Frau trank zu viel Wasser und starb: Gibt es die Wasservergiftung wirklich?
VonJuliane Gutmann
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Ausreichend zu trinken ist vor allem in den Sommermonaten wichtig. Doch ist es gefährlich, zu viel zu trinken? Eine US-Amerikanerin soll an einer Wasservergiftung verstorben sein.
Sie war auf einer Party am See, als die 35-jährige Ashley Summers starke Kopfschmerzen bekam. Sie führte diese darauf zurück, dass sie wenig getrunken hatte. „Also hat sie eine Menge Wasser getrunken“, berichtete ihr Bruder Devon Miller gegenüber dem Format „Good Morning America“. Die junge Mutter hatte innerhalb von 20 Minuten vier Flaschen Wasser geleert. Eine Flasche enthielt rund 500 Milliliter, so der Bruder.
Was keiner bis dahin ahnte: Diesen vierten Juli 2023 in Indiana würde Ashley Summers nicht überleben. „Sie kamen nach Hause. Sie ging durch die Garage, um ins Haus zu gehen, und wurde in der Garage ohnmächtig“, berichtete Miller weiter. Er erklärte, dass die Ärzte ihren Tod auf eine Wasservergiftung zurückführten.
Wasservergiftung kann Hirnschwellung zur Folge haben
Auch im Rahmen von Marathonläufen waren schon Menschen zu Tode gekommen, weil sie zu schnell eine große Menge Wasser getrunken hatten. Und auch das Universitätsklinikum Freiburg berichtete von mehreren Fällen einer Wasservergiftung. Etwa hatte ein Patient innerhalb kurzer Zeit drei Liter Wasser getrunken, heißt es in einer Pressemitteilung der Uniklinik. In den Stunden danach verlor der Patient das Bewusstsein, hatte Krampfanfälle und entwickelte eine Hirnschwellung. Der Mann konnte allerdings erfolgreich behandelt werden.
Eine Wasservergiftung entsteht, weil durch die übermäßige Flüssigkeitszufuhr in kurzer Zeit das Elektrolytgleichgewicht im Körper gestört wird. Es kommt zur Umverteilung von Wasser zwischen Blut und Gewebe, was das Blutvolumen ansteigen lassen und den Salzgehalt im Blut derart abfallen lassen kann, dass Wasser in die Zellen eindringt. Infolge können diese anschwellen. Eine bedrohliche Hirnschwellung ist mögliche Folge, informiert das Universitätsklinikum Freiburg weiter.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.