VonSimon Monesschließen
Das Aufladen von Elektroautos muss nicht kompliziert sein. Der ADAC hat zehn Wallboxen geprüft und offenbart, welche Modelle sowohl sicher als auch benutzerfreundlich sind.
Anders als ein Verbrenner können Elektroautos theoretisch überall dort aufgeladen werden, wo eine Steckdose vorhanden ist. Sie sind somit nicht auf Tankstellen angewiesen. In der Realität jedoch greifen viele Nutzer auf Ladesäulen zurück, insbesondere wenn sie auf der Autobahn unterwegs sind, oder sie nutzen eine Wallbox zu Hause. Wie bei den Fahrzeugen selbst gibt es auch bei den Wallboxen eine Vielzahl an Modellen. Doch welches ist das Beste?
Der ADAC hat sich dieser Frage angenommen und zehn Ladestationen für Elektroautos im Preisbereich zwischen 199 und 499 Euro getestet. Besonderes Augenmerk legten die Tester auf Aspekte wie Sicherheit, Ausstattung, Funktionalität und die Bedienung der zugehörigen App. Insgesamt wurden über 900 Ladeversuche mit fünf verschiedenen Elektroautomodellen durchgeführt, darunter der Opel Corsa-e und das Tesla Model Y. Bemerkenswert ist, dass es zu keinem einzigen Ladeabbruch kam und alle getesteten Wallboxen über normgerechte Fehlerstromschutzschalter verfügten.
ADAC-Testsieger für nur 199 Euro: Delta AC Max Basic überzeugt im Wallbox-Check!
Das Modell „Delta AC Max Basic“ für 199 Euro ging als Testsieger hervor und erhielt die Note 1,7 („gut“). Es punktete durch ein kompaktes Design, einfache Bedienung und sinnvolle Ausstattung wie Autorisierung, Stromzähler und App-Steuerung. Daher ist es auch für Fahrer von Firmenwagen interessant, die den verbrauchten Strom abrechnen müssen. Ein kleiner Nachteil ist, dass die App nur per Bluetooth verbunden wird, was bedeutet, dass Nutzer in der Nähe der Wallbox sein müssen.
Die „AC Wallbox 11 kW“ von EM2GO, die ab 449 Euro erhältlich ist, belegte den zweiten Platz mit der Note 1,8. Sie bietet eine solide Ausstattung. Den dritten Platz sicherte sich die „Ultimate Speed Wallbox 11 kW“ von Lidl mit der Note 1,9. Diese Wallbox ist ab 369 Euro verfügbar, bietet jedoch keine App und keine Netzwerkverbindung. Beide Modelle überzeugten durch zuverlässige Ladefunktion und einfache Bedienung.
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Die teuerste Wallbox im Test, der „Sungrow 11kW EV Charger“ für 499 Euro, landete auf dem vierten Platz. Sie bietet die beste Ausstattung im Testfeld, konnte jedoch nicht in allen Bereichen überzeugen. Die Modelle „Webasto Pure II“ und „Vestel EVCO-AC11-T2P“ erhielten mit der Gesamtnote 2,4 die letzten Plätze. Beide Wallboxen sind minimalistisch ausgestattet und bieten lediglich eine Autorisierungsfunktion zum Starten des Ladevorgangs, ohne App- oder Netzwerkanbindung.
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ADAC untersucht Stand-by-Kosten: Welche Wallbox ist wirklich effizient?
Der ADAC betonte auch den Stromverbrauch im Stand-by-Modus als wichtigen Punkt. Hier gab es große Unterschiede zwischen den Modellen. Besonders sparsam zeigte sich hier die Wallbox eMH1 von ABL. Ein gutes Kabelmanagement schützt den Stecker vor Feuchtigkeit und verhindert, dass er versehentlich überfahren wird. Dies ist besonders in Carports von Vorteil, wo der Stecker frei zugänglich ist.
Rubriklistenbild: © Ralph Wagner/ADAC

