Gesund oder nur Hype?

Haferflocken – das passiert, wenn man sie täglich isst

  • schließen

Superfood gleich supergut? Um Haferflocken läuft seit Jahren ein großer Ernährungs-Hype. Es ist, als könnte niemand genug von den Flocken kriegen. Doch was passiert bei täglichem Verzehr?

Haferflocken gelten als absolutes Superfood. Vom Abnehmen über die Verdauung, bis hin zu Haaren und Nägeln sollen sie gut für ungefähr alles sein. Doch sind die Trendflocken wirklich so gesund? Und was passiert, wenn man das Superfood täglich isst? Experten raten, eine gesunde Ernährung mit diesem Lebensmittel zu vervollständigen – doch sie sprechen auch eine Warnung aus.

Haferflocken sollen äußerst gesund sein – doch was passiert, wenn man sie täglich isst?

Wie gesund sind Haferflocken wirklich?

Bekanntlich macht ja die Dosis das Gift. Doch vertraut man einschlägigen Foodblogs und Ernährungsratgebern, kann man gar nicht genug Haferflocken zu sich nehmen. Zunächst zu den Vorzügen einer täglichen Ernährung mit Haferflocken: Mit ihren komplexen Kohlenhydraten sind die Frühstücksflocken richtige Kraftwerke, die einem viel Energie für den Tag liefern.

Enthaltene pflanzliche Proteine halten zudem lange satt. Zink und Antioxidantien schützen vor Infektionen und stärken das Immunsystem. Zudem sind Haferflocken laut aok.de tatsächlich gut für die Verdauung, für den Herz-Kreislauf und stärken Haare, Nägel und Haut. Dafür kommt es allerdings auch darauf an, die Haferflocken auf die gesündeste Art und Weise zuzubereiten.

Was passiert, wenn man täglich Haferflocken isst?

Anders als bei puren Haferflocken liegt der Teufel auch oft in den Details der Zubereitung. Wer fertiges Porridge oder Hafermüsli kauft oder selbst seine Flocken aufwendig zubereitet, dessen Hafermahlzeit dürfte schnell deutlich weniger gesund ausfallen. So sind gerade in fertigen Mischungen viel Zucker und Geschmacksverstärker enthalten. Auch die gesättigten Fettsäuren aus Vollmilch, Joghurt und Co. können den Cholesterin-Wert hochtreiben. Am besten also auf Zucker verzichten und auf pflanzliche Alternativen zu Milch ausweichen.

Dann ist der tägliche Verzehr von Haferflocken weitgehend nicht nur unbedenklich, sondern gesund. Die guten Inhaltsstoffe geben einem zentrum-der-gesundheit.de zufolge Energie, das Immunsystem kommt in Topform, Haare, Haut und Nägel werden stärker, langfristig können die Flocken wie erwähnt sogar beim Abnehmen helfen, da sie den Blutzucker stabilisieren können und damit Heißhungerattacken vorbeugen. Allerdings gilt für jedes Lebensmittel, ein gesundes Maß einzuhalten. Einseitige Ernährung ist nie gesund, egal wie viel Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate sie enthält. Ein einfaches Haferflocken-Frühstück ist perfekt, wenn es auch den Rest des Tages mit einer ausgewogenen Ernährung ausbalanciert wird.

Wer keine Haferflocken essen sollte

So viel zu dem, was Haferflocken so können. Doch worauf muss man bei den Flocken möglicherweise achtgeben? Eine Eigenschaft, die Haferflocken für die meisten förderlich macht, kann bei anderen für Probleme sorgen. So können die enthaltenen Ballaststoffe bei Menschen mit Reizdarmsyndrom für Blähungen sorgen. Unter diesen Umständen sind sie für den täglichen Verzehr nicht zu empfehlen.

Auch bei einer Glutenunverträglichkeit ist Vorsicht geboten. Zwar enthalten die Haferflocken selbst kein Gluten, jedoch kommen sie bei der Produktion häufig in Berührung mit Getreide und damit eben auch mit: Gluten. Wer sich Haferflocken zu Gemüte führt, sollte darauf achten, die besten zu kaufen. (paw)

Rubriklistenbild: © dpa/Jens Kalaene

Kommentare