Worauf muss ich achten?

Expertin verrät, wie Sie den perfekten Hundetrainer finden: positive Verstärkung statt Sprühhalsband

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In deutschen Haushalten leben fast elf Millionen Hunde. Wenn es um ihre Erziehung geht, ist es besonders wichtig, einen fachkundigen Hundetrainer zu finden. Tipps von der Expertin.

Die meisten Hunde lieben es, Neues zu lernen. Innerhalb kürzester Zeit sind sie in der Lage, Erfahrungen miteinander zu verknüpfen. Das Sehen, Riechen und Hören nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Wenn es um das Hundetraining geht, ist es außerordentlich wichtig, die richtige Person für Ihren Vierbeiner zu finden.

Worauf es dabei zu achten gilt, hat Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta, zusammengefasst. Wichtig sei es, einen Trainer zu finden, der „auf die Tiere eingeht, deren Bedürfnisse versteht, Missverständnisse in der Kommunikation aufklärt und so die Bindung zwischen Hund und Mensch stärkt“, so Moll.

Tipps für die Hundeerziehung: So finden Sie den richtigen Hundetrainer

„Wer mit Hunden zusammenlebt, sollte lernen, die Welt mit ihren Augen zu sehen, dabei kann ein guter Hundetrainer behilflich sein“, sagt Monic Moll von Peta.

„Tiere kommunizieren mit feinsten Blicken und Gesten – wenn Menschen es schaffen, diese zu lesen, wird aus der Hund-Mensch-Beziehung eine wundervolle Freundschaft“, erklärt die Fachreferentin für tierische Mitbewohner. Doch wo finden sich die potenziellen Hundetrainer überhaupt? Ist Ihre erste Anlaufstelle das Internet, sollten Sie laut Peta unbedingt darauf achten, dass „der Hundetrainer über eine Erlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes verfügt.“ Auch Tierheime, Tierschutzvereine oder tierärztliches Fachpersonal arbeiten häufig mit qualifizierten Hundetrainern oder Hundeschulen zusammen und können Ihnen bestimmt Auskunft erteilen.

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Auf einen Blick: Wie Sie qualifizierte Hundetrainer erkennen können

Wie Sie auf einen Blick erkennen, dass es sich um einen qualifizierten Hundetrainer handelt, lesen Sie in dieser Zusammenfassung.

  • Verfügt die Person über eine fundierte Ausbildung und besitzt Fachwissen? Der Deutsche Tierschutzbund e. V. ergänzt, dass es wichtig ist, auf Qualifikationsnachweise in Theorie und Praxis sowie auf die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen zu achten. Eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt auf Verhalten und Erziehung sei ebenfalls ein wichtiger Anhaltspunkt.
  • Arbeitet die Person mit positiver Verstärkung und verzichtet komplett auf Hilfsmittel, die für den Hund Tierquälerei und Angst bedeuten würden?

Können Sie die beiden Fragen mit Ja beantworten, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um jemanden, dem Sie guten Gewissens Ihren Hund anvertrauen können.

Ein professioneller Hundetrainer macht im Hinblick auf den Trainingserfolg keine Versprechungen, bevor er seine Klienten kennt. Nimmt sich der Hundetrainer dann auch noch ausreichend Zeit für Sie und Ihren tierischen Gefährten und erstellt erst nach einem Kennenlernen einen entsprechenden Trainingsplan, haben Sie das große Los gezogen und den perfekten Kandidaten gefunden.

Diese elf Hunderassen sind vielleicht schlauer als Ihr Nachbar – belegt durch wissenschaftliche Tests

Ein Malinois drückt sich anschmiegsam gegen die Beine eines Soldaten.
Der Malinois, auch bekannt als Belgischer Schäferhund ist – Erkenntnissen einer Studie von Dezember 2022 zufolge – die intelligenteste Hunderasse der Welt. Häufig wird diese kluge Rasse als Polizei- oder Schutzhund eingesetzt. Ihre Eigenständigkeit stellte der Malinois während verschiedener Tests unter Beweis: Neben dem Deutschen Schäferhund war es beim Belgischen Schäferhund am wahrscheinlichsten, dass er sich angesichts einer unlösbaren Aufgabe nicht an seinen Besitzer wandte. © TT/Imago
Border Collie mit Frisbee im Maul.
Der sensible Border Collie gilt als eine der intelligentesten Hunderassen. Lange Zeit galt er sogar als die schlauste Rasse überhaupt. Aufgrund seiner Cleverness ist er ein prädestinierter Hund für Hundesportarten wie Agility oder Obedience. Sein „Will to please“ (der Wille, seinem Menschen zu gefallen) sorgt dafür, dass der Border Collie aufblüht, wenn er zusammen mit seinem Besitzer Aufgaben lösen darf. Der früher meist als Schäferhund eingesetzte Border Collie ist heute ein beliebter Familienhund. © Westend61/Imago
Porträt eines auf einer Bank in Cleadon Hills stehenden Pudels an einem sonnigen Tag.
Pudel sind nicht nur beliebte Familienhunde, sondern zeichnen sich durch ihre außerordentliche Klugheit und die überdurchschnittliche Lernfähigkeit aus. Der aus Frankreich stammende Rassehund wird oft als Rettungshund, Leichenspürhund oder als Blindenführhund eingesetzt. Wegen ihrer besonderen Sensibilität eignet sich der Pudel zudem hervorragend als Therapiehund. © Design Pics Editorial/Imago
Ein Polizist mit einem Polizeihund an der Leine.
Wie bereits sein Name verrät, hatte der Deutsche Schäferhund ursprünglich die Funktion eines Hütehundes. Seine hohe Intelligenz machen sich heutzutage vor allem Polizei, Militär und Zoll zunutze: Mit seiner Lernfähigkeit, einem ausgeprägten Gehorsam und der Gefügigkeit hat der treue Schäferhund das perfekte Zeug zum Diensthund. Er besitzt nicht nur ein ausgeglichenes Temperament, sondern ist auch für seine Aufmerksamkeit, Nervenstärke und Selbstsicherheit bekannt. © Design Pics/Imago
Menschen streicheln einen Hund in einer Gruppentherapiesitzung.
Nicht grundlos sehen wir den beliebten Golden Retriever oftmals als Blindenführhund oder als Begleithund für Gehörlose. Auch als Rettungshund eignet sich diese geduldige, ruhige und achtsame Hunderasse besonders gut. Ihre erstaunliche Intelligenz gepaart mit Gutmütigkeit bringen die liebenswürdigen Goldies gerne in ihre Besitzerfamilien ein. © Science Photo Library/Imago
Portrait einer Dobermann Hündin.
Seinem Ruf als aggressiver Hund zum Trotz überzeugt der Dobermann durch Cleverness, Aufmerksamkeit und Mut. Als Diensthund der Polizei oder Bundeswehr kann er seine Talente nutzbringend einsetzen. In der Zucht wird der charakterliche Schwerpunkt heute auf Ruhe und Freundlichkeit gelegt. Mit seiner gelehrigen, ausdauernden und aufmerksamen Art überzeugt er Hundekenner auch als loyaler Begleiter von sich. Eine gute und geduldige Erziehung kitzelt aus dem Dobermann außerdem einen Familienhund hervor. © Zoonar/Imago
Ein Shetland Sheepdog, stehend auf einem Felsen.
Der Shetland Sheepdog, auch Shelti genannt, ist für sein intelligentes, gutmütiges und lernwilliges Wesen bekannt. Ein ausgeprägter „Will to please“, schnelle Auffassungsgabe und Spaß am Lernen dominieren seine Art. Diese Fähigkeiten setzt der Shetland Sheepdog als Hütehund, Begleithund, Rettungshund oder Therapiehund ein. Der Shelti wird oftmals als besonders sensibel beschrieben. Er ist beispielsweise in der Lage, die Stimmung seiner Familie zu erkennen und ist stets darauf bedacht, diese– falls nötig – zu verbessern. © imagebroker/Imago
Labrador Retriever: Mehrere Hunde sitzen in der Wiese.
Als eine der beliebtesten Hunderassen hierzulande zeichnet sich der Labrador Retriever durch seine Intelligenz und Gutmütigkeit aus. Er strebt danach, seinen Besitzern zu gefallen, und wird oft als Drogenspürhund, Rettungshund oder Blindenhund eingesetzt. Dank seines aufmerksamen und lernwilligen Charakters, der jedoch stets von Freundlichkeit geprägt ist, erledigt er diese Aufgaben äußerst gewissenhaft. © imagebroker/Imago
Ein reinrassiger Rottweiler springt während eines Agility Trainings über ein Hindernis.
Intelligent, ausdauernd und furchtlos: So kennt man den Rottweiler. Auch Polizei und Militär schätzen ihn für diese Eigenschaften. Der gehorsame Rassehund kann Situationen selbstständig bewerten und punktet mit einem starken und aufmerksamen Charakter. Sein starker Beschützerinstinkt hat ihm in einigen Bundesländern den Status eines Listenhundes beschert. Dennoch gilt er als anhänglich und kinderlieb. Der Rottweiler wird ausschließlich Hundekennern mit langjähriger Erfahrung empfohlen. © YAY Images/Imago
Porträt eines Australian Cattle Dog, der in einer Blumenwiese steht.
Der intelligente Australian Cattle Dog liebt es, zu lernen: Er eignet sich mit Vorliebe die unterschiedlichsten Tricks und Fähigkeiten an. Als Treib- und Wachhund scheut er auch die Konfrontation mit körperlich überlegenen Bullen nicht. Mit konsequenter Erziehung und guter Führung durch einen erfahrenen Hundebesitzer wird aus dem Australian Cattle Dog ein loyaler Begleiter. © imagebroker/Imago
Ein liebenswerter Kanaan Hund in einem gelben Geschirr liegt am Meeresufer.
Auch Israelspitz genannt, ist der Kanaan Hund eine durchaus seltene Hunderasse. Mit den anderen aufgeführten Rassen hat er bis auf seine hohe Intelligenz nicht viel gemeinsam: Er gilt als besitzergreifend und liebt seine Unabhängigkeit. Ihm etwas aufzwingen zu wollen – das kommt dem reaktionsfreudigen Kanaan Hund nicht in die Tüte. Wer auf der Suche nach einem Kuscheltier ist, sollte sich anderweitig umschauen. Ob und wer ihn streicheln darf, das entscheidet der eigenständige Hund immer noch selbst. Kanaan Hunde eignen sich für ausschließlich für erfahrene Halter. Ist er jedoch einmal in die Familie integriert, beweist er sich als anhänglich, treu und schützend. © Wirestock/Imago

Lesen Sie hier mehr darüber, weshalb die oben genannten Fragen für die Auswahl des richtigen Hundetrainers so wichtig sind:

Arbeitet der Hundetrainer mit positiver Verstärkung?

Für eine gesunde, liebevolle und vertrauensvolle Verbindung zwischen Ihrem Hund und seinem Trainer ist positive Verstärkung die beste Methode. Damit werden beim Training nicht nur schneller Erfolge erzielt, sondern die neuen Verhaltensweisen auch nachhaltig gefestigt. Positive Verstärkung oder belohnungsbasiertes Training, wie Vier Pfoten schreibt, bedeutet, dass gewünschtes Verhalten sehr zeitnah mit Leckerlis, Lob oder – sofern der Hund es mag – durch Streicheleinheiten oder auch durch Spiele belohnt wird. Gewünschte Verhaltensweisen des Hundes sollen demnach verstärkt werden. Der Hund würde dadurch lernen, dass sich sein gezeigtes Verhalten lohnt, was zur Folge hat, dass er es öfter zeigt, so Vier Pfoten.

Unerwünschtes Verhalten werde vom Hundetrainer schlichtweg ignoriert.

Welche Hilfsmittel setzt der Hundetrainer ein?

Auch anhand der Hilfsmittel, die der Hundetrainer verwendet, erkennen Sie, ob es sich um einen geeigneten Trainer handelt. Achten Sie also darauf, dass er auf „ein gut sitzendes Hundegeschirr, zwei unterschiedlich lange Leinen für die verschiedenen Trainingsbereiche, Lieblingsleckerlis oder das Lieblingsspielzeug und eine entspannte Umgebung, in der sich stressfrei trainieren lässt“ Wert legt, wie Peta informiert.

Bei Trainingsutensilien wie Zughalsbändern ohne Stopp, Stachelhalsbändern, Sprühhalsbänden oder Elektrohalsbändern sollten Sie von einer Zusammenarbeit in jedem Fall Abstand nehmen.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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