Lebensverlängernde Wirkung: Transfette vermeiden und so Cholesterinwerte senken
VonJuliane Gutmann
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Ein Zuviel an Transfetten kann Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigen. Wie Sie Ihre Ernährung anpassen können, um Ihre Gesundheit zu schützen.
Fette spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit. Sie sind an lebenswichtigen Körperfunktionen beteiligt, versorgen uns mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K und unterstützen die Produktion von Hormonen und Zellwänden. Allerdings sind nicht alle Fette gleich: Während gesunde Fette unsere Gesundheit fördern, können ungesunde Fette Krankheiten verursachen. Transfette gehören zur letzteren Kategorie und sind laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für weit mehr als 500.000 Todesfälle jährlich verantwortlich.
Transfette begünstigen hohe Cholesterinwerte
Transfette, auch als Transfettsäuren bekannt, erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut. Cholesterin ist ein lebenswichtiges Blutfett, das unter anderem an der Produktion von Vitamin D, Hormonen und Gallensäure beteiligt ist. Wenn jedoch zu viel Cholesterin im Körper zirkuliert, kann dies zu gefährlichen Ablagerungen in den Gefäßen führen, die das Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöhen. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Wer viele gesättigte Fettsäuren und Transfette konsumiert, riskiert hohe LDL-Cholesterinwerte, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Der Austausch dieser „schlechten“ Fette durch ungesättigte Fette kann die Gefäße hingegen schützen.
Welche Lebensmittel verhältnismäßig viele Transfette enthalten
Transfette sind im Grunde ungesättigte Fettsäuren – die allerdings ungesunde Effekte entfalten. Sie entstehen, wenn gesundes Pflanzenöl industriell gehärtet wird, wodurch flüssiges Öl in „pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet“ umgewandelt wird. Transfette können auch entstehen, wenn Öl über längere Zeit stark erhitzt wird, wie beispielsweise in einer Fritteuse. Die hohen Temperaturen verändern die molekulare Struktur der Fette.
Die Weltgesundheitsorganisation hat sich laut dem Norddeutschen Rundfunk sogar für ein Verbot von Transfetten in Lebensmitteln ausgesprochen, da sie eine erhebliche Gesundheitsgefahr darstellen. Insbesondere folgende Produkte enthalten viele Transfette:
Die Zutatenliste von Fertigprodukten gibt Aufschluss: Die Bezeichnungen „pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet“ oder „ungesättigte Fettsäuren, enthält gehärtete Fette“ weisen auf Transfette hin. Um diese zu vermeiden, sollten Sie beim Einkauf darauf achten, gehärtetes, teilgehärtetes oder hydrogenisiertes Pflanzenfett zu meiden. Beim Braten und Frittieren sollten Sie auf Butterschmalz, natives Olivenöl extra vergine, Erdnussöl oder raffinierte Öle aus Maiskeim, Sonnenblumen, Erdnuss, Soja und Raps zurückgreifen.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.