stehen gut an einem etwas kühleren, aber hellen Platz.
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