Gesunde Ernährung

Wie viel Liter Wasser sollte man täglich trinken? Experten geben Orientierungshilfen

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Nicht nur bei den aktuellen Temperaturen sollte man darauf achten, dass man auch wirklich die passende Menge an Flüssigkeit zu sich nimmt.

Wer privaten oder beruflichen Stress hat, vergisst häufiger mal, zum Wasserglas zu greifen. Gut der Hälfte aller Berufstätigen geht es, so berichtete die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich einer Studie voriges Jahr. „Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten gesunde Erwachsene pro Tag zu sich nehmen“, heißt es in der Mitteilung der TK zum Thema. „Als guter Richtwert gelten 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht, bei Säuglingen und Kindern ist es sogar noch etwas mehr.“

Gesunde Ernährung: Wie viel Liter Wasser sollte man täglich trinken?

Genügend zu trinken, ist aus Sicht von Gesundheitsexperten besonders wichtig. Genauso sollte man auf eine gesunde Ernährung achten. Auch Essen liefert Wasser. Rund 300 Milliliter könne der Körper bei seinen Stoffwechselvorgängen selbst herstellen, erklärt die TK, etwa einen Liter Wasser bekomme er über feste Nahrung. „Äpfel, Gemüse und Kartoffeln enthalten zum Beispiel circa 70 Prozent Wasser, Gurken sogar 95 Prozent. Die übrige Flüssigkeitsmenge, also etwa 1,5 Liter, muss man über Getränke aufnehmen.“

Nicht nur bei Hitze: Wann braucht der Körper mehr Flüssigkeit?

Manchmal verlangt der Körper besonders viel Flüssig­keit, so zudem der wichtige Hinweis der Stiftung Warentest laut Test.de – „etwa bei Hitze, großer Kälte, Fieber, Erbrechen, Durch­fall“. Auch wer sich anstrenge, müsse groß­zügig auftanken: „Pro Stunde intensivem Sport kann bis zu ein Liter Wasser zusätzlich nötig sein. Stillende haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf. Für sie empfiehlt die DGE 1,7 Liter pro Tag“, heißt es in dem Beitrag.

An heißen Sommertagen ist reichliches Trinken besonders wichtig, denn der Wasserbedarf ist bedingt durch das Schwitzen erhöht, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) außerdem mitteilt. „Abhängig vom Alter sollten rund 1,5 Liter über den Tag verteilt getrunken werden, bei Hitze dürfen es bei Gesunden ruhig 3 Liter und mehr sein.“ Wie viel Flüssigkeit man täglich benötigt, hängt insgesamt betrachtet von verschiedenen Faktoren ab. Nur ein Arzt oder einer Ärztin kann im individuellen Fall Auskunft geben.

Manchmal verlangt der Körper besonders viel Flüssig­keit, so zum Beispiel auch bei Hitze.

„Am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke trinken“

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dazu, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee zu trinken. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke seien dagegen nicht empfehlenswert:

  • Ideale Durstlöscher und Flüssigkeitslieferanten sind laut DGE Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees.
  • Koffeinhaltige Getränke wie ungezuckerter Tee oder Kaffee seien „kalorienfreie Getränke, die zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt werden können“.
  • Saftschorlen mit 3 Teilen Wasser und 1 Teil Saft eigenen sich laut DGE ebenfalls als Flüssigkeitslieferanten. „Lightgetränke sind kalorienfrei oder kalorienreduziert. Sie enthalten weitere Lebensmittelzusatzstoffe wie Süß-, Farb- und Aromastoffe und sind daher weniger empfehlenswert.“
  • Als Durstlöscher ungeeignet sind den Experten zufolge Limonaden, Cola- und Fruchtsaftgetränke, Brausen, Nektare, Obstsäfte, Eistees oder Milchmischgetränke (z. B. Eiskaffee). „Sie enthalten viel Zucker und liefern damit viele Kalorien.“ Auch sogenanntes „aromatisiertes Wasser“ könne mit Zucker gesüßt sein.

Gesundheitsexperten betonen: Auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten

Trinke der Mensch nicht genügend, werde er schnell müde und könne sich schlecht konzentrieren, heißt es unter anderem auf Test.de. Außerdem könnten Kopfschmerzen drohen, oder Verstopfung. „Ältere Menschen mit Flüssig­keits­mangel leiden zudem schnell an Verwirrt­heit“, heißt es in dem Beitrag.

„Wer zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, schadet seiner Gesundheit“, schreibt die TK in ihrer Mitteilung. „Zum Beispiel den Nieren: Sie sind dafür verantwortlich, Abfallprodukte aus dem Körper zu transportieren und dafür benötigen sie Flüssigkeit.“ Weitere Folgen einer mangelnden Flüssigkeitszufuhr, so die TK: „Das Blut wird dickflüssiger und belastet damit das Herz-Kreislauf-System, und die Verdauung wird träge.“

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Zehn Tipps, dank derer Sie nie wieder schlecht schlafen

Zwei Frauen trinken Kaffee
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © Josep Suria/Imago
Frau wacht auf
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und herwälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es „umarmen“. © Tanya Yatsenko/Imago
Wecker
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © kvkirillov/Imago
Frau trinkt Wein
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © Sofiya Garaeva/Imago
Frau schläft
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © Vasily Pindyurin/Imago
Frau hält Kissen vors Gesicht
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © Sofiya Garaeva/Imago
frau massiert ihre wade nach einem nächtlichen wadenkrampf
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © Rolf Kremming/Imago
Paar liegt im Bett
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © AndreyPopov/Imago
Tasse mit Baldrian-Tee
Tipp 9: Manche schwören auch auf einen Schlummertrunk, um schneller ins Land der Träume abzutauchen. Begehrt sind vor allem Teesorten wie Baldrian- oder Hopfentee, weil sie schlaffördernde Wirkung entfalten sollen.  © O. Diez/Imago
Frau macht Yoga
Tipp 10: Entspannungsübungen lassen Körper und Geist zur Ruhe kommen. 15 Minuten entspannende Yoga-Übungen, Mediation oder autogenes Training können Ihnen so helfen, den Tag hinter sich zu lassen und schneller einzuschlafen.  © Imago

Kann es gefährlich sein, zu viel zu trinken?

Kann es problematisch oder gar gefährlich sein, wenn man zu viel Wasser trinkt? „Über­schüssiges Wasser scheiden gesunde Menschen einfach wieder aus“, heißt es zwar auf Test.de. „Nieren- und Herz­muskelkranke hingegen dürfen nur bestimmte Mengen trinken“, so allerdings der wichtige Hinweis der Stiftung Warentest an der Stelle. „Am besten stimmen sie diese mit dem Arzt ab.“ Aufpassen sollten den Experten laut Test.de zufolge auch Ausdauer­sportler: „Wenn sie beim Training oder Wett­kampf liter­weise Wasser trinken, sackt der Natrium­spiegel im Blut stark ab. Das kann zu Kreis­lauf­problemen und im Extremfall zum Tod führen.“

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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