Wenn sich Verhalten ändert

Demenz bei Hunden: Sechs Anzeichen, die die Nervenkrankheit erahnen lassen – Risiko steigt ab 7 Jahren

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Nicht nur Menschen, auch Hunde können an Demenz erkranken. Auf welche Symptome Sie achten sollten und was Sie tun können.

Demenz ist nicht nur ein menschliches Gesundheitsproblem – auch Hunde können an dieser Erkrankung leiden. Sie wird auch als Kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS) oder Hunde-Alzheimer bezeichnet und betrifft vor allem ältere Vierbeiner. Es handelt sich dabei um eine progressive Erkrankung, die das Gedächtnis, die Orientierung und das Verhalten des Hundes beeinflusst.

Die Symptome erkennen: Anzeichen von Demenz bei Hunden

Mit liebevoller Pflege und Fürsorge können Sie Ihren Hund unterstützen. (Symbolbild)
  • Vergesslichkeit: Der Hund vergisst bereits gelernte Kommandos oder findet den Weg nach Hause nicht mehr. Er vergisst, dass er bereits gefressen hat und fordert sein Futter vehement ein.
  • Orientierungslosigkeit: Ihr Hund verirrt sich in seiner vertrauten Umgebung oder wirkt desorientiert. Auch starrt er vermehrt in die Leere.
  • Verändertes Sozialverhalten: Ihr Hund zeigt weniger Interesse an Interaktionen mit Ihnen oder anderen Tieren. Er begrüßt sie nicht mehr, wenn Sie nach Hause kommen oder wirkt leicht apathisch. Er reagiert auch nicht mehr so gut auf Ansprache.
  • Veränderter Schlafrhythmus: Ihr Hund schläft tagsüber viel und ist nachts unruhig oder wach und wandert ständig hin und her.
  • Unsauberkeit: Häufig setzen Hunde ohne jegliche Andeutung oder Vorwarnung immer wieder Harn oder Kot in der Wohnung ab.
  • Erhöhte Aggression: Meist haben die Hunde die Fähigkeit, mit Artgenossen zu kommunizieren verloren, wirken gereizt und reagieren ohne jegliche Vorwarnung über.

Die Diagnose von Demenz bei Hunden sollte von einem Tierarzt gestellt werden. Andere gesundheitliche Probleme, die ähnliche Symptome verursachen können, sollten ausgeschlossen werden. Ein Tierarzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls Bluttests anordnen. Laut unterschiedlicher Studien zeigen rund 48 Prozent aller Hunde ab sieben Jahren erste Anzeichen einer Demenz.

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13 Hunderassen, von denen Anfänger lieber die Finger lassen sollten

Welpe eines Australien Shepherd im Laub.
Der Australien Shepherd ist Fremden gegenüber wenig aufgeschlossen und braucht viel Bewegung pro Tag. © Sofiya Garaeva/Imago
Siberian Husky in Nahaufnahme.
Der Siberian Husky braucht sehr viel Auslauf pro Tag. © Design Pics/IMago
Drei Dackel sitzen nebeneinander vor einer Holzwand.
Ihre Größe verrät noch nichts über den Eigensinn der Dackel. © D. Maehrmann/Imago
Ein Border Collie liegt auf einer Wiese.
Border Collies sind anspruchsvoll, wenn es um ihre Auslastung und Beschäftigung geht. © Aida Martinez/Imago
Zwei Schäferhunde sitzen im Wald.
Als Wachhund ist der Schäferhund perfekt. Dafür braucht es aber eine strenge Erziehung. © Nikolai Tsvetkov/Imago
Ein Beagle-Welpe auf einer Wiese mit Spielzeug.
Süß, aber richtige Kläffer: Beagles müssen ihre Grenzen kennen, sonst wird es anstrengend. © Buffy1982/Imago
Ein Rottweiler am Strand.
Rottweiler brauchen eine strenge Erziehung und wollen gefordert werden. © cynoclub/Imago
Ein Weimeraner am Strand.
Weimeraner sind wunderschön, brauchen aber extrem viel Auslauf. © Markel Laskurain/Imago
Ein Akita liegt auf einer Wiese.
Akitas sind bekannt für ihren Eigensinn und ihrer Skepsis Fremden gegenüber. © cynoclub/Imago
Ein brauner Dobermann liegt auf dem Boden.
Der Dobermann beeindruckt mit seiner Größe und seinem Willen, zu beschützen. © gsdonlin/Imago
Deutscher Zwergspitz in Nahaufnahme
Klein, aber oho: Der Zwergspitz ist ein liebenswürdiger Dickkopf. © B. Rainer/Imago
Ein Chow Chow liegt auf dem Boden.
Der Chow Chow war ursprünglich ein Hütehund und braucht eine strenge Erziehung. © Ryhor Bruyeu/Imago
Shih tzu Hund, der im Laubhaufen sitzt.
Der Shih Tzu ist ein treuer, aber eigensinniger Begleiter des Menschen. © CSP_chaoss/Imago

Was kann man gegen Demenz bei Hunden tun?

Die Bewältigung der Demenz bei Hunden erfordert eine liebevolle und aufmerksame Pflege. Hier sind einige Tipps:

  • Tierärztliche Behandlung: Ihr Tierarzt kann Medikamente verschreiben, um die Symptome zu mildern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
  • Ernährung: Spezielle Diäten und Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Gehirnfunktion zu unterstützen.
  • Mentale Stimulation: Intelligenzspielzeuge und kleine Rätsel-Aufgaben können die geistige Aktivität Ihres Hundes fördern.
  • Routine und Struktur: Halten Sie eine stabile Tagesroutine aufrecht, um Ihrem Hund ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
  • Körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die körperliche und geistige Gesundheit Ihres Hundes zu fördern.

Demenz bei Hunden kann eine emotionale Herausforderung sein, aber mit einer rechtzeitigen Diagnose und bei angemessener Pflege können Sie die Lebensqualität Ihres Haustieres verbessern. Wenn Sie Anzeichen bemerken, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen. Ihr liebevoller Umgang und Ihre Unterstützung können Ihrem Vierbeiner in seinen späteren Jahren erheblich helfen.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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