VonSandra Barbara Furtnerschließen
Nicht nur Menschen, auch Hunde können an Demenz erkranken. Auf welche Symptome Sie achten sollten und was Sie tun können.
Demenz ist nicht nur ein menschliches Gesundheitsproblem – auch Hunde können an dieser Erkrankung leiden. Sie wird auch als Kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS) oder Hunde-Alzheimer bezeichnet und betrifft vor allem ältere Vierbeiner. Es handelt sich dabei um eine progressive Erkrankung, die das Gedächtnis, die Orientierung und das Verhalten des Hundes beeinflusst.
Die Symptome erkennen: Anzeichen von Demenz bei Hunden
- Vergesslichkeit: Der Hund vergisst bereits gelernte Kommandos oder findet den Weg nach Hause nicht mehr. Er vergisst, dass er bereits gefressen hat und fordert sein Futter vehement ein.
- Orientierungslosigkeit: Ihr Hund verirrt sich in seiner vertrauten Umgebung oder wirkt desorientiert. Auch starrt er vermehrt in die Leere.
- Verändertes Sozialverhalten: Ihr Hund zeigt weniger Interesse an Interaktionen mit Ihnen oder anderen Tieren. Er begrüßt sie nicht mehr, wenn Sie nach Hause kommen oder wirkt leicht apathisch. Er reagiert auch nicht mehr so gut auf Ansprache.
- Veränderter Schlafrhythmus: Ihr Hund schläft tagsüber viel und ist nachts unruhig oder wach und wandert ständig hin und her.
- Unsauberkeit: Häufig setzen Hunde ohne jegliche Andeutung oder Vorwarnung immer wieder Harn oder Kot in der Wohnung ab.
- Erhöhte Aggression: Meist haben die Hunde die Fähigkeit, mit Artgenossen zu kommunizieren verloren, wirken gereizt und reagieren ohne jegliche Vorwarnung über.
Die Diagnose von Demenz bei Hunden sollte von einem Tierarzt gestellt werden. Andere gesundheitliche Probleme, die ähnliche Symptome verursachen können, sollten ausgeschlossen werden. Ein Tierarzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls Bluttests anordnen. Laut unterschiedlicher Studien zeigen rund 48 Prozent aller Hunde ab sieben Jahren erste Anzeichen einer Demenz.
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Was kann man gegen Demenz bei Hunden tun?
Die Bewältigung der Demenz bei Hunden erfordert eine liebevolle und aufmerksame Pflege. Hier sind einige Tipps:
- Tierärztliche Behandlung: Ihr Tierarzt kann Medikamente verschreiben, um die Symptome zu mildern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
- Ernährung: Spezielle Diäten und Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Gehirnfunktion zu unterstützen.
- Mentale Stimulation: Intelligenzspielzeuge und kleine Rätsel-Aufgaben können die geistige Aktivität Ihres Hundes fördern.
- Routine und Struktur: Halten Sie eine stabile Tagesroutine aufrecht, um Ihrem Hund ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
- Körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die körperliche und geistige Gesundheit Ihres Hundes zu fördern.
Demenz bei Hunden kann eine emotionale Herausforderung sein, aber mit einer rechtzeitigen Diagnose und bei angemessener Pflege können Sie die Lebensqualität Ihres Haustieres verbessern. Wenn Sie Anzeichen bemerken, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt aufzusuchen. Ihr liebevoller Umgang und Ihre Unterstützung können Ihrem Vierbeiner in seinen späteren Jahren erheblich helfen.
Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

