Expertin verrät, wie Sie den perfekten Hundetrainer finden: positive Verstärkung statt Sprühhalsband
VonSophie Kluß
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In deutschen Haushalten leben fast elf Millionen Hunde. Wenn es um ihre Erziehung geht, ist es besonders wichtig, einen fachkundigen Hundetrainer zu finden. Tipps von der Expertin.
Die meisten Hunde lieben es, Neues zu lernen. Innerhalb kürzester Zeit sind sie in der Lage, Erfahrungen miteinander zu verknüpfen. Das Sehen, Riechen und Hören nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Wenn es um das Hundetraining geht, ist es außerordentlich wichtig, die richtige Person für Ihren Vierbeiner zu finden.
Worauf es dabei zu achten gilt, hat Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta, zusammengefasst. Wichtig sei es, einen Trainer zu finden, der „auf die Tiere eingeht, deren Bedürfnisse versteht, Missverständnisse in der Kommunikation aufklärt und so die Bindung zwischen Hund und Mensch stärkt“, so Moll.
Tipps für die Hundeerziehung: So finden Sie den richtigen Hundetrainer
„Wer mit Hunden zusammenlebt, sollte lernen, die Welt mit ihren Augen zu sehen, dabei kann ein guter Hundetrainer behilflich sein“, sagt Monic Moll von Peta.
„Tiere kommunizieren mit feinsten Blicken und Gesten – wenn Menschen es schaffen, diese zu lesen, wird aus der Hund-Mensch-Beziehung eine wundervolle Freundschaft“, erklärt die Fachreferentin für tierische Mitbewohner. Doch wo finden sich die potenziellen Hundetrainer überhaupt? Ist Ihre erste Anlaufstelle das Internet, sollten Sie laut Peta unbedingt darauf achten, dass „der Hundetrainer über eine Erlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes verfügt.“ Auch Tierheime, Tierschutzvereine oder tierärztliches Fachpersonal arbeiten häufig mit qualifizierten Hundetrainern oder Hundeschulen zusammen und können Ihnen bestimmt Auskunft erteilen.
Auf einen Blick: Wie Sie qualifizierte Hundetrainer erkennen können
Wie Sie auf einen Blick erkennen, dass es sich um einen qualifizierten Hundetrainer handelt, lesen Sie in dieser Zusammenfassung.
Verfügt die Person über eine fundierte Ausbildung und besitzt Fachwissen? Der Deutsche Tierschutzbund e. V. ergänzt, dass es wichtig ist, auf Qualifikationsnachweise in Theorie und Praxis sowie auf die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen zu achten. Eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt auf Verhalten und Erziehung sei ebenfalls ein wichtiger Anhaltspunkt.
Arbeitet die Person mit positiver Verstärkung und verzichtet komplett auf Hilfsmittel, die für den Hund Tierquälerei und Angst bedeuten würden?
Können Sie die beiden Fragen mit Ja beantworten, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um jemanden, dem Sie guten Gewissens Ihren Hund anvertrauen können.
Ein professioneller Hundetrainer macht im Hinblick auf den Trainingserfolg keine Versprechungen, bevor er seine Klienten kennt. Nimmt sich der Hundetrainer dann auch noch ausreichend Zeit für Sie und Ihren tierischen Gefährten und erstellt erst nach einem Kennenlernen einen entsprechenden Trainingsplan, haben Sie das große Los gezogen und den perfekten Kandidaten gefunden.
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Lesen Sie hier mehr darüber, weshalb die oben genannten Fragen für die Auswahl des richtigen Hundetrainers so wichtig sind:
Arbeitet der Hundetrainer mit positiver Verstärkung?
Für eine gesunde, liebevolle und vertrauensvolle Verbindung zwischen Ihrem Hund und seinem Trainer ist positive Verstärkung die beste Methode. Damit werden beim Training nicht nur schneller Erfolge erzielt, sondern die neuen Verhaltensweisen auch nachhaltig gefestigt. Positive Verstärkung oder belohnungsbasiertes Training, wie Vier Pfoten schreibt, bedeutet, dass gewünschtes Verhalten sehr zeitnah mit Leckerlis, Lob oder – sofern der Hund es mag – durch Streicheleinheiten oder auch durch Spiele belohnt wird. Gewünschte Verhaltensweisen des Hundes sollen demnach verstärkt werden. Der Hund würde dadurch lernen, dass sich sein gezeigtes Verhalten lohnt, was zur Folge hat, dass er es öfter zeigt, so Vier Pfoten.
Unerwünschtes Verhalten werde vom Hundetrainer schlichtweg ignoriert.
Welche Hilfsmittel setzt der Hundetrainer ein?
Auch anhand der Hilfsmittel, die der Hundetrainer verwendet, erkennen Sie, ob es sich um einen geeigneten Trainer handelt. Achten Sie also darauf, dass er auf „ein gut sitzendes Hundegeschirr, zwei unterschiedlich lange Leinen für die verschiedenen Trainingsbereiche, Lieblingsleckerlis oder das Lieblingsspielzeug und eine entspannte Umgebung, in der sich stressfrei trainieren lässt“ Wert legt, wie Peta informiert.
Bei Trainingsutensilien wie Zughalsbändern ohne Stopp, Stachelhalsbändern, Sprühhalsbänden oder Elektrohalsbändern sollten Sie von einer Zusammenarbeit in jedem Fall Abstand nehmen.